Motorsport.com - All - Artikel http://de.motorsport.com/ Motorsport.com | News, Ergebnisse, Fotos - Formel 1, MotoGP, DTM und mehr! Tue, 13 Oct 2026 18:23:30 +0000 "Schmerzhafte Lektion": Lewis Hamilton nimmt Schuld an Strategiefehler auf sich https://de.motorsport.com/f1/news/schmerzhafte-lektion-lewis-hamilton-nimmt-schuld-an-strategiefehler-auf-sich-26101314/3455137/ Lewis Hamilton nimmt den Strategie-Patzer in Singapur auf die eigene Kappe: Der Ferrari-Pilot entschuldigt sich am Montag in den sozialen Netzwerken bei seinen Fans Lewis Hamilton nimmt den Strategie-Patzer in Singapur auf die eigene Kappe: Der Ferrari-Pilot entschuldigt sich am Montag in den sozialen Netzwerken bei seinen Fans

Lewis Hamilton hat nach seinem enttäuschenden Rennen in Singapur mit einer selbstkritischen Botschaft an seine Fans reagiert. Statt die Verantwortung auf sein Team abzuwälzen, nimmt der Ferrari-Pilot den Strategie-Fehler auf die eigene Kappe - und räumt offen ein, eine falsche Entscheidung getroffen zu haben.

"Das gestrige Ergebnis war nicht das, wonach wir gesucht haben, und das liegt an mir", schrieb Hamilton am Montag auf seinem Instagram-Account. "Auf einer Strecke, auf der das Überholen so schwer ist, muss man etwas Anderes versuchen - und ich habe mich für eine Strategie entschieden, die letztlich nicht aufgegangen ist."

"Es ist eine schmerzhafte Lektion, aber ich übernehme die volle Verantwortung für die Entscheidungen, die ich getroffen habe. In diesem Sport geht nicht jeder Call auf. Es geht darum, zu akzeptieren, wenn man falsch liegt, und wie man daraus lernt."

Während Red-Bull-Pilot Max Verstappen bereits seinen zweiten Sieg in Folge feierte und Hamilton-Teamkollege Charles Leclerc mit Platz zwei das Potenzial der Scuderia unterstrich, blieb für den Briten lediglich der sechste Rang, was angesichts der Leistungsfähigkeit des Ferrari besonders bitter war.

Hamilton trifft Fehlentscheidung bei der Strategie

Der entscheidende Fehler unterlief Hamilton während einer virtuellen Safety-Car-Phase: Statt an die Box zu kommen und neue Reifen abzuholen, entschied sich der Rekordweltmeister dafür, auf seinen alten Soft-Reifen zu bleiben und das Rennen ohne weiteren Stopp zu beenden.

Die Rechnung ging nicht auf: In der Schlussphase bauten die Reifen massiv ab, sodass Hamilton gleich mehrere Konkurrenten passieren lassen musste. Neben den beiden McLaren-Piloten Lando Norris und Oscar Piastri zog auch WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli im Mercedes an ihm vorbei.

Ferrari-Teamchef Frederic Vasseur bestätigte nach dem Rennen, dass die Scuderia beide Autos an die Box holen wollte. Damit lag die Fehlentscheidung in Singapur ausnahmsweise nicht beim Team, das oft Kritik einstecken muss, sondern bei Hamilton selbst.

Hamilton-Fehler hat "wertvolle Punkte gekostet"

Von Vorwürfen gegenüber seiner Mannschaft war deshalb nichts zu hören. Im Gegenteil: "Ich bin dem Team dankbar für die Arbeit, die sie jedes Wochenende hineinstecken", ergänzt Hamilton. "P6 spiegelt nicht die Pace wider, die wir im Auto hatten, und trotz des Ergebnisses gibt es Positives mitzunehmen."

Dass Hamilton seinen Fehler unmittelbar erkannte, zeigte sich bereits in der Auslaufrunde. Über den Teamfunk entschuldigte er sich bei seiner Mannschaft. "Tut mir leid, Jungs ... Ich habe euch heute mit dieser Strategie enttäuscht", nehm der 41-Jährige die Verantwort auf seine Kappe. "Mein Call, und ich habe uns wertvolle Punkte gekostet."

Auch in seiner Botschaft an die Fans schlug Hamilton versöhnliche Töne an und richtete den Blick bereits nach vorn. "Ein riesiges Dankeschön an die Fans in Singapur für die Energie", schreibt Hamilton auf seinem Instagram-Account. "Ich werde weiter hart arbeiten und beim nächsten Rennen kämpferisch zurückkommen."

]]> 3455137-de.motorsport.com Tue, 13 Oct 2026 17:34:13 +0000 Sönke Brederlow Brandbrief an die Politik: So soll der Motorsport überleben https://de.motorsport.com/f1/news/brandbrief-an-die-politik-so-soll-der-motorsport-ueberleben-26101313/3455134/ Der DMSB fordert beim Branchengipfel SPORT MARKE MEDIEN in München bessere Bedingungen für den Rennsport. Auch Audi und BMW debattieren über die Zukunft Der DMSB fordert beim Branchengipfel SPORT MARKE MEDIEN in München bessere Bedingungen für den Rennsport. Auch Audi und BMW debattieren über die Zukunft

Es brodelt hinter den Kulissen der Vollgas-Branche. Während auf den Rennstrecken dieser Welt um Hundertstelsekunden gekämpft wird, fallen die wirklich weitreichenden Entscheidungen für die Zukunft des Motorsports in den Konferenzräumen der Chefetagen. Wer wissen will, in welche Richtung Audi, BMW, Opel und Co. in den kommenden Jahren steuern, bekommt am 30. November und 1. Dezember 2026 in München exklusive Einblicke: Beim Branchengipfel SPORT MARKE MEDIEN trifft sich das Who's who der Entscheider aus Sport, Wirtschaft und Medien.

Ein absolutes Highlight der Veranstaltung, die das ESB Marketing Netzwerk betreibt, ist das ADAC Motorsport Forum. Bereits im dritten Jahr in Folge bekommt der Motorsport hier eine gewaltige Bühne - erneut begleitet vom Motorsport Network als offiziellem Medienpartner.

Formel 1, Comebacks und Millionen-Deals

Der Fokus der Konferenz liegt in diesem Jahr auf den großen Markenstrategien und Zukunftsperspektiven. Besonders spannend für Formel-1-Fans: Wiktor Stopa, Head of Growth bei REVOLUT, wird exklusive Einblicke in das F1-Engagement rund um den bevorstehenden Werkseinstieg von Audi geben. Doch nicht nur die Königsklasse steht im Rampenlicht. Mit Opel und Genesis feiern gleich mehrere Hersteller ihr vielbeachtetes Motorsport-Comeback beziehungsweise ihre Premiere auf der großen Bühne in München.

Auch abseits der Rundstrecke werden starke Partnerschaften geschmiedet: Arne Dirks (CMO WRC Promoter) und Daniel T. Roy (CEO Tempus Arte Group) präsentieren die Strategie hinter der Kooperation der Uhrenmarke STOWA mit der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC).

DMSB fordert ein Umdenken der Politik

Ein Thema, das derzeit wohl jedem deutschen Motorsport-Fan unter den Nägeln brennt, ist die Zukunft des Standorts Deutschland. Der DMSB (Deutscher Motor Sport Bund) nutzt den Gipfel, um sein neues Positionspapier zur wirtschaftlichen Relevanz des Motorsports vorzustellen. Darin enthalten: Klare Forderungen an die Politik. Es geht um eine stärkere Anerkennung des Motorsports in der Spitzensportförderung, bessere Rahmenbedingungen für gefährdete Rennstrecken und Großveranstaltungen sowie massive Förderung von Nachwuchs, Ehrenamt und Innovationen.

Wie stark Tradition und Wirtschaftskraft im deutschen Motorsport verwurzelt sind, zeigt auch der Blick auf die "Grüne Hölle". Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Nürburgrings debattieren Nürburgring-CEO Christian Stephani und BMW-M-CEO Franciscus van Meel über die Strahlkraft dieser einzigartigen Kooperation.

Florian Kurz, Verwaltungsrat des Veranstalters ESB Marketing Netzwerk, fasst die Bedeutung zusammen: "Dass wir das Motorsport Forum in Partnerschaft mit dem ADAC nun bereits zum dritten Mal durchführen, ist ein Zeichen, dass es in der Motorsport-Community etabliert ist. Es bringt die Entscheider zusammen, ermöglicht Austausch und öffnet neue Perspektiven."

Wer beim Gipfeltreffen der Sport- und Markenwelt live dabei sein möchte, findet alle Informationen sowie Tickets unter www.sportmarkemedien.com.

Transparenz-Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz (KI) erstellt. Dieses Portal gehört zu Motorsport Network. Motorsport Network ist Partner von SPORT MARKE MEDIEN 2026

]]> 3455134-de.motorsport.com Tue, 13 Oct 2026 17:00:14 +0000 Motorsport Reifenschaden in Singapur hat Oscar Piastri "wahrscheinlich sogar geholfen" https://de.motorsport.com/f1/news/reifenschaden-in-singapur-hat-oscar-piastri-wahrscheinlich-sogar-geholfen-26101312/3455131/ Oscar Piastri glaubt, dass ihm der Reifenschaden in Singapur "wahrscheinlich sogar geholfen" hat: Der McLaren-Pilot konnte am Ende noch Lewis Hamilton überholen Oscar Piastri glaubt, dass ihm der Reifenschaden in Singapur "wahrscheinlich sogar geholfen" hat: Der McLaren-Pilot konnte am Ende noch Lewis Hamilton überholen

McLaren-Pilot Oscar Piastri glaubt, dass ihm der schleichende Plattfuß, der beim Großen Preis von Singapur einen zusätzlichen Boxenstopp erforderlich machte, am Ende zu einem besseren Ergebnis verholfen hat: Kurz vor Rennende konnte sich der Australier an Lewis Hamilton vorbeischieben und sich den fünften Platz sichern.

"Das war definitiv das Maximum dessen, was wir erreichen konnten; wir hatten nicht die Pace für mehr. Hier ist die Streckenposition natürlich enorm wichtig", meint Piastri. "Ich persönlich habe meiner Meinung nach einen ziemlich guten Job gemacht."

"Der Reifenschaden war natürlich etwas ärgerlich, aber ironischerweise hat er wahrscheinlich sogar geholfen", ergänzt der McLaren-Pilot mit Blick auf den zusätzlichen Boxenstopp in der 40. Runde. "Ich habe Lewis am Ende noch bekommen - es gibt also auch etwas Positives daran."

Piastri hatte seinen ersten Stint auf den weichen Reifen deutlich länger ausgedehnt als beispielsweise Max Verstappen im Red Bull und Charles Leclerc im Ferrari. Erst kurz vor dem Einsatz des virtuellen Safety-Cars wechselte er auf die Medium-Reifen.

Oscar Piastri "wäre ziemlich enttäuscht gewesen"

Deshalb hätte ein zusätzlicher Boxenstopp während der Gelbphase kaum Sinn ergeben. Piastri wäre das Rennen voraussichtlich auf den Medium-Reifen zu Ende gefahren. Der Reifenschaden machte ihm jedoch einen Strich durch die Rechnung und zwang ihn bereits nach acht Runden zu einem erneuten Reifenwechsel.

Mit den Soft-Reifen kehrte Piastri auf die Strecke zurück, lag zu diesem Zeitpunkt allerdings 37 Sekunden hinter Hamilton. Der McLaren-Pilot war rund zwei Sekunden pro Runde schneller und konnte die Lücke bis zur drittletzten Runde schließen.

Der Ferrari-Pilot verteidigte seine Position hartnäckig, war auf seinen abgefahrenen Reifen jedoch machtlos. "Es war schwierig, denn sobald man aufgeschlossen hat, überhitzen die Reifen schnell, wenn man nicht aufpasst, und man bleibt quasi in ihrem Tempo stecken."

"Aber angesichts dessen, wie schnell ich aufgeholt habe, wäre ich ziemlich enttäuscht von mir selbst gewesen, wenn ich nicht vorbeigekommen wäre", meint Piastri. "Es gab also ein wenig Aufregung - was gut war, denn ansonsten war es ein ziemlich einsames Rennen."

McLaren-Teamchef übt Kritik am Reifenschaden

McLaren-Teamchef Andrea Stella betont, dass die Ursache für den schleichenden Plattfuß geklärt werden müsse. Das Team werde das Problem gemeinsam mit Reifenlieferant Pirelli untersuchen. "Ehrlich gesagt ist das ein ziemlich ungewöhnlicher Vorfall", findet der erfahrene Ingenieur.

"Ich habe in diesem Jahr zum ersten Mal von einem schleichenden Plattfuß gehört. Für Oscar hat es heute zwar keine großen Auswirkungen gehabt, aber in einem engeren Rennen hätte es einen erheblichen Zeitverlust bedeuten können - wir müssen der Sache also definitiv auf den Grund gehen."

"Ich glaube nicht, dass es sich um ein Problem handelt, das spezifisch für ein bestimmtes Team ist. Aber idealerweise sollte so etwas keinem Konkurrenten passieren." Zufrieden dürfte Piastri nicht sein: Der Singapur-Grand-Prix war bereits sein 13. Rennen in Folge ohne Podiumsplatzierung, die längste Durststrecke seit Beginn seiner Rookie-Saison 2023.

]]> 3455131-de.motorsport.com Tue, 13 Oct 2026 16:22:12 +0000 Sönke Brederlow Night of the Champions: Feierliche Ehrung der ADAC GT Masters Meister https://de.motorsport.com/gt-masters/news/night-of-the-champions-feierliche-ehrung-der-adac-gt-masters-meister-26101302/3455129/ Die Meister des ADAC GT Masters nahmen im Rahmen der Night of the Champions ihre Trophäen entgegen - Zahlreiche Trophäen an verschiedene Meister vergeben Die Meister des ADAC GT Masters nahmen im Rahmen der Night of the Champions ihre Trophäen entgegen - Zahlreiche Trophäen an verschiedene Meister vergeben

Ehre wem Ehre gebührt. Am Sonntagabend durften sich die bestplatzierten Fahrer und Teams des ADAC GT Masters auf der Night of the Champions in Hockenheim feiern lassen.

