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Rennbericht

NASCAR Iowa-Debüt: Ryan Blaney holt seinen ersten Saisonsieg 2024

Penske-Pilot Ryan Blaney hat seinen ersten Sieg als NASCAR-Titelverteidiger in der Tasche - Kyle Larson direkt nach Stage-2-Sieg in Crash verwickelt

NASCAR: Ryan Blaney holt beim Iowa-Debüt seinen ersten Saisonsieg 2024

Ryan Blaney (Penske-Ford) hat am Sonntag das erste Rennen in der Geschichte der höchsten NASCAR-Liga auf dem Iowa Speedway gewonnen. Damit ist dem NASCAR-Champion von 2023 nun nach einigen knapp verpassten Gelegenheiten der erste Saisonsieg 2024 gelungen.

Im Februar hatte Blaney im packenden Three-Wide-Fotofinish mit Daniel Suarez und Kyle Busch in Atlanta den Sieg nur um 0,003 Sekunden verpasst. Und vor zwei Wochen ist ihm der schon sicher geglaubte Sieg in St. Louis durch die Lappen gegangen. Jetzt hat sich der Vorjahreschampion erfolgreich zurückgemeldet.

FOTOS: NASCAR auf dem Iowa Speedway

Vom ersten Spatenstich zum Bau des 0,875-Meilen-Ovals in Newton im US-Bundesstaat Iowa bis zum ersten Cup-Rennen vergingen fast auf den Tag genau 19 Jahre. Als am Sonntagabend unter Flutlicht die schwarz/weiß karierte Flagge gezeigt wurde, hatte Rennsieger Ryan Blaney allen die Hendrick-Piloten William Byron und Chase Elliott auf die Plätze verwiesen. Sein für lange Zeit stärkster Kontrahent aber war ein anderer Hendrick-Pilot, nämlich Kyle Larson.

ERGEBNIS: NASCAR auf dem Iowa Speedway

 

Die erste Pole in der Geschichte der höchsten NASCAR-Liga auf dem Iowa Speedway eroberte Kyle Larson (Hendrick-Chevrolet). Im Qualifying am Samstag, das aufgrund von Regen nur ein einziges Segment umfasste, war er der Schnellste.

Als es am frühen Sonntagabend kurz nach 18:00 Uhr Ortszeit (1:00 Uhr MESZ) ins 350-Runden-Rennen ging, hatte Larson den amtierenden NASCAR-Champion Ryan Blaney neben sich in der ersten Reihe.

Stage 1: Ryan Blaney setzt sich gegen Kyle Larson durch

Los ging es mit einem Duell Seite and Seite zwischen Larson und Blaney. Am Ende der zweiten Runde gab es eine leichte Berührung zwischen den beiden und Blaney war der Spitzenreiter. Nur gut eine Runde später gab es die erste von letztlich acht Gelbphasen. Geprägt war das erste Cup-Rennen auf dem Iowa Speedway von zahlreichen Reifenschäden.

Auf das erste Rennsegment (Stage 1) entfielen zwei Gelbphasen im Verlauf von 70 Runden. Kyle Larson holte sich die anfangs an Ryan Blaney verlorene Führung direkt beim ersten Restart zurück. Nach dem ersten Boxenstopp aber war Blaney in der Lage zu kontern. Das Manöver gelang ihm wenige Runden kurz vor der ersten Stage-Flagge.

So ging der Stage-1-Sieg an Ryan Blaney vor Kyle Larson und vor Daniel Suarez (Trackhouse-Chevrolet), dessen Strategie im ersten Segment auf Track-Position ausgelegt war, nicht auf frische Reifen.

Stage 2: Larson krönt Aufholjagd nach Sicherheitsboxenstopp

Auf das zweite Rennsegment (Stage 2) entfielen drei Gelbphasen im Verlauf von 140 Runden. An der Spitze setzte sich das Duell zwischen Ryan Blaney und Kyle Larson zunächst fort. Dann aber kam Spitzenreiter Larson überraschend in einer Gelbphase als einer der ganz wenigen an die Box. Warum? Er sorgte sich um den rechten Vorderreifen.

Crewchief Cliff Daniels ging deshalb auf Nummer sicher und ließ am #5 Hendrick-Chevrolet alle vier Reifen wechseln, bevor sich Larson möglicherweise in die Liste derer mit größeren Problemen eingereiht hätte. Sechs Fahrer nämlich beklagten nacheinander allesamt einen Reifenschaden vorne rechts: A.J. Allmendinger, Michael McDowell, Zane Smith, Ross Chastain, Erik Jones und Chris Buescher. Dass für Larson später im Rennen trotzdem nichts mehr zu holen war, das hatte nichts mit den Reifen zu tun.

