Registrieren

Kostenlos registrieren

  • Direkt zu Deinen Lieblingsartikeln!

  • Benachrichtigungen für Top-News und Lieblingsfahrer verwalten

  • Artikel kommentieren

Motorsport Prime

Premium-Inhalte entdecken
Registrieren

Edition

Deutschland
Rennbericht
NASCAR Cup Clash in Los Angeles

NASCAR Los Angeles: Truex-Triumph in wildem Stadion-Clash

Martin Truex Jr. (Gibbs-Toyota) gewinnt die von 16 Gelbphasen gespickte zweite Auflage des Clash auf dem Short-Track im Los Angeles Memorial Coliseum

NASCAR Los Angeles: Truex-Triumph in wildem Stadion-Clash

NASCAR feiert in diesem Jahr 75-jähriges Bestehen. Der Auftakt erfolgte auch im Jubiläumsjahr in Form des Clash, bei dem es traditionell noch keine Punkte für die Gesamtwertung der NASCAR Cup Series gibt.

Zum zweiten Mal nach 2022 wurde der Clash als Busch Light Clash im Los Angeles Memorial Coliseum, dem altehrwürdigen Olympiastadion in Downtown L.A., ausgetragen. Gestartet wurde diesmal erst bei Sonnenuntergang. Ins Ziel ging es bei Vollmond unter Flutlicht.

FOTOS: NASCAR-Clash im Los Angeles Memorial Coliseum

Gefahren wurde wie schon bei der Premiere im vergangenen Jahr wieder auf dem temporär im Inneren des Stadtions angelegten Viertelmeilen-Oval. Als Sieger der zweiten Clash-Auflage in Los Angeles hat sich Martin Truex Jr. (Gibbs-Toyota) in die Geschichtsbücher eingetragen. Er setzte sich am Sonntagabend im turbulenten Hauptrennen (150 Runden) allen voran gegen das Childress-Duo Austin Dillon und Kyle Busch durch.

ERGEBNIS: NASCAR-Clash im Los Angeles Memorial Colisuem

Aric Almirola (Stewart/Haas-Ford), der 2023 ursprünglich gar nicht mehr fahren wollte, startete von der Pole. Im Sommer 2022 hatte er seine Rücktrittentscheidung von vor einem Jahr revidiert und für zwei weitere Jahre bei Tony Stewart und Gene Haas unterschrieben. Und weil er am Sonntag bei Tageslicht den ersten Vorlauf (Heat-Race) für sich entschied, eroberte Almirola die Pole für das Hauptrennen im L.A. Coliseum.

Das Stadion, das in der NASCAR-Konfiguration "nur" 50.000 Zuschauer fasst, war nicht ausverkauft. Verglichen mit dem Vorjahr aber, als das Gen7-Auto brandneu war, gab es nun mit einem Jahr Erfahrung deutlich mehr Überholmanöver und Racing auf dem ultrakurzen Short-Track, aber auch deutlich mehr Gelbphasen.

Almirola führte bis zur ersten von letztlich 16 Gelbphasen. Beim ersten Restart aber entschied sich Almirola aufgrund eines Missverständnisses am Funk irrtümlich für die Außen- statt für die Innenbahn. Prompt wurde er durchgereicht. Denny Hamlin (Gibbs-Toyota) übernahm das Kommando, bevor er, der Mitbesitzer von 23XI Racing, ausgerechnet von 23XI-Pilot Bubba Wallace angeschoben und von P1 verdrängt wurde.

 

Während Hamlin ähnlich durchgereicht wurde wie zuvor Almirola und dann noch von Ross Chastain (Trackhouse-Chevrolet) umgedreht wurde, führte Wallace das Rennen bis zur fest angesetzten Halbzeitpause (Runde 75) an.

Als nach der musikalischen Halftime-Show (Wiz Khalifa) mit Racing weiterging, behauptete sich Bubba Wallace noch einige Runden an der Spitze. Dann übernahm der nach einem Jahr Pause in die NASCAR-Topliga zurückgekehrte Ryan Preece (Stewart/Haas-Ford) auf der eigentlich ungeliebten Außenbahn das Zepter.

 

Preece führte bis 25 Runden vor Schluss. Dann wurde er von Martin Truex Jr. von P1 verdrängt. Dabei blieb es an der Spitze. Truex Jr., der im vergangenen Jahr den Einzug in die Playoffs verpasst hatte, hat sich somit zurückgemeldet, wenngleich ihm der Clash-Sieg in Bezug auf einen Playoff-Einzug 2023 nichts bringt.

Kyle Busch mit starker Aufholjagd

Zweiter wurde Austin Dillon (Childress-Chevrolet) direkt vor seinem neuen Teamkollegen Kyle Busch. Letztgenannter zeigte die stärkste Aufholjagd im turbulenten Rennen, denn nach einem Rammstoß von Vorjahressieger Joey Logano (Penske-Ford) war Busch zwischenzeitlich fast Letzter gewesen. Am Ende holte er sich als Dritter eine der erstmals beim Clash vergebenen Medaillen ab.