Bereits im Eingangsbereich zur Location wurden die Gäste von den ausgestellten Siegerfahrzeugen begrüßt; darunter auch der Lamborghini Huracan GT3 Evo 2 des Teams Engstler, mit dem nur wenige Stunden zuvor Finn Zulauf und Felix Hirsiger die Meisterschaft gewonnen hatten.

In elegantem Rahmen wurden den Top-3 der Fahrermeisterschaft, des Silver Cup, dem Sieger der "Road to DTM" sowie den Teamchampions die imposanten Pokale für ihre Leistungen überreicht.

Durch den Abend führten Claudia Wagner und Thomas Voss, die Geschäftsführer der ADAC Motorsport GmbH, sowie Moderator Matthias Killing. Eingerahmt von einem Drei-Gänge-Menü wurden zunächst die Top-3 der Fahrerwertung und des Silver Cup auf die Bühne gerufen.

Niklas Kalus, Kiano Blum, Leyton Fourie, Tim Zimmermann sowie die Champions, Felix Hirsiger und Finn Zulauf, erhielten ihre Trophäen von ADAC Vorstand Dr. Dieter Nirschel und ADAC Motorsportchef Thomas Voss.

Eine gesonderte Ehrung wurde den Siegern der "Road to DTM" aller Klassen zuteil - darunter auch Finn Zulauf. Er ist der erste Pilot, der diesen Titel bereits zum zweiten Mal gewonnen hat.

2024 wurde er Champion in der ADAC GT4 Germany und damit auch Sieger der "Road to DTM". Dieses Kunststück wiederholte er nur zwei Jahre später im ADAC GT Masters. Damit hat sich der 22-Jährige neben viel Prestige auch das Nenngeld für die nächstjährige DTM-Saison gesichert.

In der Teamwertung durfte sich FK Performance Motorsport Teamchef Fabian Finck über die große Trophäe freuen. Nach zwei Vizemeisterschaften hat die Mannschaft in diesem Jahr erstmals den Titel gewonnen.

Dahinter nahmen Franz Engstler für das Team Engstler sowie Projektleiter und Ingenieur Nicolas Bondu für das Haupt Racing Team ihre Pokale für die Ränge zwei und drei entgegen.

]]> 3455129-de.motorsport.com Tue, 13 Oct 2026 16:06:44 +0000 ADAC Motorsport "Ständig quergestanden": Pierre Gasly schlägt Alarm nach Singapur-Debakel https://de.motorsport.com/f1/news/staendig-quergestanden-pierre-gasly-schlaegt-alarm-nach-singapur-debakel-26101311/3455126/ Pierre Gasly bleibt in Singapur trotz gutem Startplatz ohne Punkte: Der Alpine-Pilot schlägt Alarm, weil er schon nach drei Runden mit Problemen zu kämpfen hatte Pierre Gasly bleibt in Singapur trotz gutem Startplatz ohne Punkte: Der Alpine-Pilot schlägt Alarm, weil er schon nach drei Runden mit Problemen zu kämpfen hatte

Eigentlich hatte sich Pierre Gasly mit dem siebten Startplatz hinter den Top-Teams eine gute und vor allem vielversprechende Ausgangslage für den Großen Preis von Singapur 2026 geschaffen. Doch im Rennen folgte für den Alpine-Piloten der enttäuschende Absturz - und am Ende sogar nur der elfte Platz.

Damit sind die Franzosen seit mittlerweile drei Rennen ohne WM-Punkte, sodass Gasly nun Alarm schlägt: Alpine kämpft mit massiven Problemen beim Reifenverschleiß sowie fehlender Traktion und gerät in der Konstrukteurs-WM immer weiter ins Hintertreffen.

Nach dem starken Qualifying am Samstag folgte die große Ernüchterung schon beim Start: Beim Erlöschen der Startampel verlor Gasly direkt zwei Positionen an Liam Lawson im Racing Bulls sowie Audi-Pilot Nico Hülkenberg. "Wir hatten beim Anfahren einfach keine Leistung", hadert der Franzose.

"Das müssen wir uns genau anschauen, denn eigentlich waren unsere Starts in dieser Saison richtig gut." Und obwohl die Aufholjagd von George Russell (Mercedes) und Isack Hadjar (Red Bull) nur schleppend vorankam, konnte Gasly die Konkurrenz auf Dauer nicht hinter sich halten und rutschte letztlich aus den Top 10 heraus.

Alpine kämpft mit massivem Reifenverschleiß

Bis zur 55. von 62 Runden lag der Alpine-Fahrer zwar noch wacker auf dem zehnten Rang und lediglich acht Sekunden hinter dem Siebtplatzierten Lawson. Doch dann schlug der Reifenverschleiß gnadenlos zu: In den letzten sechs Runden verlor Gasly allein auf Lawson zehn Sekunden.

Red-Bull-Pilot Hadjar, der ihm schlussendlich auch noch den letzten WM-Punkt abnahm, war sogar 14 Sekunden schneller als der Alpine-Pilot. Für Gasly liegt die Ursache auf der Hand: Das Fahrverhalten des A524 passte überhaupt nicht zum Kurvenprofil des Stadtkurses.

"Auf einer Strecke mit so vielen langsamen Kurven und so vielen Beschleunigungszonen waren unsere Reifen nach drei Runden einfach durch", klagt der Franzose. "Im Qualifying hat man kalte Reifen, da haben sie auf einer fliegenden Runde gar keine Zeit, sich extrem aufzuheizen."

"Im Rennen fühlt es sich zu Beginn gut an: eine Runde, zwei Runden - aber ab der dritten Runde schießen die Reifentemperaturen durch die Decke und wir haben keinerlei Traktion mehr. Wir wussten zwar, dass das eine Schwachstelle unseres Autos ist, aber ich hatte mir etwas mehr erhofft."

Gasly klagt: "Bei jedem Herausbeschleunigen stehe ich quer"

Auf die Frage, ob er sich Hoffnungen gemacht habe, Russell und Hadjar hinter sich zu halten, antwortet der Franzose klar: "Unser Hauptproblem ist, dass ich einfach aus keiner Kurve herauskomme. Es ist eine Sache, langsam zu sein. Aber wenn du mit einer passablen Geschwindigkeit aus der Kurve kommst, kannst du die Autos hinter dir verteidigen."

"Mein Problem war: Jedes Mal, wenn ich das Gaspedal nur berührt habe, stand ich quer", wird der diesjährige Monza-Polesetter deutlich. Der Verzweiflungskampf im Cockpit war deshalb vergeblich: "Ich habe [gegen Russell] mit der Batterie alles versucht, was ging."

"Aber ich hatte heute zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, mich wirklich wehren zu können. Phasenweise fühlte ich mich sogar etwas schneller als Nico, aber ich komme einfach nicht aus den Kurven raus. Jedes Mal beim Herausbeschleunigen stehe ich quer, verliere den Schwung und kann das auf der Geraden nicht mehr aufholen."

Pierre Gasly: Alpine weiß, woran zu arbeiten ist

Mit Blick auf die Ursachen zeigt sich der 28-Jährige realistisch: "Ich denke, es ist völlig klar, woran wir arbeiten müssen", meint er. "Wir wissen, warum wir diese Probleme in Verbindung mit den von uns eingesetzten Felgen haben. Aber auf einer Strecke wie dieser kostet uns das schlicht extrem viel Zeit."

Der Rückschlag in Singapur wiegt für das Team aus Enstone doppelt schwer. Noch vor gut einem Monat lag Alpine im Kampf um den fünften Platz in der Konstrukteurs-WM nur drei Punkte hinter den Racing Bulls. Dann jedoch sorgte das Urteil des FIA-Berufungsgerichts zur Monaco-Kontroverse für einen 13-Punkte-Umschwung zugunsten der Konkurrenz.

Und weil Teamkollege Franco Colapinto das Rennen in Singapur wegen eines technischen Defekts vorzeitig beenden musste, blieb Alpine bereits zum dritten Mal in Folge komplett ohne Zähler. Der Rückstand auf die Racing Bulls in der Konstrukteurs-WM ist mittlerweile auf 32 Punkte angewachsen.

]]> 3455126-de.motorsport.com Tue, 13 Oct 2026 15:33:12 +0000 Sönke Brederlow GTWC Europe Portimao: Alle Infos zum Finalrennen mit Max Verstappen https://de.motorsport.com/bes/news/gtwc-europe-portimao-alle-infos-zum-finalrennen-mit-max-verstappen-26101301/3455124/ Zeitplan, Starterliste, Livestream: Alle Infos zum Finale der GT-World-Challenge (GTWC) Europe, an dem Max Verstappen auf Mercedes-AMG GT3 teilnimmt Zeitplan, Starterliste, Livestream: Alle Infos zum Finale der GT-World-Challenge (GTWC) Europe, an dem Max Verstappen auf Mercedes-AMG GT3 teilnimmt

Max Verstappen gibt sein heiß ersehntes Debüt in der GT-World-Challenge (GTWC) Europe. Da zwei der Stammfahrer seines Teams Verstappen Racing, Daniel Juncadella und Jules Gounon, beim Ersatzrennen der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) für das ausgefallene Katar-Rennen in Barcelona an den Start gehen, steigt der Formel-1-Superstar selbst ins Cockpit. (Hier geht's zum Livestream!)

Verstappen fährt dabei zusammen mit Stammfahrer und seinem Simracing-Kumpel Chris Lulham sowie dem zweiten Ersatzmann Ben Barnicoat auf dem Mercedes-AMG GT3 #3. Es ist sein erster Auftritt im GT3-Fahrzeug seit den 24 Stunden vom Nürburgring 2026 und sein Debüt in der Rennserie.

Meisterschaftstechnisch ist das 3-Stunden-Rennen im Autodromo Internacional do Algarve bereits ein Schaulaufen, denn der Titel wurde bereits beim 3-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring zugunsten von Maro Engel, Lucas Auer und Luca Stolz entschieden. Die Winward-"Mamba", der Mercedes-AMG #48, ist punktetechnisch uneinholbar - sowohl im Endurance-Cup als auch in der kombinierten Wertung aus dem Endurance- und Sprint-Cup.

Somit wird der volle Fokus darauf liegen, wie Max Verstappen abschneidet. Seine Anwesenheit wird der GTWC Europe eine zuvor nie gesehene Öffentlichkeitswahrnehmung bescheren. Es ist auch das erste Mal, dass zwei Titanen des Motorsports aufeinandertreffen: Verstappen und MotoGP-Legende Valentino Rossi, der Stammfahrer auf dem WRT-BMW #46 ist.

Die GTWC Europe gastiert erstmals seit 2015 im Autodromo Internacional do Algarve. Bislang fand auf der Formel-1-Strecke noch nie ein Endurance-Rennen der Serie statt, wohl aber in den Jahren 2014 und 2015 zwei Sprintrennen.

Zeitplan GTWC Europe - Endurance Cup Portimao 2026 (alle Zeiten MESZ)

Für die Ortszeit muss eine Stunde abgezogen werden

Freitag, 16. Oktober

09:45 - 11:15 Uhr: 1. Freies Training

13:45 - 15:15 Uhr: 2. Freies Training

18:55 - 20:05 Uhr: Qualifying in drei Abschnitten

Samstag, 17. Oktober

18:00 - 21:00 Uhr: Rennen

Wie den Zeiten zu entnehmen ist, geht das Rennen trotz der Zeitverschiebung in die Dämmerung. Das verschafft dem Finale ein besonderes Flair. Im Rahmenprogramm fahren die GT2 European Series, McLaren-Trophy Europe und GT4 European Series. Diese Serien fahren auch noch am Sonntag, wenn das Hauptevent bereits vorbei ist.

TV-Zeiten & Livestream GTWC Europe - Endurance Cup Portimao 2026

Das Rennen kann im kostenlosen Livestream auf Motorsport-Total.com mit deutschem und englischem Kommentar verfolgt werden. Übertragen werden das Qualifying und das Rennen. Im Fernsehen wird das Rennen wie immer von Sky Sport F1 übertragen.

Freitag, 16. Oktober

18:30 - 20:30 Uhr: Qualifying (Livestream, Sky)

Samstag, 17. Oktober

17:30 - 21:40 Uhr: Rennen (Livestream, Sky)

Starterliste GTWC Europe Endurance Cup Portimao 2026

Aufgrund der Überschneidung mit der WEC gibt es mehrere Teilnehmer, die nicht im Rennen mitfahren können. Betroffen sind unter anderem natürlich Dani Juncadella und Jules Gounon, was Max Verstappen den Start ermöglicht.

Weitere von der Überschneidung betroffene Fahrer, die der WEC den Vorzug geben: Maxime Martin (Getspeed-Mercedes #17), Marco Sörensen (Comtoyou-Aston-Martin #7), Dan Harper (WRT-BMW #46), Sean Gelael (AF-Corse-Ferrari #50), Nicklas Nielsen und Alessio Rovera (AF-Corse-Ferrari #51), Marvin Kirchhöfer (Garage-59-McLaren #59) sowie Augusto Farfus und Raffaele Marciello (Rowe-BMW #98).

Beachtenswert ist außerdem Ex-Formel-1-Fahrer Nikita Masepin bei einem Gaststart des Teams Motopark.

Alle Fahrzeuge des Pro-Cups, also den Fahrzeugen, die für den Sieg am ehesten in Frage kommen, sind fett markiert. Es hat in dieser Saison jedoch auch schon zwei Erfolge durch Fahrzeuge aus dem Gold Cup gegeben, zuletzt in Barcelona beim Sprint-Cup.

