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    <title>Motorsport.com - All - Artikel</title>
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    <pubDate>Sun, 05 Apr 2026 15:33:18 +0000</pubDate>
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      <title><![CDATA[Wie hat sich die F1 seit ihrem letzten Türkei-Grand-Prix verändert?]]></title>
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      <description><![CDATA[Das Mercedes-Team vergleicht Istanbul 2011 mit Istanbul 2020 und rechnet mit einer um vier Sekunden schnelleren Pole-Position-Zeit<p>Seit dem letzten Formel-1-Rennen auf dem Istanbul Park Circuit in der T&uuml;rkei sind neun Jahre vergangen, und die K&ouml;nigsklasse des Motorsports hat sich im Vergleich zur Saison 2011 stark ver&auml;ndert.</p><p>Aber wie sehr haben sich die Fahrzeuge und die Technologien in diesem Zeitraum ver&auml;ndert? Es gibt offensichtliche visuelle Unterschiede, die vor allem den Regel&auml;nderungen geschuldet sind. So sind die Autos im Jahr 2020 breiter und l&auml;nger, weisen gr&ouml;&szlig;ere Fl&uuml;gel, niedrigere Nasen und den Halo auf.</p><p>Aber die Unterschiede gehen noch viel tiefer. Deshalb wagen wir einen Blick unter die Haube, um herauszufinden, wie viel sich in weniger als einem Jahrzehnt in der Formel 1 ver&auml;ndert hat.</p><h2>Wie hat sich die Motor-Technologie seit 2011 ver&auml;ndert?</h2><p>Die Motoren haben sich komplett ver&auml;ndert. In der Saison 2011 kamen noch 2,4-Liter-V8 Saugmotoren zum Einsatz, die 18.000 Umdrehungen pro Minute leisteten und 95 Kilogramm wogen. Dazu geh&ouml;rte die erste Hybridtechnologie mit einer KERS-Einheit, die kinetische Energie beim Bremsen zur&uuml;ckgewann.</p><p>Das verschaffte dem Fahrer f&uuml;r 6,7 Sekunden pro Runde eine Zusatzleistung von 80 PS, die er zu einem selbst gew&auml;hlten Zeitpunkt einsetzen konnte. Dank KERS stieg die H&ouml;chstleistung der Motoren auf 815 PS.</p><p>Heute sieht das Herz der Formel-1-Autos g&auml;nzlich anders aus. Seit der Einf&uuml;hrung des Hybridreglements im Jahr 2014 kommen in der Formel 1 1,6-Liter-V6-Turbo-Power-Units zum Einsatz, die 145 Kiloramm wiegen (Mindestgewicht) und 15.000 Umdrehungen pro Minute leisten.</p><p>Die H&ouml;chstleistung ist deutlich h&ouml;her, da die Power-Units (PU) mehr als 100 PS mehr erzeugen als die V8-Motoren 2011. Gleichzeitig sind die PUs erheblich effizienter. Eine PU aus dem Jahr 2020 erreicht eine thermische Effizienz (Menge an Energie, die aus dem Kraftstoff in genutzte Arbeit umgewandelt wird) von mehr als 50 Prozent. Im Jahr 2011 waren es noch 30 Prozent.</p><blockquote class="twitter-tweet"><p lang="de" dir="ltr">Vor dem <a href="https://twitter.com/hashtag/TurkishGP?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#TurkishGP</a>: Welche Fahrer sind in Istanbul schon Autorennen gefahren, welche noch nicht? Eine wunderbare Darstellung von meiner Kollegin <a href="https://twitter.com/speedy_mary?ref_src=twsrc%5Etfw">@speedy_mary</a>. <a href="https://twitter.com/hashtag/F12020?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#F12020</a> <a href="https://twitter.com/hashtag/F1?