Low Downforce in Kentucky: Zu wenig Abtrieb, zu viel Schrott?

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Low Downforce in Kentucky: Zu wenig Abtrieb, zu viel Schrott?
Stefan Ehlen
Autor: Stefan Ehlen
12.07.2016, 08:46

Elf Cautions in 267 Runden und richtig viel Kleinholz: Das neue Low-Downforce-Paket steht nach dem NASCAR-Rennen in Kentucky in der Kritik.

Sieg für Brad Keselowski, Team Penske, Ford
Jamie McMurray, Chip Ganassi Racing, Chevrolet
Kurt Busch, Stewart-Haas Racing, Chevrolet
Kyle Busch, Joe Gibbs Racing, Toyota
Crash in Kentucky (Screenshot)
Brad Keselowski, Team Penske, Ford; Carl Edwards, Joe Gibbs Racing, Toyota
Jimmie Johnson, Hendrick Motorsports, Chevrolet
Ryan Blaney, Wood Brothers Racing, Ford
Das Auto von Jimmie Johnson, Hendrick Motorsports, Chevrolet
Dale Earnhardt Jr., Hendrick Motorsports, Chevrolet
Sieger Brad Keselowski, Team Penske, Ford
Brian Scott, Richard Petty Motorsports, Ford; Denny Hamlin, Joe Gibbs Racing, Toyota
Arbeiten in der Sprint-Cup-Garage während des Freien Trainings

Denn selbst NASCAR-Branchengrößen wie Jimmie Johnson, der sich früh im Rennen mit einem Dreher in die Mauer verabschiedete, hatten ihre liebe Not mit dem reduzierten Abtrieb.

„Man konnte mit dem Auto einfach nicht ans Limit gehen“, erklärt etwa Dale Earnhardt Jr.

 

Was aber auch damit zusammenhing, dass am Kentucky Speedway umfangreich umgebaut worden war: Das Tri-Oval hatte in den Kurven 1 und 2 ein steileres Banking erhalten und rundherum eine neue Asphaltdecke.

Zudem stellte NASCAR-Ausrüster Goodyear extrem konservative Reifen bereit, nachdem bei einem Test im Vormonat Blasen aufgetreten waren.

Die 40 Sprint-Cup-Piloten und ihre Teams sahen sich also mit vielen Unbekannten konfrontiert.

„All dies macht es schwierig, konkrete Schlüsse aus diesem Rennen zu ziehen“, sagt Scott Miller von NASCAR. Die besonderen Umstände in Kentucky würden eine genaue Analyse des neuen Low-Downforce-Pakets kaum zulassen.

Zumal die Eindrücke ganz unterschiedlicher Natur sind. Rennsieger Brad Keselowski zum Beispiel hatte ganz offenbar seinen Spaß: „Das Auto war richtig schwierig zu fahren, aber im positiven Sinne. Es brauchte schon große Disziplin, um hier durchzukommen.“

„Ich halte es für eine tolle Herausforderung. Wir sind ja schließlich Profi-Rennfahrer und es sollte nicht einfach sein. Das war es nicht in Kentucky, sondern sehr, sehr schwierig.“

 

Earnhardt Jr. wiederum wirkt nicht überzeugt. „Ich weiß nicht, ob all das zusammen eine gute Kombination war. Allerdings könnte dieses Paket auf anderen Strecken funktionieren – mit anderen Reifen und mit einer anderen Asphaltdecke“, meint er.

„In Kentucky sind wir viel gerutscht. Und da verlierst du schnell mal ein paar Positionen. Das ist anderen passiert, das ist auch mir passiert. So Rennen zu fahren ist nicht sehr schön. Man konnte ja nicht mal nebeneinander fahren. Wir haben da also ein Problem.“

Um eben diesem auf den Grund zu gehen, werden Vertreter der Teams am Mittwoch zu einem NASCAR-Gipfeltreffen mit den Verantwortlichen gebeten. Neben der technischen Ausrichtung für 2017 wird dann auch das Low-Downforce-Paket ein Thema sein – und ob es in Kürze in Michigan sein Comeback im Sprint-Cup geben wird.

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