#2 - Boutsen VDS - Morris Schuring/Dorian Boccolacci/Alessio Picariello - Porsche 911 GT3 R (992) Evo (Pro)

#3 - Mercedes - AMG Team Verstappen Racing - Max Verstappen/Ben Barnicoat/Chris Lulham - Mercedes-AMG GT3 Evo (Pro)

#4 - Optimum Motorsport - Adam Smalley/Freddie Tomlinson/Harry George - McLaren 720S GT3 Evo (Gold)

#5 - Optimum Motorsport - Dante Rappange/Guilherme Oliveira/Mikey Porter - McLaren 720S GT3 Evo (Silver)

#6 - GetSpeed Team Bartone Bros - Anthony Bartone/Cesar Gazeau/Aurelien Panis - Mercedes-AMG GT3 Evo (Silver)

#7 - Comtoyou Racing - Mattia Drudi/Nicki Thiim/Ross Gunn - Aston Martin Vantage AMR GT3 Evo (Pro)

#8 - Car Collection Motorsport - Reinhold Krahn/Pietro Armanni/Joel Sturm - Porsche 911 GT3 R (992) Evo (Bronze)

#9 - Pure Rxcing - Max Hofer/Mikkel Pedersen/Aliaksandr Malichin - Porsche 911 GT3 R (992) Evo (Silver)

#10 - Boutsen VDS - Alessandro Ghiretti/Robin Knutsson/Gilles Magnus - Porsche 911 GT3 R (992) Evo (Gold)

#11 - Comtoyou Racing - Marcelo Tomasoni/Aaron Muss/TBA - Aston Martin Vantage AMR GT3 Evo (Bronze)

#12 - GetSpeed Team Dubai - Gabriel Rindone/Mikael Grenier/Tom Kalender - Mercedes-AMG GT3 Evo (Bronze)

#17 - Mercedes - AMG Team GetSpeed - Ralf Aron/Maximilian Götz/Fabian Schiller - Mercedes-AMG GT3 Evo (Pro)

#19 - Team Motopark - Christian Mansell/Aaron Walker/Rui Andrade - Mercedes-AMG GT3 Evo (Silver)

#20 - Team Motopark - Nikita Masepin/Dominik Baumann/Philip Ellis - Mercedes-AMG GT3 Evo (Pro)

#21 - Comtoyou Racing - Oliver Söderström/Sebastien Baud/Kobe Pauwels - Aston Martin Vantage AMR GT3 Evo (Silver)

#23 - Team RJN - Maxwell Lynn/Horatio Fitz-Simon/Ben Dörr - McLaren 720S GT3 Evo (Silver)

#24 - Steller Motorsport - Mikkel Mac/Dennis Lind/TBA - Corvette Z06 GT3 R (Gold)

#25 - Sainteloc Racing - Ezequiel Perez Companc/Etienne Cheli/TBA - Audi R8 LMS GT3 Evo II (Silver)

#30 - Team WRT - Ignacio Montenegro/Matisse Lismont/Amaury Cordeel - BMW M4 GT3 Evo (Silver)

#32 - Team WRT - Kelvin van der Linde/Jordan Pepper/Charles Weerts - BMW M4 GT3 Evo (Pro)

#34 - natural elements by Walkenhorst Motorsport - Jamie Day/Christian Krognes/Henrique Chaves - Aston Martin Vantage AMR GT3 Evo (Pro)

#35 - Walkenhorst Motorsport - Ethan Ischer/Gaspard Simon/Mateo Villagomez - Aston Martin Vantage AMR GT3 Evo (Silver)

#41 - Razoon - more than racing - Marcos Gomes/Alan Hellmeister/Sebastiao Malucelli - Porsche 911 GT3 R (992) Evo (Bronze)

#42 - Oman Racing by Century Motorsport - Calan Williams/Javier Sagrera/Ahmad Al Harthy - BMW M4 GT3 Evo (Bronze)

#44 - Greystone GT - Jayden Kelly/Josh Rattican/Tommy Pintos - McLaren 720S GT3 Evo (Silver)

#45 - Rinaldi Racing - Dylan Medler/David Perel/Axcil Jefferies - Ferrari 296 GT3 Evo (Silver)

#46 - Team WRT - Neil Verhagen/Max Hesse/Valentino Rossi - BMW M4 GT3 Evo (Pro)

#48 - Mercedes - AMG Team MANN-FILTER - Lucas Auer/Luca Stolz/Maro Engel - Mercedes-AMG GT3 Evo (Pro)

#50 - AF Corse - Lilou Wadoux/Arthur Leclerc/Albert Costa - Ferrari 296 GT3 Evo (Pro)

#51 - AF Corse - Tommaso Mosca/Lorenzo Ferrari/Nicola Lacorte - Ferrari 296 GT3 Evo (Pro)

#52 - AF Corse - Matias Zagazeta/Jef Machiels/Gilles Stadsbader - Ferrari 296 GT3 Evo (Silver)

#54 - Dinamic GT - Tanart Sathienthirakul/Francesco Simonazzi/Angus Whiteside - Porsche 911 GT3 R (992) Evo (Silver)

#58 - Garage 59 - Thomas Fleming/Louis Prette/Benjamin Goethe - McLaren 720S GT3 Evo (Gold)

#59 - Garage 59 - Joseph Loake/Dean Macdonald/Jack Hawksworth - McLaren 720S GT3 Evo (Pro)

#60 - JMW Motorsport - TBA/TBA/TBA - Ferrari 296 GT3 Evo (Pro)

#63 - TGI Team by GRT - Franck Perera/Maximilian Paul/Mirko Bortolotti - Lamborghini Temerario GT3 (Pro)

#64 - HRT Ford Racing - Arjun Maini/Fabio Scherer/Thomas Drouet - Ford Mustang GT3 Evo (Pro)

#65 - HRT Ford Racing - Maxime Oosten/Nicolas Baert/Eduardo Coseteng - Ford Mustang GT3 Evo (Silver)

#66 - Tresor Attempto Racing - Sebastian Ögaard/Ariel Levi/Rocco Mazzola - Audi R8 LMS GT3 Evo II (Silver)

#71 - Selected Car Racing - Frederik Schandorff/Malte Ebdrup/Simon Birch - Ferrari 296 GT3 Evo (Gold)

#74 - Kessel Racing - Lorenzo Patrese/Dennis Marschall/Dustin Blattner - Ferrari 296 GT3 Evo (Bronze)

#77 - KPX Motorsport - Jop Rappange/Nigel Schoonderwoerd/Yelmer Buurman - BMW M4 GT3 Evo (Bronze)

#80 - Lionspeed GP - Ricardo Feller/Thomas Preining/Bastian Buus - Porsche 911 GT3 R (992) Evo (Pro)

#84 - Eastalent Racing - Christopher Haase/Simon Reicher/Markus Winkelhock - Audi R8 LMS GT3 Evo II (Pro)

#87 - Winward Racing - Marvin Dienst/Gabriele Piana/Rinat Salichow - Mercedes-AMG GT3 Evo (Bronze)

#88 - Tresor Attempto Racing - Daniele Di Amato/Carrie Schreiner/Gerhard Tweraser - Audi R8 LMS GT3 Evo II (Bronze)

#89 - Lionspeed GP - Alex Fontana/Bashar Mardini/Patrick Kolb - Porsche 911 GT3 R (992) Evo (Bronze)

#91 - Herberth Motorsport - Ralf Bohn/Huub van Eijndhoven/Robert Renauer - Porsche 911 GT3 R (992) Evo (Bronze)

#93 - Ziggo Sport Tempesta Racing - Peter Dempsey/Christopher Froggatt/Eddie Cheever - Porsche 911 GT3 R (992) Evo (Bronze)

#96 - Rutronik Racing - Patric Niederhauser/Marco Mapelli/Luca Engstler - Lamborghini Temerario GT3 (Pro)

#98 - Rowe Racing - Philipp Eng/Jake Dennis/Marco Wittmann - BMW M4 GT3 Evo (Pro)

#99 - Tresor Attempto Racing - Dylan Pereira/Andrea Frassineti/Alex Aka - Audi R8 LMS GT3 Evo II (Gold)

#111 - CSA Racing - Arthur Rougier/Simon Gachet/James Kell - McLaren 720S GT3 Evo (Gold)

#222 - 2Seas Motorsport - Kiern Jewiss/Charles Dawson/Reece Barr - Mercedes-AMG GT3 Evo (Bronze)

#269 - High Class Racing - Max Moritz/Klaus Bachler/Raphael Rennhofer - Porsche 911 GT3 R (992) Evo (Bronze)

#555 - CSA Racing - Romain Andriolo/James Higgins/Jean-Baptiste Simmenauer - McLaren 720S GT3 Evo (Silver)

#914 - Razoon - more than racing - Clemens Mühlbacher/Leo Pichler/Max Mutschlechner - Porsche 911 GT3 R Evo (Bronze)

#991 - Paradine Competition - Darren Leung/James Kellett/TBA - BMW M4 GT3 Evo (Bronze)

#992 - Paradine Competition - Christian Hahn/Josh Rowledge/TBA - BMW M4 GT3 Evo (Silver)

#998 - Rowe Racing - Ugo de Wilde/Tim Tramnitz/Jens Klingmann - BMW M4 GT3 Evo (Gold)

#999 - GetSpeed Team PCX Racing - Patrick Charlaix/Jordan Boisson/Marvin Klein - Mercedes-AMG GT3 Evo (Bronze)

Wettervorhersage, Stand: 12. Oktober 2026

Selbst Mitte Oktober hat der Spätsommer den südlichen Teil der Iberischen Halbinsel fest im Griff. Die Teilnehmer dürfen sich auf sommerliche Temperaturen einstellen. Die aktuell 28 Grad Celsius Höchstwert werden an den Renntagen zwar nicht mehr erreicht, es bleibt jedoch bei Höchstwerten von mehr als 20 Grad.

Da das Rennen am Abend stattfinden wird, werden sehr gute Bedingungen herrschen, am Rennende sollten es noch um die 20 Grad Lufttemperatur sein. Regen spielt die ganze Woche über keine Rolle, allerdings können sich Wolken vor die Sonne schieben.

Daten zum Autodromo Internacional do Algarve

Typ: Permanente Rennstrecke

Länge: 4,635 Kilometer

Kurven: 15

Maximale Steigung/Gefälle: 6,2/12,0 Prozent

GTWC Europe in Portimao seit: 2014 (2026 Rückkehr nach elf Jahren Pause)

Streckenrekord GTWC Europe: 1:42.589 Minuten (Tomas Enge, Lamborghini Gallardo FL2, 2014)

Eröffnung: 2008

Adresse: Sitio do Escampadinho, Mexilhoeira Grande, 8500-148 Portimao, Portugal

Bisherige Sieger der GTW Europe in Portimao

2014 R1: Jeroen Bleekemolen/Hari Proczyk (Lamborghini Gallardo FL2)

2014 R2: Maximilian Götz/Maximilian Buhk (Mercedes-Benz SLS AMG GT3)

2015 R1: Vincent Abril/Maximilian Buhk (Bentley Continental GT3)

2015 R2: Robin Frijns/Laurens Vanthoor (Audi R8 LMS Ultra)

]]> 3455124-de.motorsport.com Tue, 13 Oct 2026 15:04:49 +0000 Heiko Stritzke Bottas klagt über Cadillac: Problem mit den Bremsen "schon ab Runde zwei" https://de.motorsport.com/f1/news/bottas-klagt-ueber-cadillac-problem-mit-den-bremsen-schon-ab-runde-zwei-26101310/3455121/ Valtteri Bottas wird in Singapur fast von Teamkollege Sergio Perez überrundet: Der Cadillac-Pilot hatte zwar Bremsprobleme, allerdings war das nicht der einzige Grund Valtteri Bottas wird in Singapur fast von Teamkollege Sergio Perez überrundet: Der Cadillac-Pilot hatte zwar Bremsprobleme, allerdings war das nicht der einzige Grund

Cadillac-Pilot Valtteri Bottas musste sich seinem Teamkollegen Sergio Perez beim Großen Preis von Singapur deutlich geschlagen geben: Der Mexikaner kam satte 96 Sekunden vor dem Finnen über den Zielstrich und hätte seinen Stallgefährten in der Schlussphase des Rennens damit sogar beinahe noch überrundet.

Das Problem: Bottas hatte bereits zu Beginn des Rennens erneut mit Bremsproblemen an seinem MAC-26 zu kämpfen. "Schon in Runde zwei musste ich verstärkt 'Lift-and-Coast' anwenden", klagt der Finne, der mit dem Fahrrad von Sepang nach Singapur geradelt war.

"Irgendwann stabilisierte sich die Lage und ich brauchte eine Zeit lang nicht mehr vom Gas zu gehen, doch dann kehrte das Problem zurück." Es ist nicht das erste Mal, dass Cadillac mit solchen Schwierigkeiten zu kämpfen hat. Zuletzt hatte das Team allerdings entsprechende Maßnahmen ergriffen.

"Wir haben das Rennen mit beiden Autos beendet", sagt Bottas. "Es war zwar Management erforderlich, aber ich gehe davon aus, dass die meisten Teams hier irgendeine Form von Management betreiben müssen. Ich denke, das Problem ist so gut wie gelöst."

"Für den Rest des Jahres sollten wir gut aufgestellt sein, und das Design für das nächste Jahr wird sich ohnehin deutlich unterscheiden." Weshalb er dennoch so viel langsamer war als Teamkollege Perez, konnte sich der Cadillac-Pilot allerdings nicht erklären.

Bottas ratlos: "Ich hatte überhaupt keinen Speed"

"Im ersten Stint hatte ich überhaupt keinen Speed ​​- es ging um eine Sekunde pro Runde", meint Bottas. "Das zog sich eigentlich durch das gesamte Rennen. Ich habe vom Team alle möglichen Rückmeldungen erhalten, etwa wo ich versuchen könnte, Rundenzeit gutzumachen."

Valtteri Bottas (Cadillac) beim Formel-1-Rennen in Österreich 2026

Bottas ist aktuell deutlich langsamer als Teamkollege Perez

Foto: circuitpics.de

"Ich habe alles versucht, was in meiner Macht stand. Wenn mir am Kurveneingang oder in der Kurvenmitte Speed ​​fehlte, konnte ich das zwar ausgleichen, verlor dann aber am Kurvenausgang oder in einer anderen Phase der Kurve wieder Zeit. Es war also eine etwas seltsame Situation."

"Das Einzige, was ich sagen kann, ist, dass sich das Fahrverhalten heute wirklich schlecht anfühlte - als hätte sich irgendetwas grundlegend verändert", grübelte der Cadillac-Pilot über sein Auto. "Wir werden uns das also mal ansehen."

Auch mit Blick auf den Großen Preis der USA in Austin sind Bottas' Erwartungen gedämpft. "Wir wissen, dass es wieder ein schwieriges Rennen wird, aber hoffentlich besser als hier", sagt er. "Es fühlt sich irgendwie so an, als hätten wir hier unter unseren Möglichkeiten abgeschnitten; im Rennen lagen wir weit hinter dem Tempo der Spitze zurück."

