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Roush-Fenway: Erstes NASCAR-Team CO2-neutral unterwegs

Das Ford-Team Roush-Fenway ist das erste im NASCAR-Zirkus, das mit einer CO2-Netto-Null-Bilanz zertifiziert worden ist - Das Team gleicht den CO2-Ausstoß aus

Roush-Fenway: Erstes NASCAR-Team CO2-neutral unterwegs

Obwohl in der NASCAR-Serie weiterhin die wohlklingenden V8-Motoren mit 5,86 Liter Hubraum zum Einsatz kommen, hat das Ford-Team Roush-Fenway seine CO2-Netto-Null-Bilanz verkündet. Das Team hat alle angefallenen CO2-Ausstöße im Jahr 2020 kompensiert und so den Nullwert erreicht. Das wurde von ERM CVS, einem unabhängigen Prüfer, zertifiziert. Roush-Fenway ist das erste NASCAR-Team überhaupt, das diesen Schritt gemeistert hat.

Natürlich hat das Team in der Saison 2020 durch den Transport, der Arbeit in der Basis und auf der Rennstrecke viel CO2 produziert, jedoch wurde diese Menge durch die Finanzierung von Projekten an anderer Stelle wieder gebunden, weshalb es zur Netto-Null-Bilanz kommt. Produziertes CO2 wird also an anderer Stelle wieder ausgeglichen - das einfache Prinzip der Waage.

Doch auch innerhalb des Teams gab es Maßnahmen, um den CO2-Ausstoß zu vermindern. Ziel des Teams sei es, 90 Prozent des Autos recyceln zu können. Dazu gehört das Öl, Gummi, Aluminium und die Kohlefaser-Teile. Außerdem habe der Rennstall an der Energieeffizienz geschraubt und so über 100 Tonnen C02 gespart. Der Fuhrpark sei außerdem von reinen Verbrennern auf Hybrid- und Elektroautos umgestellt worden, heißt es.

Team investiert und schraubt an der Effizienz

Teampräsident Steve Newmark sagt: "Als Organisation ist sich Roush-Fenway seiner Verantwortung für die Umwelt bewusst. Mit unserem Programm wollen wir jedem Unternehmen zeigen, ob groß oder klein, egal in welcher Industrie es tätig ist, dass es möglich ist, etwas gegen den Klimawandel zu tun. Wir wollen ein Beispiel sein und zeigen, dass auch kleine Schritte den Unterschied ausmachen können."

Ryan Newman

Ryan Newman glaubt, dass kleine Schritte einen großen Einfluss haben können

Foto: Motorsport Images

Rennfahrer Ryan Newman freut sich über den gemachten Schritt: "Es ist eine Ehre, diesen Weg im Sport geebnet zu haben und Bewusstsein dafür zu schaffen, dass wir unseren CO2-Fußabdruck verkleinern müssen. Jedes Unternehmen kann Entscheidungen treffen, um sich für eine nachhaltige Zukunft einzusetzen. Ich bin stolz darauf, Teil eines Teams zu sein, das den Wandel antreibt."

Newman engagiert sich auch privat für den Umweltschutz. Laut 'Apnews.com' füllt er wöchentlich 50-Liter-Tüten mit Müll, den er auf den Straßen rund um seine Farm in North Carolina auffindet. "Als Gesellschaft müssen wir erkennen, dass wir etwas tun können", sagt der Rennfahrer, der privat nicht groß an die Glocke hängt, dass er ein Elektroauto fährt.

Menschen müssen die Scheuklappen abnehmen

Zu den Menschen, die ihren Müll auf den Boden werfen, sagt er: "Es ist so schade, dass es Menschen gibt, die so schamlos sind. Ihre Denkweise hat nichts mit Treibhausgasen oder CO2-Fußabdrücken und Kompensationen zu tun. Sie machen sich mehr Sorgen darüber, keinen Müll auf dem Boden ihres Autos zu haben.Es ist ihnen egal, was sie fahren. Es ist ihnen egal, ob das Auto einen Katalysator hat. Es ist ihnen egal, ob das Öl gewechselt wurde oder was danach mit dem Öl passiert."

Teamsponsor Castrol schreibt sich auf die Fahne, einen wichtigen Teil zur CO2-Neutralität von Roush-Fenway beigetragen zu haben. Das Unternehmen ist in der Ölproduktion aktiv, eine Branche, die sich in Zukunft weiterentwickeln muss, um nachhaltige Produkte auf den Markt zu bringen. NASCAR-Präsident Steve Phelps erwägt eine Teil-Elektrifizierung der NASCAR-Serie, da er sonst keine Chance darin sieht, einen neuen Hersteller in die Serie locken zu können.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Urheber André Wiegold