Podium: 1. Martin Truex Jr., 2. Austin Dillon, 3. Kyle Busch

Podium: 1. Martin Truex Jr., 2. Austin Dillon, 3. Kyle Busch

Foto: Motorsport Images

Die meisten Gelbphasen gab es aufgrund von Kollisionen. Erst wurde Erik Jones von Michael McDowell umgedreht, dann Ryan Blaney von Chase Briscoe, dann A.J. Allmendinger von Todd Gilliland, dann wie schon erwähnt Denny Hamlin von Ross Chastain, dann Ty Gibbs von Hamlin, dann Kevin Harvick von Gilliland, dann McDowell von Christopher Bell, dann Gilliland wiederum von Harvick, dann Bell von Allmendinger, dann wie erwähnt Kyle Busch von Joey Logano, dann Justin Haley von Tyler Reddick, dann Briscoe von Noah Gragson, dann Blaney von Reddick.

Zehn Runden vor Schluss brachte Michael McDowell die 15. Gelbphase heraus, weil ihm der Sprit ausgegangen war. Es war noch nicht die letzte Caution im Rennen. Sieben Runden vor Schluss wurde Bubba Wallace im Kampf um P2 von Austin Dillon umgedreht. Davon unbeeindruckt brachte Martin Truex Jr. seinen ersten Sieg beim punktelosen Auftakt in ein NASCAR-Jahr ins Ziel.

Sechs Vorläufe: Brad Keselowski und Co. raus

Bevor es direkt bei Sonnenuntergang in Los Angeles ins Hauptrennen ging, wurden sechs Vorläufe (Qualifikationsrennen) ausgetragen, um aus den 36 gemeldeten Piloten diejenigen 27 zu ermitteln, die am 150-Runden-Rennen teilnehmen.

Den Cut nicht geschafft haben Brad Keselowski und Chris Buescher (beide RFK-Ford), Harrison Burton (Wood-Ford), Ricky Stenhouse (JTG-Chevrolet), Corey LaJoie und Ty Dillon (beide Spire-Chevrolet), J.J. Yeley und Cody Ware (beide Ware-Ford) sowie B.J. McLeod (Live-Fast-Chevrolet).

Gewonnen wurden die ersten vier Qualifikationsrennen (Heat-Race 1 bis Heat-Race 4) von Aric Almirola, Martin Truex Jr., Denny Hamlin und William Byron. Nicht nur die Sieger, sondern die Top 5 jedes der vier Heat-Races (jeweils 25 Runden) qualifizierten sich direkt für das Hauptrennen. Almirola eroberte als Sieger von Heat 1 wie bereits erwähnt die Pole, Truex Jr. als Sieger von Heat 2 den zweiten Startplatz, und so weiter bis hin zu Erik Jones als Fünftplatzierter von Heat 4 den 20. Startplatz.

Vier Heat-Races, vier Gelbphasen aufgrund von Kollisionen: In Heat 1 wurde Harrison Burton von Noah Gragson umgedreht, in Heat 2 Austin Cindric von Kevin Harvick, in Heat 3 erst Brad Keselowski von Daniel Suarez und dann Christopher Bell von Todd Gilliland. So mussten Burton, Cindric und Keselowski in den Last-Chance-Races antreten. Dort trafen sie unter anderem auf Chase Elliott, der im Kampf um P5 in Heat 2 auf dem letzten Meter von Harvick abgefangen wurde.

 

In den beiden Last-Chance-Qualifiers (jeweils 50 Runden) zogen jeweils die Top 3 nachträglich noch ins Hauptrennen ein. Gewonnen wurden diese Last-Chance-Races von Michael McDowell und Chase Elliott.

Damit fuhren sich McDowell und Elliott genau wie die Zweitplatzierten Christopher Bell und Ty Gibbs sowie die Drittplatzierten Todd Gilliland und A.J. Allmendinger noch ins Feld. Indes mussten die oben genannten neun Fahrer inklusive Brad Keselowski einpacken.

Brad Keselowski

Brad Keselowski hat wie 2022 den Einzug ins Hauptrennen in L.A. verpasst

Foto: Motorsport Images

Eigentlich hätte anhand seiner Platzierung im zweiten Last-Chance-Race (P5) auch Penske-Pilot Austin Cindric den Einzug ins 27-köpfige Starterfeld verpasst. Er aber war derjenige, dem der sogenannte "Provisional" zugeteilt wurde, weil er in der NASCAR-Gesamtwertung 2022 besser abgeschnitten hatte als die neun endgültigen Nicht-Qualifikanten des Clash 2023.

Der Clash in Los Angeles war nur der Startschuss ins NASCAR-Jahr 2023. So richtig Fahrt auf nimmt die 75. Saison des größten Stockcar-Verbands dann in zwei Wochen, und zwar mit der 65. Auflage des Daytona 500 am 19. Februar.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

Vorheriger Artikel NASCAR vs. F1 in USA: Clint Bowyer würde "Geld auf NASCAR setzen"
Nächster Artikel NASCAR-Star Kyle Busch verrät: Mit Waffe bei Ausreise aus Mexiko verhaftet

Kostenlos registrieren

  • Direkt zu Deinen Lieblingsartikeln!

  • Benachrichtigungen für Top-News und Lieblingsfahrer verwalten

  • Artikel kommentieren

Motorsport Prime

Premium-Inhalte entdecken
Registrieren

Edition

Deutschland