Registrieren

Kostenlos registrieren

  • Direkt zu Deinen Lieblingsartikeln!

  • Benachrichtigungen für Top-News und Lieblingsfahrer verwalten

  • Artikel kommentieren

Motorsport Prime

Premium-Inhalte entdecken
Registrieren

Edition

Deutschland Deutschland
Rennbericht
NASCAR Cup Nashville

NASCAR Nashville: Joey Logano gewinnt irres Finish nach fünfmal Verlängerung!

Penske-Pilot Joey Logano der glückliche Sieger eines verrückten NASCAR-Rennens mit fünfmal Overtime nach einstündiger Unterbrechung im zweiten Segment

1. Joey Logano, Team Penske, Shell Pennzoil Ford Mustang

Joe Logano (Penske-Ford) hat am Sonntag mit Sieg in einem völlig verrückten Rennen die zweite Saisonhälfte der NASCAR-Saison 2024 eingeläutet. Auf dem Nashville Superspeedway setzte sich Logano in einem Finish mit fünf(!) Overtime-Restarts durch. In seinem gelben #22 Penske-Ford reichte der Sprit gerade so bis ins Ziel, was für viele seiner Gegner nicht galt.

FOTOS: NASCAR in Nashville

Das Rennen auf dem 1,33-Meilen-Oval mit Betonbelag, das im September erstmals das Saisonfinale der IndyCar-Serie ausrichten wird, war im zweiten von drei Segmenten (Stages) von einer gut einstündigen Unterbrechung gekennzeichnet. Letzten Endes aber wurden nicht nur die 300 angesetzten Runden komplett abgespult. Es gab sogar noch eine Verlängerung auf sage und schreibe 331 Runden!

ERGEBNIS: NASCAR in Nashville

Hinter Sieger Joey Logano, für den es der erste echte Saisonsieg 2024 ist, nachdem er bislang "nur" beim All-Star-Race triumphiert hatte, kamen im völlig irren Finish Zane Smith (Spire-Chevrolet) als Zweiter und Tyler Reddick (23XI-Toyota) als Dritter ins Ziel.

Zwei Stage-Siege für Christopher Bell

Denny Hamlin (Gibbs-Toyota) startete das denkwürdige Rennen von der Pole, mit Josh Berry (Stewart/Haas-Ford) neben ihm in der ersten Reihe. Polesetter führte Hamlin von Beginn an, hatte aber sofort seinen Gibbs-Teamkollegen Christopher Bell hinter sich.

 

Es dauerte keine 20 Runden, da machte sich Bell die Überrundung von Justin Haley (Ware-Ford) zu Nutze, um Hamlin die Führung abzunehmen. Der von Haley pilotierte Ford Mustang von Rick Ware Racing war bei der Technischen Inspektion durchgefallen, weshalb Haley das Rennen von ganz hinten starten musste.

Die meiste Führungsarbeit in Stage 1 verbuchte kein Gibbs-Pilot, sondern Michael McDowell (Front-Row-Ford), weil er seinen ersten Green-Flag-Stop deutlich später einlegte als die Spitzengruppe. Die erste Stage-Flagge wurde nach 90 Runden gezeigt.

Bis dahin hatte Christopher Bell die Führung längst wieder inne. So ging der Stage-1-Sieg an Bell, gefolgt von Denny Hamlin und von Tyler Reddick, der kurz vor der Flagge an Kyle Larson (Hendrick-Chevrolet) vorbeikam.

Einstündige Rotphase in Stage 2

Stage 2 begann mit Führung für Denny Hamlin, weil er nach dem Boxenstopp in der Stage-1-Caution ganz knapp vor Christopher Bell auf die Strecke zurückkam. Abgesehen von der Stage-Caution dauerte es bis Runde 116, bis die erste Gelbphase ausgerufen wurde.

Grund war ein Dreher von John Hunter Nemechek (Legacy-Toyota). Unter Gelb ging es an die Box und dabei wurde Christopher Bell an Denny Hamlin vorbei wieder in Führung gebracht. Ein Dreher von Ty Gibbs (Gibbs-Toyota) nach Berührung mit Alex Bowman (Hendrick-Chevrolet) sorgte direkt wieder für Gelb. Den folgenden Restart gab es noch, wobei Bell die Führung verteidigte.