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#F1</a> <a href="https://twitter.com/hashtag/Formel1?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Formel1</a> <a href="https://t.co/o7EH40YboN">pic.twitter.com/o7EH40YboN</a></p>&mdash; Christian Nimmervoll (@MST_ChristianN) <a href="https://twitter.com/MST_ChristianN/status/1326554109369970688?ref_src=twsrc%5Etfw">November 11, 2020</a></blockquote><p>Der Leistungsanstieg, die h&ouml;here Effizienz und das h&ouml;here Gewicht sind gr&ouml;&szlig;tenteils auf das ausgekl&uuml;gelte Hybridsystem zur&uuml;ckzuf&uuml;hren, das in der modernen Formel 1 zum Einsatz kommt. Dieses besteht aus dem Energiespeicher (ES), der Kontrollelektronik (CE) und zwei Quellen f&uuml;r zus&auml;tzliche Power.</p><p>Einer Motor-Generator-Einheit Kinetisch (Motor-Generator-Unit Kinetic, kurz MGU-K), die Energie beim Bremsen erzeugt, und der Motor-Generator-Einheit Hitze (Motor-Generator-Unit Heat, kurz MGU-H), die Leistung aus den Auspuffgasen gewinnt. Die zus&auml;tzliche elektrische Leistung aus dem ERS-System wird im Laufe einer Runde freigegeben und gibt dem Fahrer im Vergleich zur KERS-Einheit aus der Saison 2011 f&uuml;r einen l&auml;ngeren Zeitraum mehr Hybridpower.</p><p>Die modernen Hybridsysteme verbessern zudem die Fahrbarkeit der Autos, da das elektrische System sofort Drehmoment erzeugen kann. Dadurch l&auml;sst sich die Leistungskurve des Verbrennungsmotors (Internal Combustion-Engine, kurz ICE) gl&auml;tten, zum Beispiel beim Hochschalten.</p><p>Die heutigen Motoren m&uuml;ssen auch viel haltbarer sein: Im Jahr 2011 standen f&uuml;r die 19 Rennen pro Auto acht Motoren zur Verf&uuml;gung. Heute d&uuml;rfen die Teams nur eine viel kleinere Menge an PU-Komponenten zur&uuml;ckgreifen: drei Verbrennungsmotoren, Turbolader und MGU-H-Einheiten sowie zwei Einheiten der MGU-K sowie der Kontrollelektronik.</p><h2>Was hat sich unter der Haube sonst noch ge&auml;ndert?</h2><p>Eine nicht ganz so offensichtliche Ver&auml;nderung fand an der Elektronik der Fahrzeuge statt. In diesem Bereich hat sich die Technologie im zur&uuml;ckliegenden Jahrzehnt stark weiterentwickelt. Ein Beispiel daf&uuml;r, wie stark sich die Elektronik in den Autos ver&auml;ndert hat, zeigt sich beim Blick in die Daten. In der Saison 2011 zeichnete ein F1-Auto rund 500 Datenkan&auml;le auf. Die 2020er-Autos sind auf 1.500 Hochratenkan&auml;le und mehrere tausend Hintergrundkan&auml;le beschr&auml;nkt.</p><p>Die verst&auml;rkte Datenaufzeichnung hat auch einen Einfluss auf die Menge an Daten, die ein einzelnes Auto im Laufe eines Rennwochenendes sammelt. Beim Grand Prix der T&uuml;rkei 2011 kamen &uuml;ber das Wochenende 18 GB pro Auto zustande. Am kommenden Wochenende werden es knapp 70 GB sein.</p><p>Auch das Layout der Elektronik hat sich ver&auml;ndert. Rund um das Auto kommen immer mehr kleine Sensorknoten zum Einsatz. Jeder davon ist dazu in der Lage, Daten von vielen Sensoren zu sammeln und an ein zentrales Datenaufzeichnungsger&auml;t zu &uuml;bermitteln.