Sergio Perez überzeugt: "Unser Tempo war sehr stark"

Sergio Perez widerspricht dieser Einschätzung, obwohl auch er in Singapur mit 48 Sekunden Rückstand auf den Aston Martin von Fernando Alonso ins Ziel gekommen war. "Unser Tempo war sehr stark", findet der Mexikaner. "Wir haben eine sehr solide Leistung gezeigt."

"Was die operativen Abläufe angeht - und das ist im Moment das Entscheidende -, hat das Team wirklich gute Arbeit geleistet. Damit können wir zufrieden sein." Um tatsächlich im Mittelfeld der Formel 1 mitmischen zu können, fehlt Cadillac aber die nötige Leistung.

"Uns fehlt einfach noch eine Sekunde oder anderthalb, um vorne mitmischen zu können", glaubt Perez. "Wir hatten während des gesamten ersten Stints die Aston Martins hinter uns. Uns fehlt im Auto einfach diese eine Sekunde; wenn wir die hätten, könnten wir uns mit den anderen messen."

Cadillac wartet weiterhin auf die ersten WM-Punkte der Teamgeschichte. Dabei hätte der Große Preis von Singapur eigentlich eine der besten Gelegenheiten geboten, die Durststrecke zu beenden. Sechs Rennen bleiben dem Team noch, um womöglich doch eine Top-10-Platzierung zu erzielen und die Debütsaison nicht ohne Punkte abzuschließen.

]]> 3455121-de.motorsport.com Tue, 13 Oct 2026 14:44:13 +0000 Sönke Brederlow Marc Marquez lobt Jorge Martin: "Er gehört zu den Kämpfern" https://de.motorsport.com/motogp/news/marc-marquez-lobt-jorge-martin-er-gehoert-zu-den-kaempfern-26101304/3455119/ Marc Marquez schwärmt von Jorge Martin und sieht Parallelen - Der Aprilia-Pilot geht nach drei Podestplätzen in Folge selbstbewusst in die letzten fünf Saisonrennen Marc Marquez schwärmt von Jorge Martin und sieht Parallelen - Der Aprilia-Pilot geht nach drei Podestplätzen in Folge selbstbewusst in die letzten fünf Saisonrennen

Marc Marquez hält große Stücke auf Jorge Martin. Nach dem Grand Prix von Indonesien auf seinen spanischen Konkurrenten angesprochen, findet der Ducati-Pilot deutliche Worte für dessen Talent.

Besonders beeindruckt habe ihn dessen Fahrstil, als Marquez nach seinem eigenen Wechsel zu Ducati erstmals Einblick in die Telemetriedaten anderer Fahrer erhielt. Martin gehöre zu den Piloten, die ihn dabei am meisten überrascht hätten.

"Für mich ist Martin ein Fahrer mit enorm viel Talent", erklärt der amtierende MotoGP-Weltmeister. "Das vergangene Jahr war für ihn mit all den Verletzungen sehr schwierig. Als ich zu Ducati kam und die Möglichkeit hatte, mir die Daten anzusehen, war er einer der Fahrer, die mich am meisten beeindruckt haben. Sowohl mit seiner Art zu fahren als auch mit dem, was er auf dem Motorrad leisten kann."

Dabei erkennt Marquez deutliche Gemeinsamkeiten zwischen sich und dem Aprilia-Piloten. Beide würden stark über das Bremsen arbeiten, wobei Martin auf seinem Motorrad besonders viel Hanging-Off habe, also weit neben dem Bike hänge.

Doch vor allem dessen kämpferische Einstellung imponiert Marquez. "Er lässt sich nicht einschüchtern. Er gehört zu den Kämpfern", sagt er über den aktuellen WM-Leader.

Marquez: "Stolz auch mal herunterschlucken"

Wie sich Martin in der kommenden Saison nach seinem Wechsel zu Yamaha schlagen wird, hängt für Marquez auch von den technischen Voraussetzungen ab. Talent allein reiche in der MotoGP nicht aus, um dauerhaft um Siege und Titel zu kämpfen. Die Leistungsfähigkeit des Motorrads bleibe ein wesentlicher Faktor.

"Im nächsten Jahr werden wir sehen. Natürlich kann man etwas erreichen, wenn man das richtige Motorrad hat, so wie er es bisher hatte und immer noch hat", sagt Marquez. "Wenn er im nächsten Jahr nicht das richtige Motorrad hat, kannst du nichts ausrichten, ganz egal, ob du Martin, Marquez oder Quartararo heißt."

Der Spanier beschreibt die MotoGP als Zusammenspiel zwischen Fahrer und Maschine. Gleichzeitig müsse ein Pilot bei der Wahl seines Arbeitgebers strategisch vorgehen.

"Man muss geschickt und manchmal egoistisch sein. Man muss gelegentlich seinen Stolz herunterschlucken, um den Platz zu finden, der am besten zu einem passt", erklärt Marquez und konkretisiert: "Wenn ich davon spreche, den Stolz herunterzuschlucken, meine ich damit, beim Gehalt auch mal Abstriche zu machen."

Damit verweist Marquez auf einen Aspekt der Teamwahl, der neben der reinen Leistungsfähigkeit des Motorrads eine Rolle spielt: Ein finanziell weniger lukratives Angebot kann attraktiv sein, wenn es bessere sportliche Perspektiven eröffnet. So fuhr er selbst erst ein Jahr im Ducati-Kundenteam Gresini und verzichtete dabei auf viel Geld, bis er ins Ducati-Werksteam aufstieg und erneut Weltmeister wurde.

Martin sieht sich für den Titelkampf gerüstet

Seine Titelverteidigung ist noch völlig offen. Nach 17 von insgesamt 22 Saisonrennen liegt Martin mit 355 Punkten nur knapp vor Marquez, der nach seinem Sprintsieg und einem sechsten Platz in Mandalika bei 353 Zählern steht. Der Abstand zwischen den beiden Titelkonkurrenten beträgt damit lediglich zwei Punkte.

Martin, der am Sonntag Dritter wurde, zeigt sich trotz des verpassten Sieges zuversichtlich. Nach einer wechselhaften Saison mit Verletzungsproblemen und Leistungsschwankungen glaubt er, die Schwierigkeiten inzwischen überwunden zu haben.

"Ich bin glücklich, mein drittes Podium in Folge mit Aprilia erreicht zu haben. Das ist wirklich wunderbar", sagt der Spanier und gibt sich zuversichtlich: "Ich fühle mich inzwischen sicher genug, um bei allen verbleibenden Rennen schnell zu sein."

Zwar räumt Martin ein: "Es gab definitiv Rennen, bei denen ich dachte, dass ich Probleme bekommen würde. Und tatsächlich hatte ich dann auch Probleme." Für die letzten fünf Grands Prix erwartet er nun aber eine andere Ausgangslage. "Jetzt habe ich das Gefühl, dass ich nicht mehr in Schwierigkeiten geraten werde. Ich werde sehr konkurrenzfähig sein und konzentriere mich voll auf das, was vor mir liegt."

Reifenprobleme verhinderten den Sprintsieg

Dass Martin in Indonesien nicht noch mehr Punkte sammeln konnte, lag unter anderem am Sprint am Samstag. Nachdem Bezzecchi und Fernandez bereits in der ersten Runde ausgeschieden waren, bot sich dem Spanier eine große Chance auf den Sieg.

Doch ein zu niedriger Reifendruck am Vorderrad beeinträchtigte seine Fahrt. Ein später Fehler machte die Hoffnungen auf einen Sieg dann endgültig zunichte. Martan kam lediglich als Vierter ins Ziel, während Marquez das kurze Rennen gewann.

"Ich habe eine große Chance auf den Sprintsieg verpasst, aber so ist Rennsport. Manchmal gewinnt man, manchmal lernt man", sagt Martin rückblickend. Der Sonntag sei dafür ein guter Tag gewesen: Mit dem dritten Platz holte er die WM-Führung zurück.

"Es sind noch fünf Rennen zu fahren. Ich habe das Gefühl, dass ich mit jedem Rennen schneller werde und immer besser um den Titel kämpfen kann", betont der Aprilia-Pilot.

Wo Martin Defizite zu Aprilia-Kollegen sieht

Trotz des Podiums war Martin in Mandalika nicht auf dem Niveau seiner Markenkollegen Bezzecchi und Fernandez. Der Rückstand auf den Sieger betrug im Ziel 6,890 Sekunden. Vor allem in den schnellen Kurven fehlte ihm das nötige Tempo.

"Es sah so aus, als könnten sie in den schnellen Kurven mehr Geschwindigkeit mitnehmen und dabei weniger Schlupf erzeugen. Bei mir rutschte das Bike dagegen extrem stark. Deshalb musste ich Risiken eingehen, um Zeit gutzumachen", so Martin.

Er habe sich im Verlauf des Wochenendes zwar deutlich gesteigert, ihm hätten jedoch einige Runden gefehlt, um den Anschluss vollständig herzustellen. Weil er den Indonesien-Grand-Prix im Vorjahr verletzungsbedingt verpasst hatte, fehlte ihm zudem die Erfahrung mit der aktuellen Aprilia RS-GP auf dem Kurs in Mandalika.

"Vielleicht haben sie im vergangenen Jahr bereits einen Schritt nach vorn gemacht, und an diesem Wochenende habe ich versucht, zu ihnen aufzuschließen", schätzt Martin. Wenn er eine Strecke im Vorjahr nicht gefahren sei, falle es ihm manchmal schwerer als sonst, das Tempo seiner Konkurrenten zu erreichen.

"Ich habe das zusätzliche Potenzial aus der Aprilia nicht herausgeholt, obwohl das Motorrad wirklich gut funktionierte. Mit dem Ergebnis bin ich trotzdem zufrieden."

Für den Titelkampf wird es nun darauf ankommen, solche Wochenenden möglichst schadlos zu überstehen. Martin sieht vor allem Konstanz, Geschwindigkeit und kluge Entscheidungen als entscheidende Faktoren für die verbleibenden Rennen.

"Konstanz wird sehr wichtig sein, Geschwindigkeit ebenfalls, und man muss clever sein", erklärt der Spanier. "Bei jedem Rennen fehlt uns ein kleines bisschen. Ich hoffe, dass ich das am Saisonende nicht bereuen werde. Aber wir sind immer dabei, holen immer Punkte und stehen fast immer auf dem Podium."

]]> 3455119-de.motorsport.com Tue, 13 Oct 2026 13:54:17 +0000 Juliane Ziegengeist "Fühle mich sehr gut": Lawson sammelt Argumente für seine Formel-1-Zukunft https://de.motorsport.com/f1/news/fuehle-mich-sehr-gut-lawson-sammelt-argumente-fuer-seine-formel-1-zukunft-26101309/3455116/ Liam Lawson sammelt in Singapur neue Argumente für seine weitere Zukunft in der Formel 1: Cockpit für 2027 ist nicht sicher, aber der Racing-Bulls-Pilot "fühlt sich gut" Liam Lawson sammelt in Singapur neue Argumente für seine weitere Zukunft in der Formel 1: Cockpit für 2027 ist nicht sicher, aber der Racing-Bulls-Pilot "fühlt sich gut"

Racing-Bulls-Pilot Liam Lawson sammelt derzeit wichtige Argumente für seine Zukunft in der Formel 1: Sowohl beim Großen Preis von Bahrain in Malaysia als auch beim Nachtrennen in Singapur kam der 24-jährige Neuseeländer jeweils als Siebter ins Ziel. "Ich persönlich fühle mich sehr gut", sagt Lawson bei Sky UK.

"Wenn man sich diesen 'Triple-Header' ansieht: Wir waren in dieser Phase wohl am stärksten - auch ich persönlich", meint der Racing-Bulls-Pilot, der in Aserbaidschan nur wegen der Kollision mit Teamkollege Arvid Lindblad am Ende leer ausging. "Natürlich hätten wir eigentlich in allen drei Rennen punkten müssen."

"Aber als Team haben wir das geschafft, und ich glaube, das zeigt, dass wir gut aufgestellt sind", erinnert Lawson an den siebten Platz seines Teamkollegen in Lindblad in Baku. Racing Bulls hat sich in den vergangenen drei Rennen offenbar als fünftstärkste Kraft hinter den vier Top-Teams von Mercedes, Red Bull, Ferrari und McLaren etabliert.

Lawson präsentierte sich zuletzt dabei stärker als sein jüngerer Teamkollege. Innerhalb des Teams zeichnet sich damit zumindest ein kleiner Konkurrenzkampf ab, denn beide Fahrer haben für 2027 noch keinen Vertrag. Gleichzeitig drängt mit einem möglichen Nachfolger aus der Formel 2 bereits ein weiterer Kandidat nach.

Liam Lawson wusste: "In Kurve 1 geht's zur Sache!"

Lawson tut deshalb alles, um seinen Platz in der Formel 1 für die kommende Saison zu behaupten. Auch in Singapur ist ihm das gelungen. "Ein sehr starkes Rennen heute, besonders für Liam", lobt Racing-Bulls-Teamchef Alan Permane. Den Grundstein für seinen siebten Platz legte der Neuseeländer bereits am Start.

"Wir sind auf den Soft-Reifen gestartet", sagt Lawson. "Als die Heizdecken abgenommen wurden und ich sah, dass [Pierre Gasly] auf Mediums unterwegs war, wusste ich ehrlich gesagt: In Kurve 1 geht's zur Sache. Daran habe ich eigentlich die ganze Zeit gedacht: einen guten Start hinzulegen und zu versuchen, ihn in Kurve 1 zu schnappen."

Der Plan ging auf: Lawson setzte sich in der ersten Kurve gegen seinen Konkurrenten durch. Anschließend "konnte er sich souverän absetzen und den Vorsprung über das gesamte Rennen halten, während er gleichzeitig den Reifenverschleiß gut im Griff hatte", lobt sein Teamchef. "Wir haben reagiert, als Gasly und Nico Hülkenberg an die Box kamen."

Lawson schlägt Teamkollege Arvid Lindblad deutlich

Beim Stopp wurde "für den Rest des Rennens auf Medium-Reifen gewechselt, um das Risiko durch Safety-Car-Phasen zu minimieren", erklärt Permane die Strategie von Racing Bulls. "Von da an war der Weg bis zur Zielflagge ziemlich unkompliziert."