Dann aber musste erneut Tempo herausgenommen werden. Und in diesem Fall dauerte es länger. Ein in der 137. Runde aufgezogenes Gewitter nämlich sorgte für eine Rotphase, die insgesamt eine Stunde und 20 Minuten dauerte, bevor zurück auf Gelb und schließlich wieder auf Grün geschaltet wurde.

 

Ein kompletter Rennabbruch war kein Thema, weil noch 13 Runden auf die Mindestdistanz (in diesem Fall 50 Prozent der Gesamtdistanz) fehlten. Auch Runden auf Regenreifen - wie etwa vor einer Woche in Loudon - waren kein Thema. Für das 1,33-Meilen-Oval in Nashville mit einer Kurvenüberhöhung von 14 Grad stehen keine Regenreifen bereit.

Als sich das Gewitter verzogen hatte und die Strecke komplett getrocknet war, machte Christopher Bell dort weiter, wo er zuvor unterbrechen musste, nämlich an der Spitze des Feldes. Als insgesamt 185 Runden zurückgelegt waren, hatte Bell auch den Stage-2-Sieg in der Tasche. In diesem Fall kamen Tyler Reddick und Kyle Larson als Zweiter und Dritter über die Line.

Stage 3: Christopher Bell crasht im Mittelfeld

Als das letzte Rennsegment (Stage 3 über 115 Runden) in Angriff genommen wurde, wäre das Rennen ohne die wetterbedingte Unterbrechung schon zu Ende gewesen. So aber war absehbar, dass das Ziel erst bei Sonnenuntergang erreicht werden würde. Aufgrund der fünf Anläufe, die es brauchte, um das Rennen in der Verlängerung endlich zu beenden, ging es sogar erst nach Sonnenuntergang unter Flutlicht ins Ziel.

Der Kampf um den Sieg wurde noch mehrmals von Gelbphasen für Zwischenfälle im Mittelfeld unterbrochen. So machten nacheinander unter anderem Riley Herbst (Ware-Ford), Erik Jones (Legacy-Toyota), Chase Elliott (Hendrick-Chevrolet) Bekanntschaft mit der Mauer oder drehten sich bei Start/Ziel ins Gras.

Mit abweichender Strategie wurde Ryan Blaney (Penske-Ford) in Führung gebracht, indem er in einer dieser Gelbphasen anders als die Spitze nicht an die Box kam. Christopher Bell, der Stage 1 und Stage 2 für sich entschieden hatte, bekam vier frische Reifen. Beim Restart musste er sich im Mittelfeld zurechtfinden und das ging schief: 73 Runden vor Schluss reihte sich auch Bell in die Liste derer mit Crash ein.

 

Ganz vorne führte Blaney mit seiner abweichenden Strategie, bis sich gut 50 Runden vor Schluss auch Brad Keselowski (RFK-Ford) mit Crash verabschiedete. In seinem Fall war eine Kollision mit Austin Dillon (Childress-Chevrolet) der Auslöser.

Beim folgenden Restart verlor Blaney die Führung an Ross Chastain (Trackhouse-Chevrolet). Kurz darauf kam Blaney unter Grün zum letzten Boxenstopp. Damit war seine Strategie im Eimer. Im völlig verrückten Finish wurde es für ihn am Ende trotzdem noch P6.

Irre Schlussphase mit fünfmal Verlängerung

Chastain und Co. nämlich konnten von da an durchfahren - theoretisch. Chastain gelang es beim Heimrennen von Trackhouse Entertainment aber nicht, den Vorjahressieg zu wiederholen. In der Schlussphase war Denny Hamlin der Schnellste. Der von der Pole ins Rennen gegangene Gibbs-Pilot hatte beim vorherigen Boxenstopp unter Gelb (als Ryan Blaney draußen geblieben war) vier frische Reifen erhalten, während Chastain mit nur zwei neuen Reifen bestückt wurde.

