Matt Kenseth bleibt gesperrt: NASCAR-Chef Brian France zum Urteil

Einspruch abgelehnt: Matt Kenseth bleibt in Texas und Phoenix gesperrt – NASCAR-Chef Brian France erklärt das harte Durchgreifen.

Zwei letzte sportgerichtliche Instanzen versuchten Joe Gibbs Racing und Matt Kenseth am Donnerstag zu durchlaufen – vergebens.

Beide noch möglichen Einsprüche wurden abgeschmettert, der 43-Jährige bleibt nach seinem Revanchefoul von Martinsville für die beiden NASCAR-Wochenenden in Texas und Phoenix gesperrt.

„Das ist nicht so gelaufen, wie wir uns das gewünscht haben“, gab ein sichtlich enttäuschter Kenseth anschließend zu Protokoll. „Nun bin ich der erste Fahrer in der 65-jährigen NASCAR-Geschichte, der aufgrund eines Vorfalls in einem Sprint-Cup-Rennen gesperrt wird.“

Kenseth schoss in Martinsville den zu diesem Zeitpunkt führenden Joey Logano (Penske-Ford) ab, obwohl er nach einer vorangegangenen Kollision selbst keine Chance mehr auf eine Top-Platzierung hatte.

Matt Kenseth fühlt sich unfair behandelt

„Ich fühle mich unfair behandelt“, sagte der NASCAR-Champion des Jahres 2003. „An mir wurde ein Exempel statuiert und nicht erklärt, wo die Grenzen sind und wie sie bestraft werden.“

Dies erledigte NASCAR-Chef Brian France gegenüber SiriusXM-Radio: „Wir haben im Frühjahr allen Beteiligten gegenüber klar zu verstehen gegeben, dass es nicht geht, wenn irgendjemand absichtlich versucht, den Ausgang von einzelnen Rennen oder sogar der Meisterschaft zu beeinflussen. Das überschreitet eine Grenze und es ist mehr als nur ein Racing-Problem zwischen zwei Piloten.“

Damit sprach France das klassische NASCAR-Payback an. Im Fall Kenseth hätte Leader Logano mit einem Martinsville-Sieg das Ticket für die „Final Four“ von Homestead lösen können.

Trotzdem wirft diese Sperre die Frage auf, wie NASCAR das klassische, lockere Prinzip des „Boys, have at it“ in Zukunft regulieren möchte.

„Was wir damit meinen ist: Legt los Jungs, betreibt euer normales Business und wenn wir einmal überregulieren, dann gehen wir einen Schritt zurück und lassen die normale Rennaction im NASCAR-Sport zu. So ist das gemeint, und das versuchen wir umzusetzen.“

„Wenn aber eine Grenze überschritten wird, und das war unserer Meinung nach in Martinsville der Fall, dann greifen wir ein und regeln das.“

Ein 19-Jähriger statt Kenseth im Gibbs-Toyota

Für Kenseth bedeutet dieses Eingreifen nun zwei Wochenenden Pause auf der Ersatzbank.

„Ich werde mich aber nicht ändern“, verspricht der 43-Jährige. „Ich werde auch nichts daran ändern, für was ich stehe. Ich bin schon so lange in diesem Geschäft und kann auf eine tolle Karriere blicken. Ich werde auf der Strecke auch weiterhin den Respekt bekommen, den ich verdiene. Jetzt freue ich mich auf Homestead und hoffe, dass es zum Saisonende noch mit einem Sieg klappen wird.“

Immerhin hatte sein Einspruch eine kleine Änderung zur Folge: Die ursprünglich sechsmonatige Bewährungsstrafe wurde zum 31.12.2015 gekürzt.

In Texas und Phoenix soll der 19-jährige Truck-Tabellenführer Erik Jones den Gibbs-Toyota mit der Startnummer 20 steuern.

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