Fairplay: NASCAR-Konkurrenten und –Legende retten Go-Fas-Start

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Fairplay: NASCAR-Konkurrenten und –Legende retten Go-Fas-Start
Autor:
09.03.2018, 12:02

Für Go Fas stand der Start beim NASCAR-Rennen in Phoenix lange auf der Kippe – Matt DiBenedetto erhielt nach seinem öffentlichen Aufruf von seiner Konkurrenz und Darrell Waltrip Geld

Matt DiBenedetto, Go FAS Racing, Ford Fusion Can-Am/Wholey
Matt DiBenedetto, GO FAS Racing Ford Fusion
Matt DiBenedetto, Go FAS Racing, Ford Fusion Can-Am/Wholey
Matt DiBenedetto, GO FAS Racing Ford Fusion
Matt DiBenedetto, Go FAS Racing, Ford Fusion Can-Am/Wholey
Matt DiBenedetto, Go Fas Racing Ford Fusion
Matt DiBenedetto, GO FAS Racing Ford Fusion
Matt DiBenedetto, Go Fas Racing Ford Fusion
Crash: Matt DiBenedetto, GO FAS Racing Ford Fusion, Kyle Larson, Chip Ganassi Racing Chevrolet Camar
Matt DiBenedetto, GO FAS Racing Ford Fusion
Matt DiBenedetto, GO FAS Racing Ford Fusion
Matt DiBenedetto, GO FAS Racing Ford Fusion
Matt DiBenedetto, GO FAS Racing Ford Fusion
Gray Gaulding, BK Racing Toyota Camry
Gray Gaulding, BK Racing, Toyota Camry Earthwater
Gray Gaulding, BK Racing Toyota Camry
Gray Gaulding, BK Racing, Toyota Camry, David Ragan, Front Row Motorsports Ford Fusion
Gray Gaulding, BK Racing Toyota Camry
Gray Gaulding, BK Racing, Toyota Camry Earthwater

Matt DiBenedetto steuerte in den ersten drei NASCAR-Saisonrennen die Startnummer 32 von Go Fas. Für den Lauf am ISM Raceway in Phoenix schaffte er es aber nicht, Sponsoren zu finden. Deshalb ging der Rennfahrer einen ungewöhnlichen Weg: Er bat seine Fans öffentlich, Kontakte zu potenziellen Sponsoren herzustellen. Doch statt Unternehmen kamen zuerst seine Konkurrenten mit den Namen Denny Hamlin und Kevin Harvick auf ihn zu. Auch NASCAR-Legende Darrell Waltrip bot dem Team seine Unterstützung an. Alle überwiesen Go Fas jeweils 5.000 Dollar (rund 4.000 Euro). Fairplay pur!

 

"In Daytona hatten wir die Chance, das Rennen zu gewinnen", erklärt DiBenedetto. "In Las Vegas waren wir schnell unterwegs. Jetzt stecken wir jedoch in einer schwierigen Situation." Nur eine Woche vor dem Rennen war das Auto noch ohne Sponsor. Auf Twitter sagten sowohl Hamlin als auch Waltrip ihre Unterstützung zu: 

 

 

 

 

 

Gegenüber 'Motorsport.com' erklärt der Go-Fas-Pilot: "Das tolle daran ist, dass mir Menschen geholfen haben, zu denen ich in meiner Jugend immer hochgeschaut habe und von denen ich ein großer Fan war." Go Fas sei ein kleines Familienteam, das hart daran arbeite, auf der Strecke erfolgreich zu sein. "Dass Denny und Darrell Waltrip uns helfen, ist unbeschreiblich schön. Sie waren immer meine Helden. Es ist toll, dass ihnen aufgefallen ist, was wir bei Go Fas leisten."

Aufgrund des Interesses an der Aktion von DiBenedetto haben sich auch gleich drei neue Sponsoren gefunden, die Go Fas beim Rennen am ISM Raceway unterstützen werden. Laut DiBenedetto war die vergangene Woche eine der verrücktesten in seinem Leben. "Der ISM Raceway gehört zu meinen Lieblingsstrecken", sagt der Rennfahrer. "Unser Auto lief hier in der Vergangenheit immer ganz gut. Die Unterstützung der NASCAR-Community und der anderen Sponsoren haben mich wirklich sprachlos gemacht."

"Ich kann es gar nicht erwarten, mit dem Auto auf die Strecke zu fahren", freut sich der Go-Fas-Pilot. Nach dem Phoenix-Rennen zieht es den NASCAR-Tross am 18. März nach Fontana, wo der sogenannte "West Coast Swing" beendet wird. Ob Matt DiBenedetto und Go Fas zusammen an dem Rennen teilnehmen werden, steht noch in den Sternen. Auch wenn die finanziellen Probleme für den Lauf in Phoenix gelöst wurden, steht der kleine Rennstall noch vor großen Herausforderungen.

BK Racing in finanzieller Not

Noch vor dem Daytona 500 geriet ein weiteres Team ins Straucheln: BK Racing musste einen Insolvenzantrag nach Artikel elf stellen, um einen Restrukturierungsprozess anzustoßen. Das Team hat zwischen 50 und 99 Gläubiger, denen es zwischen zehn und 50 Millionen Dollar (rund 40 Millionen Euro) schuldet.

Das Verfahren nach Artikel elf gibt einem Individuum oder einem Unternehmen eine begrenzte Zeit, seine finanziellen Strukturen neu zu ordnen, um wieder wirtschaftliche Stabilität zu erhalten. Dem Plan zur Umstrukturierung muss ein Gericht zustimmen. Die Frage ist, wie sich NASCAR in diesem Fall verhält, da BK Racing ein Charter-Team ist.

"Wir haben eine klare Vorgehensweise in diesem Fall", heißt es in einem Statement von NASCAR. "Charter-Teams sind verpflichtet, an den Rennen teilzunehmen und auf höchstem Niveau zu konkurrieren. BK Racing bleibt im Besitz des Charter-Vertrages." Der Charter-Vertrag garantiert dem Team nicht nur einen festen Startplatz, sondern auch eine höhere Auszahlung aus dem Preisgeldtopf. Besitzer Ron Devine gibt sich kämpferisch und sagt, dass das Team die komplette Saison fahren werde.

Mit Informationen von Tom Errington, Jim Utter & Tim Southers

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