</p><img  draggable="false" src="data:image/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAYAAAA7KqwyAAAAGXRFWHRTb2Z0d2FyZQBBZG9iZSBJbWFnZVJlYWR5ccllPAAAABpJREFUeNpi/P//PwMlgImBQjBqwLAwACDAAOVfAw9/ZDvcAAAAAElFTkSuQmCC" alt="" loading="lazy"><p>Die kabellose Daten&uuml;bertragungs-Technologie hat enorme Fortschritte gemacht und erlaubt den verst&auml;rkten Einsatz von kleinen, kabellosen Knoten zur Datensammlung und kabellosen Daten&uuml;bertragung, die an Test- oder Trainingstagen gesammelt wurden.</p><p>Ein Beispiel daf&uuml;r ist das &Uuml;berwachungssystem f&uuml;r die Reifendr&uuml;cke, das 2011 noch recht klobig war und im 400-MHz-Bereich sendete. Heute fallen die Sensoren viel kleiner aus, besitzen eine h&ouml;here Frequenz zur &Uuml;bermittlung und verbrauchen weniger Energie. Die Elektronikabteilung des Mercedes-Teams vergleicht diesen Fortschritt mit dem Sprung von einem Funkger&auml;t zu einem Smartphone!</p><p>Ein weiteres Beispiel ist die Art und Weise, wie die Teams Informationen &uuml;ber die Reifentemperatur sammeln. In der Saison 2011 wurden gro&szlig;e, externe Infrarotkameras eingesetzt. Heute sind die Sensoren komplett integriert und geben dem Fahrer zu jeder Zeit Zugriff auf mehrere, verschiedene Informationen zur Reifentemperatur.</p><h2>Wie unterschiedlich sind die Autos beim Blick auf die Zahlen?</h2><p>Die Regel&auml;nderungen haben im Laufe der Jahre dazu gef&uuml;hrt, dass die Formel-1-Autos im Jahr 2020 klobiger ausfallen. Die Fahrzeugl&auml;nge betr&auml;gt nun &uuml;ber 5.000 Millimeter (2011 waren es noch 4.800). Die heutigen Autos sind auch breiter: 2.000 Millimeter im Vergleich zu 1.800 im Jahr 2011.</p><p>Sie sind zudem schwerer, was zum Teil am h&ouml;heren Gewicht der Hybrid Power-Units liegt. 2011 wogen die Autos noch 640 Kilogramm, in diesem Jahr sind sie 746 Kilogramm schwer.</p><p>Aber die Autos haben sich nicht nur in ihren Dimensionen ver&auml;ndert, sie produzieren auch deutlich mehr Abtrieb. Dadurch ist auch die Belastung der Reifen stark angestiegen. Auf einer Runde im Istanbul Park erwartet etwa Mercedes, dass die Vorder- und Hinterreifen rund 50 Prozent mehr belastet werden als noch in der Saison 2011. Alleine in Kurve 8 steigt die Belastung dort f&uuml;r die rechten Vorder- sowie Hinterreifen um 30 bis 40 Prozent an.</p><p>Gleichzeitig haben sich auch die Reifen erheblich ver&auml;ndert. Der letzte Grand Prix der T&uuml;rkei fand in der ersten Formel-1-Saison von Pirelli als Einheitsreifenhersteller statt. Seitdem haben sich die Konstruktion und die Struktur der Reifen ver&auml;ndert. Sie sind nun breiter und fallen durch die Regel&auml;nderungen aus dem Jahr 2017 rund 25 Prozent gr&ouml;&szlig;er aus. Durch die gr&ouml;&szlig;ere Kontaktfl&auml;che mit der Strecke erzeugen die Reifen mehr Grip und dadurch schnellere Rundenzeiten.</p><h2>Was bedeutet das f&uuml;r die Rundenzeiten?</h2><p>Im Jahr 2011 fuhr Red-Bull-Pilot Sebastian Vettel beim T&uuml;rkei-Grand-Prix in 1:25.049 Minuten auf die Pole-Position. Die 2020er Autos mit der h&ouml;heren Leistung und mehr Abtrieb im Qualifying-Trimm werden rund vier Sekunden schneller sein. W&auml;hrend sich das Qualifying-Format seit 2011 nicht stark ver&auml;ndert hat, trifft dies sehr wohl auf einige Regeln und Technologien zu, die Auswirkungen auf die Qualifikation haben.