Die Verlierer des NASCAR-Finales: Deshalb war Kyle Larson unschlagbar

Martin Truex Jr., Denny Hamlin und Chase Elliott mussten sich Kyle Larson im Meisterschaftskampf von Phoenix geschlagen geben

Die Verlierer des NASCAR-Finales: Deshalb war Kyle Larson unschlagbar

Kyle Larson ist der NASCAR-Cup-Champion des Jahres 2021! Der 29-jährige Kalifornier schlug im Finale seine Konkurrenten Martin Truex Jr., Denny Hamlin sowie Chase Elliott und krönte sich zum Meister. Jedoch war das Finale auf dem Phoenix Raceway ein offener Schlagabtausch und keine Kaffeefahrt für den Rennfahrer aus Elk Grove, der gleich in seinem ersten Jahr bei Hendrick den Titel geholt hat. Doch warum hakte es bei der Konkurrenz?

Truex war in der Schlussphase am dichtesten dran, Larson noch vom Thron zu stoßen. In den letzten Runden klebte der Gibbs-Toyota des 41-Jährigen förmlich am Heck des Hendrick-Chevrolets. Larson schaffte es aber, sich loszureißen und letztlich rund vier Zehntel vor Truex ins Ziel zu kommen. Eine echte Attacke seitens des Rennfahrers aus New Jersey blieb letztlich aus.

"Ich weiß nicht, aber die saubere Luft an der Spitze schien ein großer Vorteil gewesen zu sein", analysiert der Gibbs-Fahrer und Champion des Jahres 2017 das Finale von Phoenix. "Wer auch immer an der Spitze war, konnte dort 20 bis 40 Runden bleiben und erst dann kamen die Longrun-Autos in Fahrt."

Der letzte Boxenstopp war deshalb das Zünglein an der Wage und es war Larsons Truppe, die den Camaro am schnellsten abfertigte. Außerdem hatte der neue Champion aufgrund seiner Poleposition direkt die Box am Ende der Gasse - ein riesiger Vorteil im Kampf um die Zehntel beim Service, da er sofort Vollgas geben konnte. "Wir hätten ihn in der Boxengasse schlagen müssen", so Truex weiter. "Das war unglücklich, aber wir gewinnen und verlieren als Team."

Hamlin schoss in den letzten Runden noch einmal an das Topduo heran, hatte aber keine Chance mehr, in den Kampf um den Rennsieg einzugreifen. Da es das letzte Rennen mit den Gen6-Autos war, wollte der langjährige Gibbs-Pilot unbedingt den Titel holen, was ihm aber nicht gelang. Jetzt muss er sich im revolutionären Next-Gen-Auto (Gen7) beweisen und zeigen, dass er anpassungsfähig ist.

"Wir wissen nicht, was das Next-Gen-Auto bringen und ob unserer Team genauso stark sein wird", so Hamlin nach dem Finale in Phoenix. "Es gibt einfach so viele Fragezeichen. Deshalb haben wir auch so viel Energie darein gesteckt, den Titel in diesem Jahr zu gewinnen. Wir konnten aber einfach nicht mehr machen. Ich bin jede Runde so hart gefahren wie nur möglich."

Joe Gibbs

Sowohl Truex als auch Hamlin gaben beim Finale in Phoenix ihr Bestes

Foto: Motorsport Images

Auf dem Shortrun war Hamlin nicht stark genug, um mit Larson mitzuhalten, weshalb die Lücke in der Schlussphase zu groß gewesen ist, um noch einmal zu attackieren. "Ich muss mit dem Ergebnis jetzt leben, denn ich kann es nicht mehr ändern", so Hamlin weiter. "Wir sind enttäuscht, das ist sicher, aber heute hätte das Rennen für uns einfach in eine bestimmte Richtung laufen müssen. Wäre es, wie im vergangenen Jahr, am Ende lange grün geblieben, hätten wir bestimmt gewonnen."

Während Hamlin sich über seine Schwäche bei den Shortruns und Re-Starts auslässt, hielt sich Elliott, der NASCAR-Meister des Jahres 2020, sehr kurz. Er sagt nach dem Rennen: "Ich dachte, dass wir einen guten Chevrolet hatten und das Team hat in der Vorbereitungen einen guten Job gemacht. Ich bin sehr stolz auf unsere Truppe. Wir haben viele gute Veränderungen am Auto vorgenommen, aber es hat einfach nicht klappen wollen."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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