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Nach Daytona-Unfällen: Erhitzte Gemüter und Schuldzuweisungen der Fahrer

Es krachte gleich mehrmals beim Sommerrennen der NASCAR-Serie in Daytona - Die Fahrer schieben sich gegenseitig den Schwarzen Peter zu

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Nach Daytona-Unfällen: Erhitzte Gemüter und Schuldzuweisungen der Fahrer

Das Sommerrennen im NASCAR-Cup am Daytona International Speedway hatte es in sich. Gleich zweimal krachte es heftig: Beim ersten Crash verlor Brad Keselowski die Kontrolle über seinen Ford Mustang. Er riss dabei unter anderen seinen Markenkollegen Kevin Harvick mit ins Verderben. An der Spitze lösten anschließend Austin Dillon und Clint Bowyer einen "Big One" aus.

Der zweite Unfall entschied das Rennen, das überraschend nach einem Abbruch wegen Regens von Justin Haley gewonnen wurde (zum Rennbericht). Was war passiert? Bowyer gab Dillon auf der Außenbahn einen Stoß, weshalb der Childress-Fahrer an Denny Hamlin vorbeiziehen konnte. Bowyer versuchte dann, innen an Dillon vorbeizukommen. Die Startnummer 3 zog jedoch runter und es kam zum Kontakt. Im Big One waren letztendlich 17 Fahrer involviert.

 

Bowyer hat in Dillon den Schuldigen gefunden: "Du musst jemanden hinter dir haben, wenn du blocken willst. Ich war aber schon neben ihm. Das war ein verdammt schlechtes Manöver. Er hat alles versucht, um in Führung zu bleiben, aber das war ziemlich dumm."

Dillon verteidigt seine aggressive Fahrweise: "Ich habe die Blitze am Himmel gesehen und deshalb hatte ich es eilig, die Führung zu übernehmen. Ich wurde von hinten nach vorne gedrückt und mein Plan war, sofort nach unten zu ziehen, als ich an der Nummer 11 vorbei war. Ich habe einfach versucht, dieses Rennen zu gewinnen."

Keselowski verliert die Kontrolle

Früher im Rennen erwischte es Brad Keselowski, der nach einem Schubser von Markenkollege Harvick in die Mauer krachte. Der Ford-Fahrer sieht die Schuld aber nicht beim Stewart-Haas-Piloten: "Er hat mir einen guten Push gegeben, aber ich habe nicht genügend Grip gehabt und deshalb die Kontrolle verloren." In dem Unfall waren sechs Fahrer verwickelt.

 

Die Bedingungen waren in Daytona äußerst schwierig: Aufgrund der heißen Temperaturen war die Strecke sehr warm und rutschig. Das war auch ein Grund, warum Keselowski den Crash nicht verhindern konnte. "Das Handling war solide, aber das hat nicht gereicht, um den Abflug zu verhindern", so die Erklärung des Penske-Fahrers.

Nachricht an William Byron

Es war nicht das erste Mal, dass Keselowski am Daytona-Wochenende im Mittelpunkt stand. Im Freien Training räumte der Penske-Fahrer Youngster William Byron ab, der aufgrund des Heckschadens ins Ersatzauto musste.

Byron wechselte im Training direkt vor Keselowski die Linie. Der Ford-Fahrer fasste das als Block auf und entschied sich, nicht vom Gas zu gehen. Er berührte Byron am Heck und beschädigte so das Fahrzeug. Der Hendrick-Pilot schaffte es aber, einen Einschlag zu verhindern.

 

Keselowski spricht davon, dass er eine Nachricht an alle Fahrer übermitteln wollte. "Ich gehe nicht mehr vom Gas", so der Penske-Fahrer, der von den aggressiven Blockmanövern genervt ist. Byron nimmt die Situation gelassen auf und spricht von einem "unnötigen" Manöver seitens Keselowski.

Teamkollege Jimmie Johnson sagt, dass "keine Nachricht angekommen" sei. Der siebenmalige NASCAR-Champion ist ebenfalls der Meinung, dass Keselowski anders hätte reagieren müssen. Keselowski und Byron haben die Situation noch nicht in einem persönlichen Gespräch aus der Welt geschafft ...

Mit Bildmaterial von LAT.

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