Porsche-Supercup-Finale Mexiko: Dreikampf um die Meisterschaft

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Porsche-Supercup-Finale Mexiko: Dreikampf um die Meisterschaft
24.10.2018, 07:10

Beim Finale des Porsche-Supercups 2018 in Mexiko-Stadt kämpfen noch drei Piloten um den Meistertitel: Michael Ammermüller, Nick Yelloly, Thomas Preining

Start action
Start, Thomas Preining, BWT Lechner Racing, Michael Ammermüller, BWT Lechner Racing Mattia Drudi, Dinamic Motorsport
Richard Heistand
Julien Andlauer, martinet by ALMERAS
Mattia Drudi, Dinamic Motorsport
Florian Latorre
Michael Ammermüller, Thomas Preining, BWT Lechner Racing
Larry ten Voorde, Team Project 1
Michael Ammermüller, BWT Lechner Racing, Thomas Preining, BWT Lechner Racing
Florian Latorre

In Mexiko erwartet die Fans des Porsche-Supercups ein packendes Saisonfinale: Wenn der internationale Markenpokal vom 26. bis 28. Oktober die Rennen neun und zehn austrägt, kämpft ein Trio um den Titel in der Meisterschaft. Michael Ammermüller (Lechner), Nick Yelloly (Fach Auto Tech) und Porsche-Junior Thomas Preining (Lechner) können sich zum Champion krönen.

Bei den Läufen in Mexiko-Stadt werden im Rahmen des Formel-1-Rennens insgesamt noch 40 Punkte vergeben. Als Spitzenreiter liegt Ammermüller (119 Punkte) fünf Zähler vor Yelloly. Preining ist mit 105 Punkten Dritter. Beim Doppellauf auf dem Autodromo Hermanos Rodriguez gehen 28 Fahrer aus 15 Nationen im 485 PS starken Porsche 911 GT3 Cup an den Start.

Tabellenführer Ammermüller hat die Entscheidung als einziger Pilot selbst in der Hand. Die Erfolgsformel für den Fahrer aus Rotthalmünster ist klar: Kommt der 32-Jährige vor seinen Kontrahenten ins Ziel, ist er Meister. Mit dieser Situation ist der ehemalige Formel-1-Testfahrer bestens vertraut. Auch zum Saisonfinale im vergangenen Jahr reiste Ammermüller als bedrängter Spitzenreiter - Dennis Olsen strebte auf Platz zwei ebenfalls nach dem Gesamtsieg. Doch am Ende jubelte Ammermüller über den Titelgewinn.

Ammermüller hat die besten Chancen

In dieser Saison gelang dem Lechner-Piloten beim Auftakt in Barcelona sein bislang einziger Sieg. Mit fünf Podiumsplatzierungen schaffte es Ammermüller allerdings öfter unter die besten Drei als jeder andere Fahrer. "In Monza konnte ich meinen Punktevorsprung ausbauen, das gibt mir Selbstvertrauen. Es wird ein enger Kampf, aber ich freue mich auf die beiden Rennen", sagt Ammermüller.

Seinen ersten Titel im GT-Sport möchte sich Yelloly schnappen. Der Fahrer aus dem britischen Solihull ist Ammermüllers schärfster Verfolger und gewann bereits auf dem legendären Stadtkurs in Monaco sowie in Hockenheim. Yelloly sammelte in den vergangenen beiden Jahren Erfahrungen im Porsche-Carrera-Cup Deutschland, wo er vergangene Saison Gesamtzweiter wurde. Zuvor war der 27-Jährige im Formelsport aktiv gewesen und ist heute noch für das Formel-1-Team Force India als Simulatorfahrer im Einsatz. "Ich liebe den Druck", erklärt Yelloly. "Das Autodromo Hermanos Rodriguez kenne ich allerdings nur aus der Zeit, als ich noch im Cockpit in der GP2- beziehungsweise GP3-Serie gefahren bin."

Mit einer großen Portion Selbstvertrauen im Gepäck kommt Porsche-Junior Preining nach Mexiko. Der Youngster aus Linz ist seit September frischgebackener Champion des Porsche-Carrera-Cups Deutschland. Auch im Supercup stellte Preining sein Talent unter Beweis: Neben seinem Heimrennen im österreichischen Spielberg gewann er auch die Rennen auf dem Hungaroring in Ungarn, dem belgischen Circuit de Spa-Francorchamps sowie dem Autodromo Nazionale Monza in Italien. "Ich bin richtig gut in Form und mein Ziel ist klar: Beide Rennen gewinnen - den Rest kann ich sowieso nicht beeinflussen", sagt Preining.

Die Außenseiter im Titelkampf

Über lediglich rechnerische Chancen auf den Titel verfügen Mattia Drudi (Dinamic) und Porsche-Junior Julien Andlauer (martinet by ALMERAS). Mit 93 beziehungsweise 87 Punkten muss das Duo allerdings in beiden Rennen eine Top-Platzierung erreichen und gleichzeitig auf Ausrutscher des gesamten Spitzentrios in beiden Rennen hoffen.

Auch in allen anderen Wertungen fallen die Entscheidungen erst beim Finale in Mexiko: Die Rookie-Tabelle wird mit 71 Punkten von dem Franzosen Florian Latorre (martinet by ALMERAS) angeführt. In der ProAm-Klasse liegt Roar Lindland (Lechner) auf Platz eins. Der Norweger hat 138 Zähler auf seinem Konto. Spitzenreiter in der Teamwertung ist die Mannschaft Lechner mit 224 Punkten. Erster in der Nations-League ist Frankreich (166 Zähler).

Überseerennen gehören zur Tradition des Supercups. Zum ersten Mal fernab von Europa startete die Rennserie 1999 beim Großen Preis von Australien in Melbourne. Daraufhin folgten Meisterschaftsläufe in Indianapolis (USA), Sachir (Bahrain), Abu Dhabi (VAE) und Austin (USA). Nach 2017 trägt der Supercup sein Saisonfinale zum zweiten Mal in Folge in Mexiko-Stadt aus.

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