"Ich glaube, der Soft-Reifen war ziemlich stark", ergänzt Lawson. "Im ersten Stint war ich etwas besorgt, weil er sich fast zu gut anfühlte - und ich wusste ja, dass ich das Rennen letztlich auf Mediums zu Ende fahren würde. Aber ehrlich gesagt war das Auto mit beiden Mischungen sehr gut."

Teamkollege Arvid Lindblad kam beim Großen Preis von Singapur lediglich auf Platz 15 ins Ziel und blieb damit ohne Punkte. Das teaminterne Duell ging somit klar an Lawson, der mit seinen jüngsten Leistungen weiter Argumente für eine Zukunft in der Formel 1 sammelt. Es gibt also gute Gründe, warum sich der Neuseeländer aktuell "sehr gut" fühlt.

]]> 3455116-de.motorsport.com Tue, 13 Oct 2026 12:44:44 +0000 Sönke Brederlow Fernando Alonso: Teams haben zu viel Macht in der Formel 1 https://de.motorsport.com/f1/news/fernando-alonso-teams-haben-zu-viel-macht-in-der-formel-1-26101308/3455113/ Fernando Alonso glaubt nicht an größere Änderungen am Sprintformat, weil vor allem die Topteams daran seiner Meinung nach überhaupt kein Interesse haben Fernando Alonso glaubt nicht an größere Änderungen am Sprintformat, weil vor allem die Topteams daran seiner Meinung nach überhaupt kein Interesse haben

Auch nach dem Formel-1-Sprint in Singapur gibt es wieder Diskussionen darüber, wie man die Kurzrennen in der Königsklasse spannender gestalten könnte. Denn zwar gab es am Samstag durch den Ausfall von George Russell und die Kollision der beiden McLaren-Piloten durchaus ein wenig Action.

Davon abgesehen war der Sprint auf dem Marina Bay Street Circuit aber größtenteils eine Prozession ohne irgendwelche Überholmanöver. Und Fernando Alonso glaubt, dass die Spitzenteams sich das auch genau so wünschen.

Darauf angesprochen, ob man das Format der Sprints ändern und zum Beispiel über eine umgekehrte Startaufstellung nachdenken solle, antwortet der zweimalige Weltmeister: "Das Problem ist, dass die Teams die Macht haben, gegen jede Idee zu stimmen."

Seine Behauptung: "Wann immer es eine Idee oder ein innovatives Format gibt, stimmen die Topteams dagegen, weil sie es so langweilig wie möglich haben wollen und so ihre Punkte sichern."

Die Logik hinter der Aussage ist klar: Je "normaler" ein Sprint abläuft, desto größer ist die Chance für die Topteams, am Ende vorne zu stehen. Deswegen vermutet Alonso, dass diese gar nicht an einer besseren Show bei den Rennen am Samstag interessiert sind.

"Ich denke, das ist etwas, worüber man für die Zukunft des Sports nachdenken muss", betont er und erklärt: "Die Teams werden immer ihre eigenen Interessen verfolgen, und es wird schwierig sein, die Formate oder Ähnliches zu ändern."

Tatsächlich äußerte sich beispielsweise Mercedes-Teamchef Toto Wolff in der Vergangenheit bereits mehrfach kritisch über Dinge wie eine umgekehrte Startaufstellung. "Reverse-Grids haben keinen Platz in einem Sport, der auf dem Kräftemessen und dem Wettkampf im eigentlichen Sinne basiert", sagte er bereits 2021.

"Wir sind Unterhaltung, aber in dem Moment, in dem wir in Show und Hollywood abrutschen, verliert man als Sport insgesamt viel an Glaubwürdigkeit", so Wolff damals. In der kommenden Saison wird die Formel 1 die Anzahl der Sprint-Wochenenden von sechs auf zehn erhöhen.

Mit größeren Änderungen am Format sollte man laut Fernando Alonso allerdings nicht rechnen.

]]> 3455113-de.motorsport.com Tue, 13 Oct 2026 11:47:04 +0000 Ruben Zimmermann MotoGP-Reifendruck: Acosta fordert einheitliche Vorgaben für alle https://de.motorsport.com/motogp/news/motogp-reifendruck-acosta-fordert-einheitliche-vorgaben-fuer-alle-26101303/3455111/ Pedro Acosta rechnet mit der Reifendruckregel der MotoGP ab - Nach den Problemen in Indonesien fordert der KTM-Pilot eine einheitliche Vorgabe für alle Fahrer Pedro Acosta rechnet mit der Reifendruckregel der MotoGP ab - Nach den Problemen in Indonesien fordert der KTM-Pilot eine einheitliche Vorgabe für alle Fahrer

Die Reifendruckvorschriften haben den Rennverlauf beim Grand Prix von Indonesien maßgeblich beeinflusst. Pedro Acosta und Marc Marquez verloren in Mandalika wertvolle Zeit, weil sie sich gegenseitig überholen lassen mussten, um den Druck ihrer Vorderreifen in den vorgeschriebenen Bereich zu bringen.

Am Ende nutzte Ai Ogura die Situation und zog in den letzten Runden an beiden vorbei, um sich den vierten Platz hinter Marco Bezzecchi, Raul Fernandez und Jorge Martin zu sichern.

Acosta hält das aktuelle Reglement für nicht praktikabel. "Die Reifendruckregel ist der größte Unsinn in der gesamten Meisterschaft", erklärt der Spanier. Mit Blick auf Martin, der im Sprint am Samstag mit dem Problem zu kämpfen hatte, ergänzt er: "Man kann nicht um den Titel kämpfen und sich dann so etwas gefallen lassen."

Reifendruckregel zwingt zu taktischen Manövern

Die MotoGP führte im August 2023 eine entsprechende Änderung des technischen Reglements ein. Seitdem müssen die Fahrer bestimmte Mindestwerte beim Reifendruck über einen festgelegten Anteil der Renndistanz einhalten. Beim Vorderreifen liegt der Grenzwert bei 1,80 bar, beim Hinterreifen bei 1,68 bar.

In Grand-Prix-Rennen muss der vorgeschriebene Druck in mindestens 60 Prozent der Runden erreicht werden, bei Sprintrennen sind es 30 Prozent. Bei Verstößen drohen Zeitstrafen von 16 Sekunden im Grand Prix und acht Sekunden im Sprint.

Reifenlieferant Michelin entwickelte ein Überwachungssystem, mit dem sich die Einhaltung der Vorgaben kontrollieren und Verstöße nach dem Rennen sanktionieren lassen.

Wie stark die Regel das sportliche Geschehen beeinflussen kann, zeigte sich in Indonesien gleich mehrfach. Maverick Vinales erhielt im Sonntagsrennen eine Zeitstrafe von 16 Sekunden, weil sein Vorderreifen nicht lange genug den vorgeschriebenen Mindestdruck erreichte. Da der Tech3-Pilot ohnehin als Letzter ins Ziel kam, hatte die Sanktion allerdings keine Auswirkungen auf seine Platzierung.

Schwerer wog das Problem für Acosta und Marquez. Die beiden lieferten sich über weite Strecken Positionskämpfe, ließen sich aber wiederholt passieren, um jeweils hinter einem anderen Fahrer fahren zu können. Im Windschatten sollte der Reifendruck steigen. Das kostete jedoch so viel Zeit, dass Platz vier verloren ging.

Auch Martin gerät im Sprint in Schwierigkeiten

Bereits am Samstag hatte Martin die Folgen der Vorschrift zu spüren bekommen. Der Aprilia-Pilot war vom fünften Startplatz in den Sprint gegangen und hatte den Reifendruck mit der Erwartung gewählt, im Verlauf des Rennens hinter anderen zu fahren.

Doch schon in der ersten Kurve fand sich der Spanier an der Spitze wieder. Ohne einen vorausfahrenden Fahrer fehlte ihm der entsprechende Effekt, um den Druck im vorgeschriebenen Bereich bleiben, und nach acht Runden musste er Marquez vorbeilassen, damit der Druck wieder ansteigen konnte.

Bei einem missglückten Kurveneingang verlor der Spanier schließlich zwei Positionen. Marquez gewann den Sprint und übernahm die Führung in der Weltmeisterschaft. Martin eroberte am Sonntag jedoch wieder Platz eins in der Gesamtwertung.

Acosta sieht das Grundproblem darin, dass die Fahrer den Rennverlauf bei der Wahl des Reifendrucks nicht zuverlässig vorhersehen können. "Aber genau dazu zwingt einen die Entscheidung, mit welchem Druck man die Reifen fährt. Stellt man ihn zu hoch ein, funktioniert das Motorrad nicht richtig. Ist er zu niedrig, riskiert man eine Strafe und muss solche Dinge tun, also sich überholen lassen."

Acostas Vorschlag: Einheitlicher Druck für alle

Der KTM-Pilot plädiert für eine standardisierte Lösung, bei der alle Motorräder mit demselben Reifendruck starten. Damit ließe sich verhindern, dass Fahrer während des Rennen ihre Position aufgeben oder ihr Tempo bewusst reduzieren müssen.

"Wenn wir alle einen einheitlichen Reifendruck hätten, der für das gesamte Starterfeld gleich wäre, wäre es einfacher. Einen sehr hohen Druck zu fahren, ist sogar gefährlich", erklärt Acosta. Seine Idee sieht vor, dass Michelin vor dem Rennen einen verbindlichen Druckbereich für den Vorderreifen festlegt.

Anschließend könnte in der Startaufstellung kontrolliert werden, ob alle Fahrer die gleiche Vorgabe einhalten. "Das lässt sich innerhalb weniger Augenblicke erledigen. Danach müsste man sich keine Gedanken mehr darüber machen und könnte sich ganz darauf konzentrieren, das Rennen zu gewinnen", so Acosta.

Pirelli übernimmt 2027: Breiteres Druckfenster?

Mit Blick auf die Saison 2027 könnte sich die Situation ohnehin verändern. Dann löst Pirelli Michelin als alleinigen Reifenlieferanten der MotoGP ab. Der italienische Hersteller will die Reifendruckregel zwar grundsätzlich beibehalten.

Gleichzeitig sieht Pirelli bei seinen Reifen einen größeren Spielraum, der die Wahrscheinlichkeit entsprechender Probleme verringern soll. Motorsport.com, einer Partnerseite von Motorsport-Total.com sprach dazu im vergangenen Juli mit Giorgio Barbier, Pirellis Motorsportdirektor für den Motorradrennsport.

Hintergrund war der Fall von Joan Mir, der beim Grand Prix der Niederlande mit Honda seinen Podestplatz wegen eines Verstoßes gegen die Vorgaben zum Reifendruck verlor.

Barbier betonte, dass Pirelli die bisherige Regelung respektiere. "Wir müssen den aktuellen MotoGP-Lieferanten Michelin mit großem Respekt behandeln. Wenn Michelin nach elf Jahren gemeinsam mit der Dorna eine solche Regel eingeführt hat, weil man davon ausgeht, dass das Fahren mit niedrigem Reifendruck gefährlich sein kann, dann kann ich nicht behaupten, dass diese Gefahr nicht besteht."

Gleichzeitig verwies Barbier auf die Eigenschaften der eigenen Reifen. "Unsere Reifen haben ein recht breites Druckfenster, in dem sie funktionieren. Der Hersteller kann den Druck wählen. Das Verhalten des Reifens verändert sich von einem Druckwert zum anderen nicht allzu stark", erklärte der Motorsportdirektor.

Pirelli erwartet offenbar weniger Schwierigkeiten durch unterschiedliche Druckwerte und will verhindern, dass Fahrer noch Stunden nach dem Rennende mit Zeitstrafen belegt werden. "Wir können nicht weiter mit ansehen, dass so etwas passiert."

]]> 3455111-de.motorsport.com Tue, 13 Oct 2026 11:35:47 +0000 Juliane Ziegengeist Preining jetzt in elitärem Klub: Welche acht Piloten holten mehrere DTM-Titel? https://de.motorsport.com/dtm/news/preining-jetzt-in-elitaerem-klub-welche-acht-piloten-holten-mehrere-dtm-titel-26101301/3455109/ Mit dem zweiten DTM-Titel ist Thomas Preining etwas gelungen, was nur sieben andere geschafft haben: Wie er die Erfolge vergleicht und was diesmal besser gelang Mit dem zweiten DTM-Titel ist Thomas Preining etwas gelungen, was nur sieben andere geschafft haben: Wie er die Erfolge vergleicht und was diesmal besser gelang

Mit seinem zweiten DTM-Titelgewinn in Hockenheim nach 2023 ist Thomas Preining in einen exklusiven Klub eingetreten: Der österreichische Porsche-Werksfahrer ist einer von nur acht Piloten in der 1984 noch als DPM (Deutsche Produktionswagen-Meisterschaft) gegründeten Rennserie, denen dieses Kunststück gelungen ist. Und der erste Österreicher.

"In der Vorbereitung auf dieses Wochenende habe ich mir vorgenommen, dass ich es, falls es tatsächlich klappt, unbedingt mehr genießen will als beim ersten Mal", sagt der ehrgeizige Preining nach dem Triumph gegen Titelrivale Maro Engel beim letzten Saisonrennen. "Alles geht so schnell. So viele Menschen schütteln dir die Hand, und alles passiert gleichzeitig."

Deshalb sei es schwierig, "den Moment zu genießen. Ich finde, dass mir das bisher definitiv etwas besser gelungen ist als beim letzten Mal. Und ich hoffe, dass wir das heute Abend so fortsetzen können", so Preining vor der DTM-Preisverleihung und der darauffolgenden Party.

DTM-Rekorde für Preining nicht im Vordergrund

Der 28-Jährige, der auch seinen ersten Titel mit Manthey einfuhr, ist der erste Doppel-Champion der GT3-Ära der DTM. Und obwohl er sich auch in Zukunft in der DTM sieht, denkt er vorerst nicht daran, auf die Rekorde von Piloten wie Rene Rast oder gar Bernd Schneider loszugehen.

Stattdessen interessiere ihn, "dass wir jetzt gescheit feiern. Und dass ich überhaupt sowas erleben habe dürfen mit meinem Team. Die Megastimmung im Motodrom - an so etwas erinnert man sich immer."