</p><blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">Last time <a href="https://twitter.com/F1?ref_src=twsrc%5Etfw">@F1</a> raced in Turkey, cars looked like this! &#128071; <a href="https://t.co/gdpywHlHHh">pic.twitter.com/gdpywHlHHh</a></p>&mdash; Mercedes-AMG PETRONAS Formula One Team (@MercedesAMGF1) <a href="https://twitter.com/MercedesAMGF1/status/1326512646921838592?ref_src=twsrc%5Etfw">November 11, 2020</a></blockquote><p>So ist Vettel seine Pole-Zeit in Istanbul 2011 mit unbegrenztem DRS-Einsatz gefahren. Heute gibt es nur zwei festgelegte DRS-Zonen auf der Strecke. Gleichzeitig hatten die Fahrer 2011 weniger KERS-Energie (nur 6,7 Sekunden pro Runde) zur Verf&uuml;gung. In diesem Jahr kann die Energie aus dem ERS auf der gesamten Runde eingesetzt werden.</p><h2>Was kann man im Jahr 2020 von der Strecke erwarten?</h2><p>Die h&ouml;heren Kurvengeschwindigkeiten und die dadurch h&ouml;heren seitlichen g-Kr&auml;fte machen die Strecke in diesem Jahr zu einer physisch anstrengenderen Aufgabe f&uuml;r die Fahrer. Beim Bremsen und Durchfahren von Kurven k&ouml;nnen sie bis zu 5g erreichen. Vor neun Jahren waren es noch rund 4g, und die st&auml;rkeren g-Kr&auml;fte summieren sich auf.</p><p>In diesem Jahr kommen die drei h&auml;rtesten Reifenmischungen von Pirelli zum Einsatz. Mercedes geht davon aus, dass es schwierig wird, die Reifen mit den modernen Autos auf Temperatur zu bringen. Das ist das genaue Gegenteil zu dem, was die Formel-1-Teams 2011 in der T&uuml;rkei erlebt haben.</p><p>Aufgrund des erh&ouml;hten Abtriebs wird die ber&uuml;chtigte Kurve 8 weniger im Fokus stehen als bisher. Sie wurde schon 2011 beinahe mit Vollgas durchfahren und mit den 2020er-Boliden sollte sie eine noch geringere Herausforderung darstellen. Deshalb m&uuml;ssen die Teams keinen Set-up-Kompromiss daf&uuml;r eingehen.</p><p>Anders als bei einigen anderen unbekannten Rennen im diesj&auml;hrigen Rennkalender besitzen die meisten Teams einige historische Daten vom Grand Prix der T&uuml;rkei. Allerdings haben sich die Autos seitdem sehr stark ver&auml;ndert und auch die Strecke wurde k&uuml;rzlich neu asphaltiert, sodass diese Daten nur als Referenz genutzt werden k&ouml;nnen.</p><p><em>Mit Bildmaterial von <a href="https://www.motorsportimages.com" target="_blank" rel="noopener">Motorsport Images</a>.</em></p><p><iframe style="display: none;" title="Twitter settings iframe" src="https://platform.twitter.com/widgets/widget_iframe.96fd96193cc66c3e11d4c5e4c7c7ec97.html?origin=https%3A%2F%2Fde-thewall.motorsport.com" scrolling="no" loading="lazy" frameborder="0"></iframe><iframe id="rufous-sandbox" style="position: absolute; visibility: hidden; display: none; width: 0px; height: 0px; padding: 0px;" title="Twitter analytics iframe" scrolling="no" allowfullscreen="true" loading="lazy" frameborder="0"></iframe></p>]]></description>
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      <pubDate>Wed, 11 Nov 2020 16:04:42 +0000</pubDate>
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