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Meisterteam Stewart-Haas stellt nach der NASCAR-Saison 2024 den Betrieb ein

Paukenschlag in der NASCAR: Das Team von Tony Stewart und Gene Haas schließt nach der Saison 2024 die Tore

Meisterteam Stewart-Haas stellt nach der NASCAR-Saison 2024 den Betrieb ein

Ein Meisterteam verabschiedet sich: Tony Stewart und Gene Haas haben beschlossen, ihre NASCAR-Teams in der Cup- und Xfinity-Serie nach der Saison 2024 einzustellen. Das Team holte 2011 und 2014 die Cup-Titel und gewann 2023 die zweitklassige Xfinity-Serie. Vier Charterverträge hängen an den Cup-Teams, insgesamt sechs Autos werden ab 2025 nicht mehr zu sehen sein.

22 Jahre lang war Haas Teil der NASCAR, seit 2009 ist NASCAR-Legende Stewart Teil des Teams. Gemeinsam brachten sie den Rennstall an die Spitze des Sports. 2011 wurde Teamchef Stewart selbst Champion, 2014 holte Kevin Harvick den zweiten Titel. 2023 gewann Cole Custer die Xfinity-Serie. Cole Custers Vater Joe ist einer der Strippenzieher des Teams und neben NASCAR auch im Formel-1-Geschäft von Haas involviert.

Damit stehen nach der Saison 2024 insgesamt sechs Fahrer dem Markt zur Verfügung: Chase Briscoe, Josh Berry, Noah Gragson und Ryan Preece fahren derzeit für Stewart-Haas in der Cup-Serie, Custer und Riley Herbst in der Xfinity-Serie. Vier Charterverträge könnten für viel Geld den Besitzer wechseln, aber diese Papiere müssen erst verlängert werden, bevor Stewart und Haas sie zu Geld machen können. NASCAR und die Teams befinden sich derzeit in schwierigen Gesprächen über die Zukunft des Chartersystems.

Rätselraten um Charterverträge

Diese Charterverträge wurden 2016 eingeführt und an 36 Teams ausgegeben, wobei in den USA ein Auto einem Team entspricht. Diese 36 Charter-Vertragsinhaber erhalten einen garantierten Startplatz bei allen Meisterschaftsläufen und einen festen Anteil am Preisgeld. Gleichzeitig sind sie verpflichtet, an allen Rennen teilzunehmen. Seit Einführung der Verträge hat sich der Wert der Papiere verzehnfacht, Live Fast soll 2023 einen Chartervertrag für rund 37 Millionen Euro an Spire verkauft haben.

Es wäre also ein lukratives Geschäft für die beiden Eigner, die Verträge und das Vermögen zu verkaufen, Interessenten soll es genug geben. Dazu gehören Front Row, Trackhouse und auch JR Motorsports. Das Team von Dale Earnhardt jun. könnte also durch das Aus von Stewart-Haas den Sprung in die NASCAR-Oberliga schaffen, allerdings müsste dafür Rick Hendrick aus dem Team herausgekauft werden, da er nur an einem Team in der Cup-Serie beteiligt sein darf. Ein Sprecher von Stewart-Haas deutete an, dass das Xfinity-Team unter anderem Banner weiterbestehen könnte.

Doch wie kam es überhaupt zum bitteren Ende von Stewart-Haas? Seit 2009 und dem Einstieg von Stewart galt das Team als eines der Topteams in der Serie. Stewart und Harvick holten damals mit Chevrolet die Titel, 2017 folgte der Wechsel zu Ford. Der Vertrag mit dem Hersteller läuft jedoch nach der Saison 2024 aus. Seit fast zwei Jahren ist der Rennstall jedoch sieglos, die Rücktritte von Harvick und Aric Almirola haben eine große Lücke hinterlassen.

Aus ein herber Verlust für den Sport

Doch nicht nur sportlich haben die beiden Topfahrer ein Loch in das Geschäft von Stewart-Haas gerissen, auch wirtschaftlich sind mit Busch Beer und Smithfield zwei große Sponsoren weggebrochen. Während Busch zu Trackhouse und Ross Chastain wechselte, beendete Smithfield sein NASCAR-Sponsoring, das mit Almirola verbunden war. In der Saison 2024 geht das Team mit einem jungen Team an den Start, dem es aktuell an Durchschlagskraft für Siege fehlt.

Harvick holte 2022 in Richmond den bislang letzten Sieg für Stewart-Haas, seitdem herrscht trotz 69 Cup-Siegen eine Schockstarre im Team. Zudem war Stewart, selbst ein dreimaliger NASCAR-Champion, immer seltener auf der Rennstrecke anzutreffen, da er sich auf sein Top-Fuel-Dragster-Programm in der NHRA konzentrierte. Dort fährt auch seine Verlobte Leah Pruett.

Tony Stewart

Tony Stewart beendet sein Engagement in der NASCAR-Serie

Foto: Superstar Racing Experience

Der Verlust von Stewart-Haas schmerzt nicht nur NASCAR und die Fans, sondern auch Ford. Der Autohersteller folgte 2017 als Nachfolger von Chevrolet. Stewart, ein bekennender Chevrolet-Fan, war plötzlich ein Topteam der Ford Motor Company. Der Erfolg stellte sich ein, doch Ford und Stewart-Haas schrammten gemeinsam immer wieder knapp am Titel vorbei.

Das sind die Gründe des Rückzugs

Doch was sind die Gründe für das Ende des einstigen Topteams in der NASCAR-Serie? Die Begründungen und Erklärungen geben nicht viel her: "Es war keine einfache Entscheidung, und sie wurde auch nicht schnell getroffen. Rennfahren ist ein arbeitsintensiver Sport. Er erfordert vollen Einsatz und viele Ressourcen. Man muss 365 Tage im Jahr die Einstellung haben, besser zu sein als alle anderen."

Und weiter: "Das ist es, was den Erfolg so befriedigend macht. Dieser Einsatz bedeutet aber auch, dass man das Maximum geben muss, aber es ist sehr schwierig, dies nachhaltig zu tun. Wir haben sowohl im privaten als auch im beruflichen Leben Punkte erreicht, an denen es besser ist, die Fackel weiterzugeben. Wir sind stolz auf die Siege und Titel, die wir seit unserer Fusion im Jahr 2009 errungen haben."

Besonders stolz ist Stewart-Haas auf die Kultur und die Freundschaften, die sich innerhalb des Teams entwickelt haben. Der Rennstall will in seiner letzten Saison noch einmal alles geben und versuchen, beim Finale in Phoenix eine Rolle zu spielen. "Wir respektieren unsere Mitarbeiter und danken ihnen für alles. Wir werden hart daran arbeiten, den Wandel zu vollziehen und ihnen auch nach der Saison 2024 Chancen zu eröffnen", heißt es.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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