Aber wie vergleicht Preining seine zwei Titel? "Vor diesem Wochenende war ich viel ruhiger", sagt er. Das liege nicht nur daran, dass er es bereits 2023 geschafft hatte, DTM-Meister zu werden. "Sondern auch an 2022 und 2025. Ich war schon mehrmals im Titelkampf und wusste deshalb, wie es ist. Ich weiß auch besser, wie man mit der Aufmerksamkeit umgeht."

Vergleich mit 2023: Machte es der große Vorsprung schwieriger?

Auf der Strecke sei die Ausgangslage aber ganz anders gewesen als 2023, als er vor dem Finale nur zehn Punkte Vorsprung auf Mirko Bortolotti hatte. "Ich lag zwar beide Male vorne, aber 2023 war klar, dass ich das Kapitel mit einem Sieg am Samstag schließen konnte. Und dass wir die Arbeit mit dem Qualifying am Sonntag erledigen konnten."

Er habe also immer ein klares Ziel vor Augen gehabt. "Wir waren zwar vorne, haben aber attackiert", sagt er. "Diesmal war die Führung aber so groß, dass nichts schiefgehen durfte", verweist er auf den Vorsprung von 23 Punkten auf Engel vor dem Wochenende. "Wir haben also das ganze Wochenende gemanagt, um überall ohne blöde Situationen durchzukommen - und zum Glück ist alles gutgegangen."

Der "Grello"-Pilot ist der 28. Meister der DTM - in insgesamt 40 Jahren, wenn man auch das ITC-Jahr 1996 mitzählt.

Aber wer sind neben Preining die anderen sieben DTM-Piloten, die es geschafft haben, mehr als einen Titel zu erringen? Wer war der jüngste Pilot, dem das gelungen ist? Und wer hat es sogar geschafft, mit unterschiedlichen Marken DTM-Meister zu werden? All diese Antworten geben wir in unserer Fotostrecke.

]]> 3455109-de.motorsport.com Tue, 13 Oct 2026 10:34:00 +0000 Sven Haidinger Oliver Mintzlaff: Warum Laurent Mekies der richtige Mann für Red Bull ist https://de.motorsport.com/f1/news/oliver-mintzlaff-warum-laurent-mekies-der-richtige-mann-fuer-red-bull-ist-26101307/3455106/ Red-Bull-CEO Oliver Mintzlaff ist zufrieden mit der Arbeit von Laurent Mekies und verrät, was man sich nach der Trennung von Christian Horner gewünscht hatte Red-Bull-CEO Oliver Mintzlaff ist zufrieden mit der Arbeit von Laurent Mekies und verrät, was man sich nach der Trennung von Christian Horner gewünscht hatte

Sind diese Aussagen ein kleines Nachtreten gegen Ex-Teamchef Christian Horner? Red-Bull-CEO Oliver Mintzlaff hat bei Sky über die aktuelle Arbeit von Laurent Mekies bei den Bullen gesprochen - und dabei auch einen Satz gesagt, den man durchaus als Kritik an Horner werten kann.

Seit etwas mehr als einem Jahr ist Mekies Teamchef bei den Bullen, und dort ist man mit der Arbeit des Franzosen offenbar sehr zufrieden. Mekies habe den Job im Sommer 2025 "in keiner einfachen Phase" übernommen, erinnert Mintzlaff in dem Gespräch.

Red Bull hatte sich da gerade nach mehr als 20 Jahren von Horner getrennt. "Wir wussten natürlich, dass er bei Racing Bulls einen tollen Job gemacht hat, dass er ein guter Leader ist. Er hat natürlich das technische Verständnis", so Mintzlaff über Mekies.

Der Franzose sei aber "auch jemand, der Leute empowern kann, der Leute führt, der sie auch geschlossen hinter sich bringt. Uns war es wichtig, nachdem wir dann den Wechsel vollzogen haben, dass wir wieder eine Einheit werden", betont Mintzlaff.

Ein spannender Satz, mit dem Mintzlaff einräumt, dass das Team unter Horner zuvor eben keine Einheit mehr gewesen sei. Die "Horner-Affäre" hatte den Rennstall bereits seit Beginn der Saison 2024 belastet - und war schließlich mitentscheidend für die Trennung.

Wende unter Mekies geschafft

Unter Mekies habe man sich daher gewünscht, "dass wir den Blick nach vorne richten, dass wir auch einfach den Leuten, die wir hier haben, die ja auch in den letzten Jahren ein Weltmeisterauto gebaut haben, dass wir denen das Vertrauen schenken und wieder an uns glauben".

"Und da ist Laurent der Experte", lobt Mintzlaff und ergänzt: "Hinzu kommt natürlich auch noch, dass wir gesagt haben, wir wollen so ein bisschen die Dinge aufteilen. Formel 1 wird immer, immer größer. Und jemanden, der alles verantwortet, den Commercial-Bereich und den Racing-Bereich, das hat uns dann nicht mehr ganz so gefallen."

Das kann man ebenfalls als Kritik an Vorgänger und "Alleinherrscher" Horner verstehen, auch wenn Mintzlaff dessen Namen nicht explizit in den Mund nimmt. "Deswegen haben wir dann halt auch hier eine Änderung vorgenommen", erklärt er.

Unter Mekies legte Red Bull in der zweiten Saisonhälfte 2025 einen sportlichen Endspurt hin, der Max Verstappen fast noch den WM-Titel eingebracht hätte. Am Ende wurde der Niederländer Vizeweltmeister mit nur zwei Zählern Rückstand auf Lando Norris.

2026 haben die Bullen nach einem schwierigen Start in die neue Regelära inzwischen auch wieder die Kurve bekommen. Verstappen holte zuletzt in Malaysia und Singapur zwei Grand-Prix-Siege in Folge.

]]> 3455106-de.motorsport.com Tue, 13 Oct 2026 10:32:05 +0000 Ruben Zimmermann Offiziell: Formel 1 verkündet Ruanda-Deal - aber ohne konkreten Zeitpunkt https://de.motorsport.com/f1/news/offiziell-formel-1-verkuendet-ruanda-deal-aber-ohne-konkreten-zeitpunkt-26101306/3455103/ Die Rückkehr der Formel 1 nach Afrika ist offiziell beschlossen - Die Königsklasse wird in den kommenden Jahren in Ruanda fahren, sobald es dort eine Strecke gibt Die Rückkehr der Formel 1 nach Afrika ist offiziell beschlossen - Die Königsklasse wird in den kommenden Jahren in Ruanda fahren, sobald es dort eine Strecke gibt

Was sich bereits angebahnt hatte, ist seit Dienstag offiziell: Die Formel 1 kehrt endlich nach Afrika zurück. Die Königsklasse hat einen Vertrag mit Ruanda über zehn Jahre bekanntgegeben. Dort soll in Zukunft ein Rennen unter dem Titel "Großer Preis von Afrika" stattfinden.

Kurios: Ein genaues Startdatum gibt es noch nicht. In der Pressemitteilung heißt es lediglich, dass der Grand Prix erstmals "in den frühen 2030er-Jahren" ausgetragen werden soll. Fans müssen also noch mindestens vier Jahre auf das Rennen warten.

Zum bislang letzten Mal fuhr die Formel 1 1993 in Afrika, damals in Südafrika auf dem Kyalami Grand Prix Circuit. Die Rückkehr wird in Ruanda auf einer komplett neuen Rennstrecke in Bugesera erfolgen, die erst noch gebaut werden muss.

Von der Formel 1 heißt es dazu: "Im Rahmen dieser langfristigen Vereinbarung wird das erste Rennen des Landes stattfinden, sobald die neue, eigens dafür errichtete Rennstrecke in Bugesera, Ruanda, fertiggestellt ist, was voraussichtlich zu Beginn des nächsten Jahrzehnts der Fall sein wird."

Bugesera liegt rund 40 Kilometer südlich der Hauptstadt Kigali. Weiter heißt es in der Pressemitteilung über die Strecke: "Sie wird so gestaltet, dass sie sich harmonisch in die natürliche Landschaft einfügt. Dabei werden die Höhenunterschiede der Gegend genutzt, um ein einzigartiges und anspruchsvolles Rennerlebnis zu schaffen und den Fans gleichzeitig hervorragende Sichtmöglichkeiten zu bieten."

Federführend für das Projekt verantwortlich ist die Firma Tilke. Ebenfalls involviert ist WurzDesign, die Firma des ehemaligen Formel-1-Piloten Alexander Wurz. Abseits der Rennwochenenden soll die Anlage ganzjährig als Veranstaltungszentrum genutzt werden.

Vertrag ein "historischer Moment für unseren Sport"

Ruandas Präsident Paul Kagame erklärt stolz: "Der heutige Tag gehört Afrika. Seit mehr als drei Jahrzehnten findet die weltweit führende Motorsportmeisterschaft ohne diesen Kontinent statt. Doch mit dieser Vereinbarung ändert sich das."

FIA-Präsident Mohammed bin Sulayem bezeichnet den Deal als einen "historischen Moment für unseren Sport" und kündigt an: "Die FIA wird eng mit der FOM und unseren Partnern zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass diese neue Rennstrecke nach den höchsten internationalen Standards gebaut wird."

Formel-1-Boss Stefano Domenicali ergänzt: "Heute ist ein Meilenstein für die Formel 1. Mit dem Einstieg Ruandas in den Rennkalender ab dem nächsten Jahrzehnt wird unser Sport auf allen bewohnten Kontinenten vertreten sein und die Weltmeisterschaft den Fans rund um den Globus näherbringen als je zuvor."

"Afrika war schon immer Teil der Zukunft der Formel 1, und von Anfang an waren wir entschlossen, auf die richtige Art und Weise zurückzukehren, mit dem richtigen Partner, einem langfristigen Engagement und einer klaren Vision, um eine nachhaltige Wirkung zu erzielen", so der Italiener.

]]> 3455103-de.motorsport.com Tue, 13 Oct 2026 09:48:22 +0000 Ruben Zimmermann Aprilia denkt über Teamorder nach: "Wir beginnen, Leitlinien festzulegen" https://de.motorsport.com/motogp/news/aprilia-denkt-ueber-teamorder-nach-wir-beginnen-leitlinien-festzulegen-26101302/3455101/ Aprilia kämpft mit Jorge Martin und Marco Bezzecchi um den MotoGP-Titel, lässt seine Fahrer bislang aber frei fahren - Das könnte sich aber zeitnah ändern Aprilia kämpft mit Jorge Martin und Marco Bezzecchi um den MotoGP-Titel, lässt seine Fahrer bislang aber frei fahren - Das könnte sich aber zeitnah ändern

Aprilia hält sich im MotoGP-Titelkampf vorerst alle Optionen offen. Zwar dürfen Jorge Martin und Marco Bezzecchi weiterhin frei gegeneinander fahren, doch angesichts des engen Duells mit Marc Marquez und Ducati denkt der Hersteller aus Noale inzwischen über verbindliche Leitlinien nach.

Technikdirektor Fabiano Sterlacchini betont, dass es aktuell zwar keine Stallorder gebe. Er weiß aber auch, dass sich Aprilia im weiteren Saisonverlauf möglicherweise auf eine klare Strategie festlegen und entsprechende Richtlinien aussprechen muss.

"Im Moment ist alles komplett frei", sagt Sterlacchini. "Sicher beginnen wir untereinander darüber zu sprechen, einige Leitlinien festzulegen, um Probleme zu vermeiden."

Der Grand Prix von Indonesien hat die Kräfteverhältnisse im Titelkampf noch einmal verdeutlicht. Aprilia feierte in Mandalika einen Vierfacherfolg. Bezzecchi gewann nach einem Duell gegen Raul Fernandez aus dem Trackhouse-Team. Jorge Martin und Ai Ogura komplettierten das starke Ergebnis des Herstellers.

Dennoch bleibt die Ausgangslage im Kampf um die Fahrer-WM angespannt. Ducati und Marc Marquez nutzen bislang nahezu jede Schwäche ihrer Konkurrenten.

Nach dem Indonesien-Wochenende liegt Martin in der Gesamtwertung lediglich zwei Punkte vor Marquez. Bezzecchi belegt mit 46 Punkten Rückstand den dritten Platz. Damit konzentriert sich der Titelkampf zunehmend auf die beiden Spanier, auch wenn Bezzecchi rechnerisch weiterhin noch Chancen hat.

Aprilia lässt seine Fahrer vorerst frei fahren

Auf die Frage, wie Aprilia den internen Wettbewerb zwischen Martin und Bezzecchi angesichts der starken Fahrerbesetzung steuern wolle, verweist Sterlacchini zunächst auf die wechselnden Kräfteverhältnisse zwischen den Herstellern.

"Das hängt von Strecke zu Strecke ab. Im Laufe der Saison haben wir gesehen, dass Ducati auf manchen Strecken etwas mehr hat und wir auf anderen", erklärt er. Eine starke Besetzung mit mehreren siegfähigen Fahrern sei grundsätzlich ein Vorteil. "Es ist ein gutes Problem, weil es gut ist, ein solches Problem zu haben."

Aktuell genießen Martin und Bezzecchi weiterhin freie Fahrt. Aprilia-Geschäftsführer Massimo Rivola hat diese Linie bereits öffentlich bestätigt. Hinter den Kulissen laufen allerdings Gespräche darüber, wie sich mögliche Konflikte zwischen den eigenen Fahrern, die Punkte kosten könnten, künftig vermeiden lassen.

Eine endgültige Entscheidung über eine Stallorder ist damit aber noch nicht gefallen. Aprilia will offenbar zunächst abwarten, wie sich der Titelkampf weiter entwickelt.

Die Überlegungen zeigen allerdings, dass der Hersteller die Möglichkeit einer späteren Priorisierung eines Fahrers ernst nimmt. Martin verlässt Aprilia nach der Saison in Richtung Yamaha, während Bezzecchi als wichtiger Bestandteil der langfristigen sportlichen Planung gilt. Sollte sich der Titelkampf zuspitzen, könnte diese Konstellation die Verantwortlichen vor eine schwierige Entscheidung stellen.

Sprintunfall zeigt Risiken des internen Duells

Wie schnell die Interessen eines Teams oder Herstellers mit den Ambitionen seiner Fahrer kollidieren können, zeigte sich bereits beim Sprint in Indonesien. Bezzecchi und Fernandez schieden nach einer Kollision kurz nach dem Rennstart aus. Der Zwischenfall löste Spannungen innerhalb des Aprilia-Lagers aus.

