Doppel-Erfolg für Ian Hutchinson: Sieg in Supersport- und Superstock TT

Der Rennmontag stand auf der Isle of Man ganz im Zeichen von Ian Hutchinson: „The Bingley Bullet“ gewann sowohl die Supersport TT am Vormittag, als auch die Superstock TT am Nachmittag.

Ian Hutchinson hat wieder zwei TTs an einem Tag gewonnen. Zunächst schnappte er sich auf seiner Yamaha R6 den Sieg in der Supersport-Klasse vor Michael Dunlop und Dean Harrison, im Superstock-Rennen gewann er vor Harrison und James Hillier.

Dunlop wurde allerdings nach dem Rennen disqualifiziert. Die ACU, die für die Durchführung der TT-Rennen aus sportlicher und regularischer Sicht verantwortlich ist, sagte in einem Statement, dass man nicht glaube, dass der technische Verstoß vorsätzlich begangen wurde und auch nicht, dass Dunlop dadurch einen signifikanten Vorteil gehabt habe.

Ian Hutchinson, Yamaha, Came BPT Yamaha - Team Traction Control
Ian Hutchinson, Yamaha, Came BPT Yamaha - Team Traction Control

Foto Toni Börner

Trotzdem wurde ihm der zweite Platz aberkannt, womit Harrison auf Platz zwei vorrückte und James Hillier den letzten Podestplatz erbte.

Hutchinson fuhr in der Supersport-Klasse einen neuen Rennrekord heraus und sah das Ziel 14,3 Sekunden vor Dunlop. Nach dessen Disqualifizierung war der Sieg-Vorsprung noch deutlicher: Fast eine Minute.

John McGuinness, Jackson Racing, Honda
John McGuinness

Foto: Toni Börner

Hutchinson hatte auf seiner Yamaha von Prodigy-Frontman Keith Flint gleich auf der ersten Runde die Führung übernommen und schob eine zweite Runde mit einem Schnitt von 128,72 Meilen hinterher.

Es war der zwölfte TT-Sieg für Hutchinson, der siebte in der Supersport-Klasse.

Die Top Fünf im Ziel komplettierten Conor Cummins und John McGuinness.

Der Österreicher Horst Saiger sah in der Supersport-Klasse das Ziel als 21. und sammelte damit eine Bronze-Replica.

Superstock TT: Kein Kraut gegen Hutchinson gewachsen

Im Superstock Rennen war Hutchinson klarer Favorit, alle Augen waren aber auf Michael Dunlop gerichtet, ob er seinen Markenkollegen schlagen kann. Konnte er nicht: Ende der ersten Runde musste Dunlop im Kampf um den Sieg vorzeitig an der Box aufgeben, nachdem ihm das Schaltgestenge kaputt gegangen war.

Hutchinson packte gleich auf der ersten Runde den Hammer aus und machte sich aus dem Staub. Dunlop verlor auf dem letzten Sektor ins Fahrerlager runter schon Zeit und gab an der Box auf.

Hutchinson gewann mit fast einer halben Minute Vorsprung auf Harrison und Hillier.

Gary Johnson, Team Penz13.com BMW Motorrad Motorsport, BMW
Gary Johnson holte das beste Penz-Team-Ergebnis auf der Isle.

Foto Toni Börner

Der Fight um den letzten Podestplatz blieb lange offen, doch am Ende hatten Michael Rutter und Gary Johnson das Nachsehen und mussten sich mit vier und fünf begnügen.

Für Das Penz13.com Team von Rico Penzkofer war der fünfte Platz von Johnson das beste Teamergebnis aller Zeiten auf der Isle of Man. Deren beiden Fahrer Danny Webb und Alessandro Polita sahen das Ziel als 27. und 40.

Horst Saiger, Kawasaki
Horst Saiger hielt sich nicht ganz an die Geschwindigkeitsbegrenzungen.

Foto Toni Börner

Starkes Rennen vom Österreicher Horst Saiger. Der Kawasaki-Pilot landete auf dem 13. Platz und verpasste die Silber-Replica nur extrem knapp. Saiger hatte dabei extremes Glück, dass er nicht stürzte.

„Es hat sehr viele gelbe Flaggen gegeben“, verriet er Motorsport.com im Anschluss an das Rennen. „Direkt vor mir ist einer gestürzt, da habe ich sehr viel Glück gehabt. Es hat einen Strohballen auf die Strecke gehauen und den habe ich noch touchiert. Aber bei mir ist alles gut.“

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Über diesen Artikel
Rennserien Straßenrennen , Motorrad
Veranstaltung Isle of Man TT
Rennstrecke Snaefell Mountain Course
Fahrer John McGuinness , Horst Saiger , Ian Hutchinson , James Hillier , Michael Dunlop , Dean Harrison
Artikelsorte Rennbericht
Tags isle of man, real road racing, rennen, road racing, straßenrennen, supersport tt, superstock tt, tt