Nach dem vorsorglichen Boxenstopp rundum frisch bereift stürmte Larson zunächst vom Ende der Führungsrunde sofort wieder in Richtung Spitze. Die Top 10 knackte er binnen weniger Runden. Dort gestaltete sich der Vorwärtsdrang zwar etwas zäher, aber bis zum Ende des zweiten Rennsegments hatte er die Führung zurückerobert.

Dabei kam es ihm entgegen, dass sich Hendrick-Teamkollege William Byron und Ricky Stenhouse (JTG-Chevrolet) bei einem Restart in die Quere kamen und Larson auf einen Schlag an beiden vorbeikam. Larson holte sich den Stage-2-Sieg vor Josh Berry (Stewart/Haas-Ford) und vor Chase Elliott (Hendrick-Chevrolet).

Larson direkt nach Stage-2-Sieg in Crash verwickelt

Das dritte Rennsegment begann dann turbulent. Beim Restart nach der Stage-Caution führte Chris Buescher (RFK-Ford) auf alten Reifen vor Teamkollege Brad Keselowski mit zwei frischen Reifen und dem Rest des Feldes auf vier frischen Reifen. Eine Runde nach dem Restart krachte es.

Keselowski fuhr ganz außen, Daniel Suarez fuhr ganz innen und zwischen den beiden in der Mitte fuhr Stage-2-Sieger Kyle Larson. Das ging nicht gut. Es kam zur Berührung zwischen Suarez und Larson, woraufhin sich Larsons Auto nach außen drehte. Keselowski kam gerade so davon, aber Denny Hamlin (Gibbs-Toyota) hatte keine Chance, dem Crash zu entkommen.

 

Von da an bestimmten andere das Bild an der Spitze. Vorübergehend führte Josh Berry für das am Saisonende zuschließende Vier-Wagen-Team Stewart-Haas Racing. Seine Strategie aber führte letzten Endes nicht zum Erfolg. Am Ende wurde es für Berry der siebte Platz.

Strategie und Speed bringen Blaney zurück in die Victory Lane

Beim letzten Boxenstopp holte Vorjahreschampion Ryan Blaney genau wie Penske-Teamkollege Joey Logano nur zwei frische Reifen ab. Das stellte sich für den anfänglichen Spitzenreiter in Verbindung mit dem Speed seines #12 Penske-Ford als die richtige Entscheidung heraus. Blaney brachte seinen ersten Saisonsieg 2024 sicher ins Ziel, während Teamkollege Logano P6 belegte und damit weiterhin auf seinen ersten Saisonsieg 2024 wartet.

Zweiter wurde William Byron, der damit nach seiner Rangelei mit Ricky Stenhouse bei einem der Restarts noch Schadensbegrenzung betrieb. Den dritten Platz belegte Chase Elliott. Dahinter kam Christopher Bell (Gibbs-Toyota) im Reserveauto auf den vierten Platz. Er musste nach einem im Freien Training (Freitag) passierten Crash von ganz hinten starten. Und auch Ricky Stenhouse fuhr nach der Restart-Rangelei mit William Byron noch in die Top 5, nämlich als Fünfter.

Hingegen hatte Martin Truex Jr., der am Freitag seinen Rücktritt für das Saisonende verkündet hat, auf der Strecke einen unauffälligen Auftritt. Im Qualifying am Samstag kam er mit seinem #19 Gibbs-Toyota nicht über P31 hinaus. Im Rennen am Sonntag belegte er nach einer frühen Speeding-Penalty und ohne Stage-Punkte den 15. Platz im Endergebnis.

Auch der zweimalige NASCAR-Champion Kyle Busch hatte beim Cup-Debüt auf dem Iowa Speedway kein Glück. An seinem #8 Childress-Chevrolet gab es im letzten Rennsegment einen Defekt an der Hinterradaufhängung, der schließlich zum Ausfall führte.

Am kommenden Sonntag (23. Juni) geht es direkt weiter, und zwar auf dem Ein-Meilen-Oval in Loudon (New Hampshire). Ebendort hat der am Jahresende abtretende Martin Truex Jr. im vergangenen Jahr seinen bislang letzten Sieg eingefahren.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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