Fernandez warf Bezzecchi unprofessionelles Verhalten vor und kritisierte, dass sich sein Konkurrent beim Anbremsen zu stark auf ihn statt auf die Ducati-Fahrer konzentriert habe.

Sterlacchini macht deutlich, dass auch klare Absprachen solche Situationen nicht vollständig verhindern können. "Leider haben wir nach dem Unfall gesehen, dass das zum Rennsport gehört. Selbst wenn man versucht, die Rollen, die Möglichkeiten und die Risiken zu klären, kann trotzdem etwas passieren", so der Italiener.

Vor dem Hauptrennen setzten sich die Verantwortlichen deshalb mit den Fahrern zusammen. Ziel war es, die Spannungen auszuräumen Sterlacchini weiß: "Oft entstehen Spannungen eher durch Missverständnisse als durch tatsächliche Probleme. Wir haben beschlossen, die Dinge offen anzusprechen, und alles ist gut gelaufen."

Die Gespräche unterstreichen, dass Aprilia nicht allein über mögliche Vorgaben für den Titelkampf nachdenkt. Der Hersteller muss zugleich dafür sorgen, dass seine Fahrer trotz des sportlichen Drucks für jeden Einzelnen als Mannschaft funktionieren. Mit vier konkurrenzfähigen Motorrädern besitzt Aprilia nämlich einen Vorteil, den es nicht durch interne Auseinandersetzungen verspielen möchte.

Sepang und Katar mit Fragezeichen für Aprilia

Neben der Frage nach einer möglichen Teamorder beschäftigt Aprilia vor allem die sportliche Einschätzung der verbleibenden Strecken. Eine pauschale Einteilung in für Aprilia günstige und ungünstige Kurse hält Sterlacchini für schwierig. Das Beispiel Spielberg habe gezeigt, wie schnell sich Erwartungen ändern können.

"Wir hätten eigentlich erwartet, in Spielberg eher in einer defensiven Position zu sein. Dann hatten wir aber ein wirklich gutes Wochenende", sagt er. Deshalb wolle Aprilia die Rennen Schritt für Schritt angehen und sich jeweils bestmöglich vorbereiten.

Besonders mit Blick auf Sepang und Katar Anfang November äußert Sterlacchini gewisse Bedenken. "Wir arbeiten daran, für Sepang so gut wie möglich vorbereitet zu sein. In Katar ist Jorge [Martin] im vergangenen Jahr nicht gefahren. Das sind im Grunde die beiden Strecken, bei denen wir etwas besorgter sind."

Auf den übrigen Kursen sieht der technische Direktor sein Team grundsätzlich gut aufgestellt. Valencia könnte sich seiner Einschätzung nach als neutraler Boden erweisen. Dort wird überwiegend links herum gefahren, was Marquez traditionell entgegenkommt. Der Spanier gilt auf solchen Strecken als besonders stark.

Für Aprilia wird es laut Sterlacchini darauf ankommen, die eigenen Stärken möglichst konstant auszuspielen und zugleich die Entwicklung der Konkurrenz im Blick zu behalten. Zuletzt habe das Team weitere Verbesserungen am Motorrad eingeführt. Sie sollen den Fahrern helfen, das vorhandene Potenzial besser auszuschöpfen.

Bis zum Schluss kämpfen, statt sich festzulegen

Eine klare mentale Überlegenheit von Marquez oder Martin im Titelkampf will Sterlacchini nicht erkennen. Ob der eine oder andere psychologisch stärker sei, lasse sich nicht pauschal beantworten. Vielmehr hänge das von der jeweiligen Veranstaltung ab.

"Bei einem solchen Kampf ist es wichtig, niemals aufzugeben, bis zum letzten Blutstropfen", sagt er. Entscheidend sei, bei keinem Rennen, in keiner Session etwas liegen zu lassen.

Aprilia versucht deshalb, seine Fahrer möglichst umfassend zu unterstützen, anstatt sich bereits früh auf eine starre Strategie festzulegen. Das gilt auch für die technische Arbeit. Ziel sei es, gemeinsam mit allen Fahrern das Maximum herauszuholen.

Als Beispiel führt Sterlacchini das jüngste Rennwochenende an: "Wenn wir hier zum Beispiel alle Motorräder vor Marc [Marquez] aufstellen, verschaffen wir uns damit eindeutig einen Spielraum, was die Punktesituation betrifft. Es gibt also keine festgelegte Strategie, abgesehen davon, immer alles zu geben."

]]> 3455101-de.motorsport.com Tue, 13 Oct 2026 09:20:55 +0000 Juliane Ziegengeist Mattia Binotto: Die größte Audi-Leistung ist gar nicht sichtbar https://de.motorsport.com/f1/news/mattia-binotto-die-groesste-audi-leistung-ist-gar-nicht-sichtbar-26101305/3455098/ Mattia Binotto spricht über die Fortschritte bei Audi im Laufe des Jahres und hebt vor allem die Entwicklung an den beiden Standorten in Hinwil und Neuburg hervor Mattia Binotto spricht über die Fortschritte bei Audi im Laufe des Jahres und hebt vor allem die Entwicklung an den beiden Standorten in Hinwil und Neuburg hervor

Auf der Rennstrecke hat sich Audi im Verlauf seiner ersten Formel-1-Saison als Werksteam deutlich gesteigert. Schaffte man es in den ersten acht Saisonrennen lediglich ein einziges Mal in die Punkte, ist Audi seit dem Sommer ein regelmäßiger Gast in den Top 10.

Beim vergangenen Rennen in Singapur holte Nico Hülkenberg am Samstag die ersten Punkte für Audi bei einem Sprint überhaupt, am Sonntag stellte er mit P8 das beste Grand-Prix-Ergebnis der bisherigen Saison ein. In der WM liegt man im Kampf um Rang sieben nur noch sieben Zähler hinter Haas.

"Ich bin glücklich, aber andererseits bin ich noch nicht ganz zufrieden. Wir haben noch einen langen Weg vor uns", erklärt Teamchef Mattia Binotto bei Sky und erinnert: "Das Ziel ist es, bis 2030 titelwürdig zu sein. Aber der Traum ist es, dies schon früher zu erreichen."

Über Audis erste Formel-1-Saison als Werksteam sagt er: "Ich glaube, die bislang größte Errungenschaft liegt dort, wo sie für die Fans am wenigsten sichtbar ist." Und zwar in den beiden Fabriken in Hinwil, wo das Chassis entsteht, und in Neuburg, wo der Audi-Motor gebaut wird.

Dort habe man "die größten Fortschritte gemacht", verrät Binotto und erklärt: "Insgesamt sehen wir, wie sich das Team weiterentwickelt. Die Einstellung, die Teamkultur, der Umgang miteinander - alles entwickelt sich weiter. Die Energie stimmt, die Stimmung ist gut."

Binotto: Wandel passiert nicht "über Nacht"

Diese Entwicklung ist für den ehemaligen Ferrari-Teamchef wichtiger als die sportlichen Ergebnisse in diesem Jahr. "Wenn wir uns die Rennstrecke und die Rennwochenenden ansehen, dann sind wir vielleicht noch nicht ganz da, wo wir sein sollten, aber das ist normal", betont er.

"Man wird nicht über Nacht von einem kleinen Privatteam zu einem Team, das gewinnen kann. Wir sind ein solides Team, das gerade dabei ist, unsere Wettbewerbsfähigkeit im Mittelfeld zu festigen", erinnert er. Umso wichtiger sind daher die Veränderungen hinter den Kulissen.

So baut Audi beispielsweise Chassis und Motor seit dieser Saison selbst, während Vorgängerteam Sauber noch bis zum vergangenen Jahr Kunde bei Ferrari war. Das bringt ganz neue Herausforderungen mit sich, zumal Chassis und Antrieb an unterschiedlichen Standorten entstehen.

Laut Binotto ist das allerdings kein echter Nachteil. "Nur bei Ferrari ist alles unter einem Dach", betont er und erinnert: "Red Bull wurde mit einem japanischen Honda-Motor Weltmeister. Da war die Entfernung sicherlich größer als bei uns zwischen Deutschland und der Schweiz."

"Wir haben zwar diese beiden Standorte, aber es ist ein Team, ein Ziel, eine gemeinsame Aufgabe. Und mir gefällt die Entwicklung, dass alle gemeinsam wachsen und sich gegenseitig helfen. Ich denke, das ist der wichtigste Faktor bei diesem Wandel", so Binotto.

Und dieser Wandel ist für ihn im Hinblick auf die Zukunft deutlich entscheidender als die nackten Zahlen beim Blick auf die Ergebnislisten.

]]> 3455098-de.motorsport.com Tue, 13 Oct 2026 09:07:12 +0000 Ruben Zimmermann Singapur-Debakel von Lewis Hamilton: "Senior Moment" oder Vertrauensbruch? https://de.motorsport.com/f1/news/singapur-debakel-von-lewis-hamilton-senior-moment-oder-vertrauensbruch-26101304/3455095/ Der "verpasste" Boxenstopp von Lewis Hamilton in Singapur: War es ein Blackout oder gezielte Tretmühle gegen Ferrari? Gedanken von Redakteur Stuart Codling Der "verpasste" Boxenstopp von Lewis Hamilton in Singapur: War es ein Blackout oder gezielte Tretmühle gegen Ferrari? Gedanken von Redakteur Stuart Codling

Ferrari-Teamchef Frederic Vasseur hat sich in letzter Zeit schon daran gewöhnt, mit unangenehmen Fragen löchrig geschossen zu werden, auch wenn es dabei meist um seine eigene Zukunft im Team ging. Zu seinem Bedauern erweist sich der Wechsel der Angriffsrichtung als nicht minder lästig.

Denn nach dem Singapur-Rennen richtete sich der Fokus zwangsläufig auf Lewis Hamilton, der während des virtuellen Safety-Cars nicht an die Box kam. Ausgelöst wurde diese Gelbphase von Lance Stroll, dessen Aston Martin in Runde 39 von 62 den Geist aufgab.

Dass die Aston-Martin-Piloten liegen bleiben oder verunfallen und die Rennverläufe damit komplett auf den Kopf stellen, ist in der Saison 2026 zu einem so verlässlichen Phänomen geworden, dass Wettanbieter darauf eigentlich keine Quoten mehr anbieten dürften.

Schließlich war es schon beim Großen Preis von Barcelona ein verrauchter Aston Martin, der Hamilton einen günstigen Boxenstopp und dank einer konträren Strategie den ersten Ferrari-Sieg bescherte. Seitdem haben sich die Vorzeichen verändert - abgesehen von der Gewissheit, dass irgendwann ein Auto in British Racing Green das Zeitliche segnet.

Ferrari in der Formel 1 mit Zentnerlasten am Hals

Ferraris Titelkampf ist im Laufe der Saison ins Stocken geraten. Für jedes andere Team wäre der zweite Platz in der Konstrukteurs-WM nach ein paar schwierigen Jahren ein klarer Fortschritt. Doch Ferraris glorreiche Historie und die gewaltige Erwartungshaltung der italienischen Heimat hängen dem Rennstall seit jeher wie Zentnerlasten am Hals.

Vielleicht liegt es an der Dominanz von Mercedes und den Schwächephasen von McLaren und Red Bull in der ersten Saisonhälfte, dass Ferrari für seine Fortschritte kein Lob erntet, sondern für Enttäuschungen und operative Fehler gnadenlos abgestraft wird.

Denn strategische Patzer gab es reichlich, gepaart mit einer scheinbaren Unfähigkeit oder Unwilligkeit, gegenüber Hamilton und Charles Leclerc ein Machtwort zu sprechen.

Indem man Leclerc und Hamilton in Singapur auf unterschiedlichen Reifen starten ließ - Leclerc auf Soft, Hamilton auf Medium -, befand sich Ferrari im Modus Schadensbegrenzung, um das schwache Qualifying hinter Max Verstappen zu kompensieren.

Leclerc in eine Position zu bringen, in der er beim Start möglicherweise Plätze gutmachen konnte, während Hamilton auf Reifen fuhr, die theoretisch länger halten sollten, schien alle Eventualitäten bestmöglich abzudecken.

Allerdings war das immer noch nicht so gut wie ein Startplatz in der ersten Reihe - erst recht auf einem Kurs, auf dem Überholen zwischen gleich starken Autos ohne drastischen Reifenvorteil extrem knifflig ist.

Im Rennen zeigte sich dann: Die weiche C5-Mischung hielt deutlich besser als gedacht, während die Mediums kaum eine längere Lebensdauer boten. "Soft-Reifen mit weniger Verschleiß als erwartet", bemerkte schließlich auch die unnachgiebige Klugscheißer-Grafik von Amazons "Strategic Insights" im TV-Weltbild.

Ferrari-Sieg in Singapur außer Reichweite, aber ...

Zu diesem Zeitpunkt war das Rennen für Ferrari jedoch längst gelaufen: Hamilton war bereits am Ende von Runde 18 an die Box gekommen, um die ungeliebten Mediums loszuwerden. Wie Vasseur nach dem Rennen einräumte, wären die Plätze zwei und drei für Ferrari machbar gewesen.

Verstappen war an diesem Tag unerreichbar, solange keine unvorhergesehenen Dinge passierten. Was man schlichtweg nicht begreifen konnte: Warum Hamilton beim virtuellen Safety-Car nicht stoppte, obwohl er auf angefahrenen Softs unterwegs war, die neben dem Qualifying bereits 20 Rennrunden auf dem Buckel hatten.

Lewis Hamilton (Ferrari) beim Großen Preis von Singapur 2026

Lewis Hamilton (Ferrari) beim Großen Preis von Singapur 2026

Foto: LAT Images

Leclerc war Ende Runde 24 auf Mediums gewechselt und merkte schnell, wie zäh sich diese Reifen fuhren. Leclerc und Hamilton lagen etwa vier Sekunden auseinander und fuhren gerade durch die Kurven 10 und 11 - Leclerc 5,7 Sekunden hinter Verstappen -, als die gelbe Flagge für Strolls gestrandeten Aston Martin zum VSC hochgestuft wurde.

