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NASCAR-Piloten unter Zugzwang: Krachte es deshalb in Daytona?

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NASCAR-Piloten unter Zugzwang: Krachte es deshalb in Daytona?
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10.07.2018, 13:17

In beiden NASCAR-Rennen am Daytona International Speedway kam es im Kampf in den Top 10 häufig zu Unfällen – Martin Truex Jr. und AJ Allmendinger erklären warum

Crash: Ricky Stenhouse Jr., Roush Fenway Racing, Ford Fusion Fifth Third Bank
Crash: Ricky Stenhouse Jr., Roush Fenway Racing, Ford Fusion Fifth Third Bank Kyle Larson, Chip Ganassi Racing, Chevrolet Camaro Credit One Bank
Crash: Clint Bowyer, Stewart-Haas Racing, Chevrolet Camaro Haas 30 Years of the VF1 and Darrell Wallace Jr., Richard Petty Motorsports, Chevrolet Camaro U.S. Air Force
Matt DiBenedetto, Go FAS Racing, Ford Fusion Zynga Poker, Trevor Bayne, Roush Fenway Racing, Ford Fusion Performance Plus and A.J. Allmendinger, JTG Daugherty Racing, Chevrolet Camaro Kroger ClickList
Big One: Massencrash in Daytona
Crash: Kyle Busch, Joe Gibbs Racing, Toyota Camry Interstate Batteries and William Byron, Hendrick Motorsports, Chevrolet Camaro Liberty University
Big One: Massencrash in Daytona

Sowohl beim Daytona 500 als auch beim Sommerrennen in Florida wurden die heftigsten Unfälle an der Spitze des Feldes ausgelöst. Am vergangenen Sonntag war es immer wieder Ricky Stenhouse Jr., der in den Crashs verwickelt war. Während AJ Allmendinger glaubt, dass die Stage-Punkte einen großen Anteil an der aggressiven Fahrweise der Piloten haben, glaubt Martin Truex Jr., dass einige Fahrer ein hohes Risiko eingehen, um endlich zu gewinnen.

Der aktuelle NASCAR-Champion hält den Druck, der auf den Schultern vieler Fahrer lastet, für einen Auslöser für die Unfälle in Daytona. Er sagt: "Es gibt viele Piloten, die unbedingt einen Sieg brauchen. Viele denken, dass sie hier die beste Chance darauf haben. Deshalb sind sie bereit, ein hohes Risiko einzugehen." Bei den Unfällen seien immer Fahrer dabei gewesen, die nicht vom Gas gehen und ihre Position aufgeben wollten, meint der Furniture-Row-Pilot. Einige Fahrer seien deshalb auch mehrmals in Unfälle verwickelt gewesen oder hätten sie sogar ausgelöst.

Im Fokus stand Stenhouse Jr., der bei vielen Unfällen eine Schlüsselrolle gespielt hat. Brad Keselowski machte aber auch William Byron für den "Big One", in dem das halbe Feld verwickelt wurde, verantwortlich. Laut dem Penske-Piloten hat Byron an der Spitze sehr aggressiv geblockt und so den Crash provoziert. Keselowski kündigte an, in der Zukunft nicht mehr vom Gas zu gehen und lieber den Vordermann "abzuschießen".

Bildergalerie: Das NASCAR-Rennen in Daytona

"Es steht viel auf dem Spiel und es ist eine große Nummer, auf diesem Level ein Rennen zu gewinnen", erklärt Truex. "Viele setzen deshalb alles auf eine Karte, um hier zu triumphieren." Im Sommerrennen von Daytona sei es nur darum gegangen "zu überleben", sagt der Champion aus dem Jahr 2017. "Ich habe mich etwas zurückgezogen und habe zugeschaut, wie es krachte. Im zweiten Segment war ich dann wieder auf Platz zehn. Ich habe mir keine Gedanken um die Stage-Punkte gemacht und dann krachte es wieder. Es war also eine gute Entscheidung von uns."

JTG-Daugherty-Fahrer AJ Allmendinger sieht das Übel in den Stage-Punkten. Er sagt: "Jeder möchte – besonders zum Start der Saison – die Stage-Punkte holen und deshalb gehen alle sehr aggressiv zu Werke. Alle wollten die Bonuspunkte, um gut in die Saison zu starten. Was heute passiert ist, weiß ich aber nicht. Es scheint, als hätten die Fahrer an der Spitze sehr heftig geblockt." Allmendinger kritisiert die Geduld seiner Konkurrenten. Wenn ein Fahrer in Daytona zurückfallen würde, hätte er noch genügend Zeit, sich wieder an die Spitze zu kämpfen, meint der NASCAR-Routinier.

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