Kevin Harvick und sein Erfolgsrezept von Phoenix

Rekordjagd: Kein aktueller NASCAR-Pilot hat auf einer Strecke soviel Erfolg wie Kevin Harvick in Phoenix.

Sollte Kevin Harvick am Sonntagabend (ab 20:00 Uhr, live auf Motorvision TV) das Quicken Loans Race for Heroes 500 auf dem Phoenix International Raceway gewinnen können, wäre dies durchaus ein historisches NASCAR-Ereignis.

Denn bislang gibt es in der 65-jährigen NASCAR-Historie erst zwei Piloten, die auf einer Strecke fünf oder mehr Siege in Folge holten.

Richard Petty gewann in Richmond sieben Rennen (1970 bis 1973) en suite. Darrell Waltrip glückte dies in Bristol in den Jahren 1981 bis 1984. Zudem siegte Waltrip auf dem mittlerweile stillgelegten North Wilkesboro Speedway fünfmal in Folge (1981 bis 1983).

Ein fünfter Harvick-Sieg in Phoenix wäre also das erste Mal in der jüngeren NASCAR-Vergangenheit, dass ein Pilot auf einer Strecke eine wirklich dauerhafte Dominanz ausüben kann.

Dementsprechend deutlich ist die Favoritenrolle Harvicks auf dem Papier. Doch der Kalifornier will sich davon nicht beeindrucken lassen.

"So etwas kann sich jeden Augenblick in Luft auflösen", sagt der Stewart/Haas-Pilot vor dem Phoenix-Wochenende. "Das ist das große Problem des Erfolges: Du musst immer versuchen, neue Dinge auszuprobieren, damit es weitergeht. Wenn du das nicht machst, dann stagnierst du und wirst überholt."

Sein Erfolgsrezept lautet: "Phoenix ist ein flaches Ein-Meilen-Oval, wo du immer versuchen solltest, frische Reifen zu haben. Leider ist die Track-Position genauso wichtig."

"Vieles hängt in Phoenix vom Wetter ab. Je kühler es ist, desto wichtiger wird die Track-Position. Je heißer es ist, desto mehr Reifenverbrauch wirst du haben."

Soll heißen: Eine wichtige Erfolgskomponente in der Wüste von Arizona ist das richtige Lesen der äußeren Bedingungen.

"In unserem Sport sind die Bedingungen niemals gleich", weiß der NASCAR-Titelverteidiger. "Der Reifenverschleiß ändert sich quasi permanent und das macht in Sachen Balance einen gewaltigen Unterschied."

"Wieviel Abtrieb bekommst du? Wieviel Tape am Kühlergrill brauchst du? Das sind alles die Kleinigkeiten, mit denen du umgehen musst. Zudem gibt es eine ganze Menge richtig guter Piloten und viele andere Umstände, die dazu führen können, dass es schief geht."

"Du musst einfach an dieses Wochenende mit einer Einstellung herangehen, als hättest du dort noch nie gewonnen und versuchen, das Auto perfekt hinzubekommen."

Interessanterweise muss Harvick sein Spezialrennen nicht zwingend gewinnen. Schon ein zweiter Platz würde ihm reichen, um in die Final-Four von Homestead vorzustoßen.

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