Porsche-Supercup Spa 2021: Pereira gewinnt turbulentes Regenrennen

Dylan Pereira hat im nassen Spa-Francorchamps seinen ersten Saisonsieg im Porsche-Supercup gefeiert - Polesetter ten Voorde dreht sich im Kampf um die Spitze

Porsche-Supercup Spa 2021: Pereira gewinnt turbulentes Regenrennen

Exakt 300 Rennen hat der Porsche-Supercup seit 1993 absolviert. Das Jubiläumsrennen des Markenpokals war eines der ereignisreichsten: Auf dem regennassen Formel-1-Kurs in Spa-Francorchamps siegte Dylan Pereira unbeeindruckt von zahlreichen Drehern und Ausrutschern der Kollegen sowie drei Safety-Car-Phasen.

Der Luxemburger wehrte dabei energisch die ständigen Attacken seines türkischen Lechner-Teamkollegen Ayhancan Güven ab. Der Deutsche Laurin Heinrich komplettierte als schnellster Rookie im Feld der 32 Autos das Podium.

Eine vorentscheidende Situation spielte sich bereits wenige Meter nach dem Start in der berühmt-berüchtigten Passage Eau Rouge ab. "Ich habe einen guten Start erwischt, dadurch konnte ich gleich eine Attacke auf Larry [ten Voorde]starten", berichtet Pereira. In der Anfahrt zur Eau Rouge setzte er sich neben den von der Poleposition gestarteten ten Voorde.

Dabei berührten sich beide Fahrzeuge leicht - und der Niederländer drehte sich. "Ich war auf der Linie mit weniger Grip, dadurch bin ich leicht ins Rutschen gekommen", gab Ten Voorde später zu. Während der amtierende Meister sich auf Rang 13 wieder ins Feld einsortierte, übernahm Pereira die Spitze.

Aus Sicherheitsgründen hatte die Rennleitung nach einem weiteren Dreher im Feld das Safety-Car auf die Strecke geschickt. Beim Restart sah Porsche-Junior Güven die Chance zur Attacke auf Spitzenreiter Pereira. Der hielt jedoch dagegen und verteidigte die Spitze. Anschließend setzten sich die beiden Neunelfer vom Feld ab, ohne dass Güven noch einmal einen erfolgversprechenden Angriff auf den Teamkollegen starten konnte.

Dahinter gingen die Positionskämpfe dagegen munter weiter, nicht immer ohne Feindkontakt. Einer der Leidtragenden war Jaxon Evans. Der von Startplatz drei ins Rennen gegangene Tabellenzweite aus Neuseeland wurde von einem Konkurrenten umgedreht - vorbei die Chance, Punkte auf den Gesamtführenden ten Voorde aufzuholen.

Hauptdarsteller im Kampf um Rang drei waren stattdessen der Österreicher Christopher Zöchling, die Deutschen Heinrich und Leon Köhler sowie Max van Splunteren aus den Niederlanden. Die Positionskämpfe innerhalb dieser Vierergruppe wurden durch eine zweite, von Drehern ausgelöste Safety-Car-Phase nur kurz unterbrochen.

Als die Rennleitung das Sicherheitsfahrzeug aufgrund eines im Kiesbett gestrandeten Fahrzeugs ein drittes Mal auf die Strecke schickte, lag Heinrich auf Position drei hinter Pereira und Güven. Weil das Rennen hinter dem Safety-Car beendet wurde, änderte sich an dieser Reihenfolge nichts mehr. "Von Platz zehn gestartet, Dritter im Ziel - so etwas ist wohl nur in einem Regenrennen möglich", freut sich Heinrich.

Mit seinem ersten Sieg in der laufenden Saison verbesserte sich Pereira mit 57 Punkten auf Tabellenrang drei hinter ten Voorde (100) und Evans (81). Dafür erhielt der Luxemburger ebenso wie Rookie-Gewinner Heinrich und der Monegasse Nicolas Misslin als bestplatzierter ProAm zusätzlich zu den üblichen Pokalen einen Lorbeerkranz - eine stilvolle Hommage an die seit 1993 andauernde Historie des Porsche Supercup.

Schon am nächsten Wochenende startet der Supercup im Rahmen des Großen Preis der Niederlande (3. bis 5. September 2021). Und tatsächlich gibt es auch nach 28 Jahren Supercup noch Premieren: In Zandvoort gastiert der Markenpokal zum ersten Mal.

Mit Bildmaterial von Porsche AG.

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