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Porsche-Supercup Spa 2020: Sieg für Güven, Tabellenführung für Pereira

Ayhancan Güven siegt im Porsche-Supercup erstmal auf einer anderen Strecke als Silverstone - Die Tabellenführung wechselt vor dem Finale auf Dylan Pereira zurück

Porsche-Supercup Spa 2020: Sieg für Güven, Tabellenführung für Pereira

Porsche-Junior Ayhancan Güven (Martinet by Almeras) feierte in Spa-Francorchamps seinen zweiten Saisonsieg im Porsche-Supercup. Güven überquerte die Ziellinie nur 0,6 Sekunden vor Dylan Pereira (Lechner Racing). Dem Luxemburger reichte Rang zwei, um wieder die Tabellenspitze im Markenpokal zu übernehmen.

Vor dem Finale am kommenden Sonntag (6. September) in Monza beträgt Pereiras Vorsprung vor Larry ten Voorde (GP Elite) nur vier Punkte. Der Niederländer fuhr in Belgien hinter Florian Latorre (CLRT) und Porsche-Junior Jaxon Evans (Lechner Racing) auf Platz fünf durchs Ziel.

Der Formel-1-Kurs in den Ardennen wurde seinem Ruf als eine der anspruchsvollsten Rennstrecken der Welt gerecht. Nach elf Runden trennten die bestplatzierten zehn Fahrer weniger als neun Sekunden.

"In Spa zu gewinnen, ist immer großartig", freut sich Güven, der von der Pole-Position gestartet war. "Gegen Rennende hatte ich kleinere Probleme mit der Balance meines Autos. Aber zum Glück konnte ich erst Jaxon Evans und dann Dylan Pereira hinter mir halten."

Die beiden Lechner-Racing-Fahrer setzten den Spitzenreiter rundenlang unter Druck. "Das war ein gutes Zusammenspiel zwischen Jaxon und mir", verrät Pereira, der dennoch gelegentlich versuchte, den Teamkollegen zu überholen.

Evans schenkt Platz zwei her

Diese Angriffe liefen ins Leere - bis der zunächst zweitplatzierte Evans beim Anbremsen am Ende der langen Kemmel-Geraden eine verschmutzte Spur auf der Strecke übersah und mit einem blockierenden Vorderrad in einen Notausgang ausweichen musste.

"Ich hatte Glück, dass ich in dieser Kurve eine andere Linie gefahren bin als Jaxon, sonst hätte es mich vielleicht auch erwischt", räumt Pereira ein. So konnte er Evans überholen und sogar die Lücke zu Spitzenreiter Güven schließen. "Ich war schneller als Ayhancan. Aber für eine Attacke hat es nicht mehr gereicht", fasst der Luxemburger zusammen.

Florian Latorre lieferte mit Rang drei sein bisher bestes Saisonergebnis ab. "Das freut mich riesig für unser Team, das neu im Porsche-Supercup ist. Darauf haben wir das ganze Jahr gewartet", beschreibt der Franzose.

Jaxon Evans, im Qualifying Zweitschnellster, war mit Rang vier erwartungsgemäß nicht ganz glücklich. "Ich hatte mir durch das blockierende Rad einen Bremsplatten eingefangen. Danach lief mein Auto natürlich nicht mehr optimal", erläutert der Porsche-Junior, der in der letzten Runden sogar noch unter Druck von Larry ten Voorde geriet.

Lindland zum dritten Mal Pro-Am-Champion

"Was für ein Hammer-Rennen, das hat wirklich Spaß gemacht", strahlt der Niederländer trotz verlorener Tabellenführung. Im Ziel hatte er 0,7 Sekunden Vorsprung vor Landsmann Jaap van Lagen (Fach Auto Tech).

Auf den Rängen sieben bis neun kam ein Rookie-Trio ins Ziel, angeführt von Marvin Klein (Martinet by Almeras). Der Franzose setzte sich gegen Max van Splunteren (GP Elite) und Jean-Baptiste Simmenauer (Lechner Racing Middle East) durch. Der erst 17 Jahre alte Gastfahrer Loek Hartog (Bas Koeten Racing) komplettierte die Top 10.

Sieger der Pro-Am-Wertung wurde Stephane Denoual (Pierre Martinet by Almeras), gefolgt von Philipp Sager (Dinamic Motorsport) und Roar Lindland (Pierre Martinet by Almeras). Mit dem dritten Rang sicherte sich Lindland vorzeitig den Gesamtsieg in der ProAm-Wertung. Für den Routinier aus Norwegen ist dies bereits der dritte Pro-Am-Titel in Folge.

Mit Bildmaterial von Porsche.

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