Bis sieben Runden vor Schluss währte Chastain alle Angriffsversuche von Hamlin ab. Dann aber geriet der Fahrer des Trackhouse-Chevrolet mit der Startnummer 1 in Turn 1 ins Rutschen. Hamlin im Gibbs-Toyota mit der Startnummer 11 ließ sich nicht zweimal bitten, ging vorbei. Mit dem Sieg aber sollte es auch für ihn nicht klappen. Ein Dreher von Austin Cindric (Penske-Ford) nach Kontakt mit Noah Gragson (Stewart/Haas-Ford) sorgte dafür, dass das Rennen in die Verlängerung (Overtime) ging.

 

Für Chastain freilich brachte die Verlängerung das Ende der Hoffnungen auf ein Top-Ergebnis, möglicherweise sogar den Sieg. Beim ersten Overtime-Restart wurde der Trackhouse-Pilot von Kyle Larson erwischt und landete an der Mauer. So gab es einen zweiten Overtime-Restart. Bei dem ging vorne alles gut, dafür krachte es auf der Gegengerade im Hinterfeld.

So gab es einen dritten Overtime-Restart. Der ging wieder schief. In der ersten Reihe nahmen Denny Hamlin und Kyle Larson Aufstellung. Aber im Moment, als Grün gezeigt wurde, war in Larsons Hendrick-Chevrolet der Tank trocken. Hintermann Kyle Busch hatte keine Chance zu reagieren.

Busch wurde von seinem Hintermann Chase Elliott umgedreht - Aus für Busch, der kurz zuvor beim Crash von Ross Chastain noch großes Glück hatte, seine Position im Feld wieder einnehmen zu dürfen. Larson schaffte es noch an die Box, setzte das Rennen fort und kam letztlich auf P8 ins Ziel.

 

Weil es aber einen vierten Overtime-Restart gab, mussten auch Hamlin und Co. ihre Strategie anpassen. Sie kamen wie Larson zu einem letzten Boxenstopp unter Gelb, um ein paar Liter Sprit nachfüllen zu lassen. Damit war die Führung für Hamlin futsch. Er wurde letztlich Zwölfer. Vorne übernahmen diejenigen, die schon länger auf abweichender Strategie unterwegs waren.

So führte beim vierten Overtime-Restart plötzlich Joey Logano mit Chase Briscoe (Stewart/Haas-Ford) neben ihm in der ersten Reihe. Weil aber eingangs der Gegengerade Briscoes Stewart/Haas-Teamkollege Josh Berry im Hinterfeld crashte, gab es sogar noch einen fünften Overtime-Restart. Dafür reichte auch bei Briscoe der Sprit nicht mehr.

Den fünften und letzten Overtime-Restart führte Logano an. Eine Runde später, als die weiße Flagge für die letzte Runde gezeigt wurde, hatte er Tyler Reddick als ersten Verfolger. Der aber wurde auf den letzten Metern noch von Zane Smith auf den dritten Platz verdrängt. Als Vierter kam Ryan Preece (Stewart/Haas-Ford) ins Ziel. Fünfter wurde Chris Buescher (RFK-Ford).

Im NASCAR Cup-Kalender steht am kommenden Sonntag (7. Juli) das einzige Stadtrennen auf dem Programm. Gefahren wird wie bei der Premiere vor einem Jahr wieder auf dem 3,5 Kilometer langen Kurs im Grant Park in Chicago.

Mit Bildmaterial von Motorsoirt Images.

Vorheriger Artikel NASCAR Loudon: Bell "klaut" Reddick den Sieg nach zwei Stunden Pause
Nächster Artikel NASCAR Chicago: Alex Bowman gewinnt vorzeitig beendetes Stadtrennen

Kostenlos registrieren

  • Direkt zu Deinen Lieblingsartikeln!

  • Benachrichtigungen für Top-News und Lieblingsfahrer verwalten

  • Artikel kommentieren

Motorsport Prime

Premium-Inhalte entdecken
Registrieren

Edition

Deutschland Deutschland