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FBI-Untersuchung: Strick in NASCAR-Box "kein Verbrechen"

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FBI-Untersuchung: Strick in NASCAR-Box "kein Verbrechen"
Autor:
Co-Autor: Nick DeGroot

Warum der Strick in der Box des dunkelhäutigen NASCAR-Fahrers Bubba Wallace in Talladega doch keine rassistisch motivierte Aktion war

Ein Strick in der Box des einzigen dunkelhäutigen Fahrers im NASCAR-Cup, und das in dessen Heimat in Alabama im Süden der Vereinigten Staaten. Nicht nur aufgrund der BlackLivesMatter-Bewegung kam deshalb der Verdacht auf, es könnte sich um eine rassistisch motivierte Tat handeln. Doch dieser Verdacht erhärtete sich nicht.

Das Federal Bureau of Investigation (FBI), die zentrale Sicherheitsbehörde der USA, stellte bei seiner Untersuchung fest: Der Strick - Fotos zeigen ihn seitlich am Garagentor - war keineswegs spontan in der Box von Wallace angebracht worden, sondern nachweislich bereits 2019 dort vorhanden.

"Unsere Schlussfolgerung ist: Es wurde kein Verbrechen begangen", heißt es weiter im Untersuchungsbericht des FBI, das mit 15 Special Agents vor Ort gewesen war, um in Talladega Gespräche zu führen und Nachforschungen anzustellen.

Ermittlungen wurden eingestellt

"Das FBI hat in Erfahrung gebracht: Box Nummer vier, in der sich der Strick befand, wurde erst letzte Woche Wallace zugeordnet. Die Untersuchung hat jedoch auch Beweise ergeben, unter anderem durch authentisches Videomaterial von NASCAR, wonach der Strick [...] sich schon im Oktober 2019 in dieser Box befunden hat."

Das FBI erklärt weiter: "Niemand konnte wissen, dass Herr Wallace diese Box erhalten würde." Deshalb würden die Ermittlungen eingestellt.

Darrell Wallace, Richard Petty

Fahrer, Crews und NASCAR-Vertreter stellten sich demonstrativ hinter Wallace

Foto: Motorsport Images

NASCAR zeigt sich in einer ersten Stellungnahme erleichtert, weil Wallace "nicht das Ziel einer Hass-motivierten Tat" geworden sei. "Wir begrüßen die rasche und gründliche Untersuchung des FBI und sind dankbar zu erfahren, dass es keine absichtliche rassistische Aktion gegen Bubba war."

NASCAR-Boss erleichtert

Später äußerte sich NASCAR-Präsident Steve Phelps noch detaillierter: "Für uns bei NASCAR ist es das beste Ergebnis, das wir uns erhoffen konnten. Es war verstörend, dass man gedacht hatte, einer aus unseren Reihen hätte eine solche abscheuliche Tat vollbringen können."

Und Phelps betont: "Diese Untersuchung war wichtig für uns. In unserem Sport ist kein Platz für Rassismus und Hass."

Entscheidend zur Auflösung beigetragen hatte ein Mitarbeiter des Teams Wood Brothers. "Er erinnerte sich daran, im Herbst in dieser Box eine Schlinge an einem Seil gesehen zu haben", so heißt es in einem Statement des Rennstalls. "Wir haben NASCAR sofort davon in Kenntnis gesetzt und die Untersuchung bestmöglich unterstützt."

 

"Eine große Gemeinschaft"

Deshalb spricht Phelps allen Beteiligten ein großes Lob aus. "Die Gemeinschaft hat uns viel Unterstützung zuteilwerden lassen", meint er. Das unterstreiche besonders der symbolische Akt von allen Fahrern und Teams, Wallace in die Startaufstellung zu begleiten.

"In meinen Augen war das einer der wichtigsten Tage in unserer Geschichte. Er wird bis zum Ende meiner Tage in meinen Gedanken nachhallen", sagt Phelps weiter.

"NASCAR ist eine große Familie, eine große Gemeinschaft. Wir alle dachten, jemand hätte einen aus unseren Reihen attackiert. Es stellte sich heraus: Das war nicht der Fall. Doch als wir den Verdacht hatten, unterstützte jeder Bubba Wallace und die 43. Und das war ein sehr starkes Bild, nicht nur in der Geschichte unseres Sports, sondern für den Sport allgemein."

Weitere Co-Autoren: Charles Bradley. Mit Bildmaterial von NASCAR Media.

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