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Die NASCAR-Woche: Texas drängt auf Rennen - Uneinigkeit in North Carolina

Während man sich am Texas Motor Speedway jetzt doch schon im Juni Rennen ohne Fans vorstellen kann, sieht man die Lage in North Carolina teilweise kritischer

Die NASCAR-Woche: Texas drängt auf Rennen - Uneinigkeit in North Carolina

Wann wird die im Februar begonnene und im März unterbrochene Saison 2020 der NASCAR Cup Series fortgesetzt? Dazu gibt es angesichts der Coronavirus-Pandemie unterschiedliche Meinungen.

Vor einigen Tagen wurde den NASCAR-Teams ein nicht offizieller Rennkalender unterbreitet. Dieser sieht eine Fortsetzung der Saison am 24. Mai in Charlotte vor. Doch auf dem Weg dahin gibt es Hindernisse, selbst wenn es sich um ein "Geisterrennen" ohne Zuschauer handeln sollte.

Im Gegensatz dazu kann man sich in Fort Worth im US-Bundesstaat Texas nun doch vorstellen, schon im Juni "Geisterrennen" ohne Fans vor Ort zu veranstalten. Eigentlich hatte Streckenchef Eddie Gossage erst vor wenigen Tagen genau ein solches Szenario ausgeschlossen. Nach einem Statement von Texas-Gouverneur Greg Abbott denkt er nun aber anders.

Der Gouverneur twitterte am Montag auf seinem persönlichen Twitter-Account, dass er "mit NASCAR-Offiziellen gesprochen" hat und daher hofft, "sehr bald" die Rückkehr von Rennsport auf dem Texas Motor Speedway verkünden zu können.

Eddie Gossage

Eddie Gossage, Streckenchef in Fort Worth, denkt plötzlich anders

Foto: LAT

Gossage meint daraufhin nun, dass Rennen ohne Zuschauer vor Ort zwar nicht perfekt, aber "in der aktuellen Situation eine neue Möglichkeit" für die Rückkehr von Motorsport-Events darstellen: "Unser Sport ist dahingehend einzigartig, dass unsere Teilnehmer in Rennwagen sitzen und es daher im Gegensatz zu den meisten anderen Sportarten keinen direkten Körperkontakt gibt. Das ist ein wesentlicher Vorteil und deshalb glaube ich, dass Autorennen mit das erste sein werden, was wieder live ausgetragen wird."

Im nicht offiziellen Rennkalender für die weitere NASCAR Cup-Saison 2020 taucht Fort Worth (eigentlich für 29. März geplant gewesen) nun mit neuem Termin 7. Juni auf. Das wäre ein Double-Header mit der IndyCar-Serie, die am 6. Juni auf dem texanischen Oval fahren soll und damit ihren Saisonauftakt austragen würde.

Streckenchef Gossage hatte vor wenigen Tagen wenig Interesse an einem Einzelevent der IndyCar-Serie gezeigt. Ein Double-Header mit NASCAR könnte ihn aber umstimmen. Auch das ist ein Grund, weshalb er der Idee von "Geisterrennen" plötzlich doch offen gegenübersteht. Dass NASCAR für ihn attraktiver ist als IndyCar, ist nicht zuletzt eine Frage des Geldes.

Charlotte Motor Speedway

Unterschiedliche Ansichten: Charlotte-Streckenchef vs. Gouverneur

Foto: William Brown

Anders sieht man die Lage allerdings in der Regierung des US-Bundesstaats North Carolina, wo der Großteil der NASCAR-Teams ansässig ist und wo nach aktuellem Stand der Dinge noch bis kommende Woche eine Ausgangssperre in Kraft ist. Zudem gilt für Veranstaltungen mit mehr als zehn Menschen ein Verbot.

Und so sagte North Carolinas Gouverneur Roy Cooper erst am Montag, dass es "noch zu früh für Vorhersagen" ist, wann Sportveranstaltungen wieder ausgetragen werden können. Der anvisierte Termin 24. Mai für das Coca-Cola 600 in Charlotte erscheint daher extrem unwahrscheinlich.

Ungeachtet dessen geht Charlotte-Streckenchef Marcus Smith in seinen Überlegungen aber schon weiter. Er hofft nicht nur auf die baldige Rückkehr von Rennveranstaltungen, sondern sogar mit Zuschauern an der Strecke. Smith meldete er sich im weiteren Verlauf des Montags mit den Worten: "Wir freuen uns darauf, mit Gouverneur Cooper zusammenzuarbeiten, um eine Möglichkeit zu finden, die es den Rennfans erlaubt, an der Strecke wieder Action zu genießen."

Nicht real, sondern virtuell: Das jüngste E-Sport-Rennen mit zahlreichen NASCAR-Piloten wurde am vergangenen Wochenende auf der virtuellen Variante des Richmond Raceway abermals von William Byron gewonnen. Für ihn war es der zweite Sieg in Folge nach Bristol. Weitere Informationen zum Thema E-Sport und Sim-Racing gibt es bei Motorsport Games.

Mit Bildmaterial von Michael L. Levitt / LAT Images.

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Rennserie NASCAR Cup
Urheber Mario Fritzsche