Was danach geschah, sorgte für Verwirrung, weil das Onboard-Material von Hamiltons Auto in dieser Phase von Funkstörungen und Audioaussetzern geprägt war (ganz davon abgesehen, dass ohnehin nie der gesamte Funkverkehr gesendet wird).

Was war in Singapur mit Lewis Hamilton los?

Schaut man sich die separaten Feeds isoliert an, könnte man meinen, nur Leclerc habe den Stopp-Befehl erhalten. Vasseur beharrte jedoch darauf, dass beide Autos an die Box geordert wurden: "Wir haben beide Autos reingerufen. 'Jungs, ihr stoppt unter VSC'", stellte er klar. "Einer meiner Jungs (Hamilton) meinte dann: 'Nein, ich bleibe lieber draußen.' Oder er sagte: 'Ich habe die Boxeneinfahrt verpasst.' Macht dem Team hier keinen Vorwurf."

Das ist gelinde gesagt hochgradig merkwürdig. Bedenkt man die Position der Autos beim Auslösen des virtuellen Safety-Cars und die Tatsache, dass beide gleichzeitig die Anweisung erhielten, erfordert es eine erhebliche mentale Akrobatik, um zu glauben, dass Hamilton die Boxeneinfahrt versehentlich verpasst hat.

Der Abstand zwischen den Fahrern hätte locker für einen Doppelstopp gereicht, ohne Hamiltons Rennen nennenswert zu beeinträchtigen. Er wäre aller Voraussicht nach vor Lando Norris herausgekommen, der wenige Runden zuvor gestoppt hatte. Bei Leclerc funktionierte das problemlos.

Für Leclerc war der Wechsel weg von den Mediums zurück auf die (wenn auch gebrauchten) Softs die beste Option. Er holte in der Schlussphase auf Verstappen auf, stellte aber nie eine ernsthafte Gefahr dar. Für Hamilton wäre es ähnlich gelaufen, er hätte den dritten Rang abgesichert.

Ferrari versuchte danach vergeblich, Hamilton unter grüner Flagge zu einem Stopp zu bewegen. Man rechnete ihm vor, dass ihm sechs Runden fehlten, um die Einstoppstrategie durchzuziehen. Die Reifen würden am Ende schlicht einbrechen.

Ein Stopp hätte ihn zwar hinter Kimi Antonelli und die beiden McLarens zurückgeworfen, aber zumindest hätte er mit frischeren Reifen noch Lando Norris und Oscar Piastri angreifen können. Antonelli wäre schwieriger geworden, weil auch er beim virtuellen Safety-Car gestoppt hatte.

Hamilton widersetzt sich den Ferrari-Anweisungen

Hamilton lehnte ab und hoffte stattdessen auf eine weitere Safety-Car-Phase. Ein Fahrer seiner Erfahrung sollte eigentlich wissen, dass das ein reines Himmelfahrtskommando ist: Das Warten auf eine Neutralisierung, die vielleicht nie kommt, ist das letzte Mittel der Verzweiflung.

Unvermeidlich brachen seine Reifen in den letzten zehn Runden ein, und im Ziel reichte es nur noch für den sechsten Platz. Lewis entschuldigte sich in der Auslaufrunde zwar über Funk beim Team, gab nach dem Rennen jedoch an, sich unwohl zu fühlen. Er ging ins Medical Center und wurde anschließend von den regulären Medienpflichten entbunden.

Aus diesem Grund bleiben nur eine dünnhäutige Presserunde von Vasseur und die Ferrari-Pressemitteilung. Darin wird Lewis mit den Worten zitiert: "Es war eine schmerzhafte Lektion, aber ich übernehme die volle Verantwortung für meine Entscheidungen", denn "das Team hat mich reingerufen, aber ich habe die Einfahrt verpasst."

Lewis Hamilton und Ferrari-Teamchef Frederic Vasseur

Es knistert zwischen Hamilton und Ferrari-Teamchef Vasseur

Foto: LAT Images

Hamiltons früher Stopp auf gebrauchte Softs führte dazu, dass Leclerc nach seinem Stopp in Runde 24 nur hauchdünn vor seinem Teamkollegen herauskam. Hamilton forderte umgehend, vorbeigelassen zu werden. Leclerc antwortete darauf auf seine Weise: mit der schnellsten Rennrunde.

Das weckte Erinnerungen an Zandvoort, wo Hamilton das Gefühl hatte, aufgehalten zu werden und dass man Leclerc nicht anwies, Platz zu machen. Damals schrie er seinen Renningenieur Carlo Santi am Funk an - ein für ihn völlig untypischer Ausbruch.

Hamilton war in seiner Karriere an der Boxenmauer zwar oft bestimmt, aber so lautstark hatte man ihn noch nie erlebt. Nach Monza, wo ihn Leclerc in der ersten Kurve ins Kiesbett gedrückt hatte, verglich Hamilton das Ferrari-Reglement dann sogar öffentlich negativ mit seinen Zeiten bei Mercedes: "Hier gibt es keine Regeln."

Macht das das Hamilton-Alter nun doch bemerkbar?

Auf der anderen Seite überwogen in dieser Saison die Momente, in denen Hamilton schlicht unkonzentriert wirkte - und mit 41 Jahren bereits echte "Senior Moments" zeigte.

Wie im Qualifying zum Ungarn-Grand-Prix, als er auf den letzten Metern seiner fliegenden Runde den auf einer Aufwärmrunde fahrenden Oscar Piastri überholte, dessen Existenz im Anschluss komplett zu vergessen schien und ihm prompt vors Auto fuhr, als der McLaren-Pilot seine eigene schnelle Runde fahren wollte.

In Madrid wiederum fing er sich dicke Kritik ein, weil er in der Steilkurve La Monumental im Bummeltempo mitten auf der Ideallinie herumdümpelte.

Hamiltons Gespür für Rennstrategien war noch nie ganz auf dem Niveau eines Fernando Alonso. Und man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass seine Detailliebe jenseits der 40 spürbar nachlässt. Könnte es also sein, dass er die Boxeneinfahrt in Singapur ganz bewusst "verpasst" hat - weil er lieber pokern wollte, anstatt sich klaglos hinter Leclerc einzureihen?

Wer von sich behauptet, stets "den Moment zu nutzen", neigt oft dazu, sich damit selbst in die Bredouille zu bringen. Und das war definitiv der falsche Zeitpunkt für Eigeninitiative. Es zeugt von einem gewissen Mangel an Vertrauen in den Ferrari-Kommandostand.

Schaut man sich einige Patzer der letzten Jahre an, mag man ihm dieses Misstrauen nicht einmal verdenken. Zu glauben, man könne es selbst besser? Die Antwort liefert der Blick auf die Ergebnislisten: Platz sechs und knapp eine Minute Rückstand auf den Sieger.

]]> 3455095-de.motorsport.com Tue, 13 Oct 2026 08:17:33 +0000 Stuart Codling Geldstrafen für verpasste PR-Termine: Marquez und Acosta protestieren https://de.motorsport.com/motogp/news/geldstrafen-fuer-verpasste-pr-termine-marquez-und-acosta-protestieren-26101301/3455093/ Die MotoGP verschärft ihre Regeln für Promotiontermine und verhängt Geldstrafen - Marc Marquez und Pedro Acosta kritisieren die neue Maßnahme deutlich Die MotoGP verschärft ihre Regeln für Promotiontermine und verhängt Geldstrafen - Marc Marquez und Pedro Acosta kritisieren die neue Maßnahme deutlich

Die MotoGP greift bei verpassten Fan- und Promotionterminen durch. Wie Motorsport.com, eine Partnerseite von Motorsport-Total.com, berichtet, führt die Meisterschaft Geldstrafen für Fahrer ein, die bei bestimmten Veranstaltungen ihre vorgeschriebene Mindestanwesenheit nicht erfüllen.

Die neue Regelung gilt seit dem Grand Prix von Indonesien am vergangenen Wochenende und betrifft zunächst den sogenannten "MotoGP Hero Walk" nach dem Warm-up.

Wer bei dieser Veranstaltung weniger als zehn Minuten anwesend ist, muss mit einer Strafe von 5000 Euro rechnen. Bei wiederholten Verstößen soll die Summe steigen. Bleiben Fahrer trotz mehrfacher Sanktionen fern, stellt die Meisterschaft zudem sportliche Strafen in Aussicht. Wie diese aussehen könnten, ist bislang offen.

"Hero Walk" im Visier der Organisatoren

Beim "Hero Walk" treffen die MotoGP-Piloten in einem eigens ausgewiesenen Bereich auf Fans, die für den Zugang bezahlt haben. Sie können Fotos machen und Autogramme sammeln. Die Veranstaltung findet am Sonntagvormittag nach der Fahrerparade statt, bei der im offenen Fahrzeug über die Strecke gefahren wird.

Das Format wurde 2023 eingeführt. Nach Angaben von Motorsport.com hat die Meisterschaft allerdings beobachtet, dass sich einige Fahrer im Laufe der Saison zunehmend kürzer bei diesen Fan-Terminen aufhalten. Die Verantwortlichen betrachten die Präsenz der Piloten bei solchen Veranstaltungen jedoch als wichtigen Bestandteil der Außendarstellung und Vermarktung der Rennserie.

Für den "Hero Walk" in Indonesien war ursprünglich ein Zeitfenster von 20 Minuten vorgesehen. Die Veranstaltung fand im VIP-Village der Boxengasse von Mandalika statt.

Bei Temperaturen von mehr als 30 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit standen einige Fahrer für Fotos und Autogramme bereit, während andere die vorgeschriebene Mindestdauer offenbar nicht einhielten. Mit Sanktionen für diese Piloten ist zu rechnen.

Die neue Vorgabe beschränkt sich zunächst auf Veranstaltungen am Sonntagmorgen. Eine Ausweitung auf weitere Promotiontermine ist jedoch möglich. Dass die Meisterschaft die Regelung gerade jetzt einführt, dürfte auch mit den jüngsten Diskussionen um verpasste Promotion-Auftritte zusammenhängen.

So schickte Marc Marquez zur Karting-Challenge in Motegi zum Beispiel erst ein Double und trat schließlich gar nicht an. Danach erklärte der Spanier: "Ich verstehe die Show und mir ist klar, dass solche Aktionen zur Unterhaltung der Fans dazugehören. Doch angesichts des Spektakels und des Risikos, dem wir auf der Strecke ohnehin schon ausgesetzt sind, empfand ich das als völlig überflüssig."

"Wir haben die Show auf der Rennstrecke"

Entsprechend deutlich fällt auch seine Kritik an den Strafmaßnahmen aus. Der Ducati-Pilot betont zwar, dass er die Weiterentwicklung der MotoGP unterstütze. Die zunehmende Zahl an Verpflichtungen abseits der Strecke gehe ihm aber zu weit.

"Als Fahrer bin ich einer der Ersten, die wollen, dass die MotoGP wächst und immer größer wird. Aber ich denke, es gibt verschiedene Wege, den Sport weiterzuentwickeln, ohne so viel Druck auf die Fahrer auszuüben", erklärte Marquez seine Sicht.

Der Spanier verweist auf den ohnehin eng getakteten Ablauf eines Grand-Prix-Sonntags. Neben den Terminen für Sponsoren und den Besprechungen mit dem Team stehen das Warm-up, das Umziehen, die Fahrerparade und anschließend der "Hero Walk" auf dem Programm. Weil zwischen den einzelnen Programmpunkten häufig kaum Zeit bleibe, müssten weitere Besprechungen mitunter nachgeholt werden.

"Wir sind Sportler", stellt Marquez klar. Für die kommende Saison, für die ein neues Format angekündigt wurde, erwartet er eine weitere Verdichtung des Zeitplans. Die Zeit auf der Strecke bleibe zwar gleich, doch der Ablauf werde intensiver.

Seine Vorstellung davon, wie die Königsklasse wachsen sollte, formuliert der Weltmeister unmissverständlich: "Wir haben die Show auf der Rennstrecke, nicht abseits davon."

Als unmittelbare Reaktion auf Marquez' Aktion in Motegi sind die nun angekündigten Strafen seien wohl aber nicht zu verstehen. Nach Informationen von Motorsport.com hatte die Meisterschaft die Beteiligung der Fahrer an Promotionterminen bereits seit mehreren Wochen beobachtet und zog nun Konsequenzen daraus.

Acosta fordert mehr Verständnis für Fahrer

Auch Pedro Acosta lehnt die neue Regelung ab. Der KTM-Pilot hält pauschale Geldstrafen für problematisch, weil die Organisatoren nicht immer alle Umstände kennen, die eine Teilnahme verhindern können. "Ich bin absolut dagegen", so Acosta.

"Man kann einen Fahrer nicht dazu zwingen, etwas zu tun, ohne zu berücksichtigen, was bei ihm gerade alles los ist und was die Organisation vielleicht gar nicht weiß."

Als Beispiel nennt er Raul Fernandez, der beim Indonesien-Grand-Prix mit zwei gebrochenen Fingern antrat. Die Verletzungen beeinträchtigten ihn ausgerechnet an der Hand, die er zum Bremsen benötigt. "Vielleicht sollte er sich erst einmal darum kümmern", statt PR-Termine wahrnehmen zu müssen, findet Acosta.

Er fordert deshalb eine differenziertere Handhabung der neuen Vorgaben. Aus seiner Sicht sollte die Meisterschaft berücksichtigen, wann ein Fahrer körperlich angeschlagen ist und welche Belastungen er rund um ein Rennwochenende bewältigen muss.

"Ich denke auch, dass es auf den Moment ankommt. Die Organisation sollte etwas nachsichtiger sein und uns etwas Freiraum lassen, so wie bei Marc in Japan. Ich stimme voll und ganz mit seinem Vorgehen überein", ordnet er dessen Verhalten ein.

]]> 3455093-de.motorsport.com Tue, 13 Oct 2026 07:40:00 +0000 Juliane Ziegengeist Toto Wolff: Kontroverse in Abu Dhabi 2016 "war meine Schuld" https://de.motorsport.com/f1/news/toto-wolff-kontroverse-in-abu-dhabi-2016-war-meine-schuld-26101303/3455090/ Toto Wolff blickt auf das Duell zwischen Nico Rosberg und Lewis Hamilton zurück und erklärt, dass er mit seiner heutigen Erfahrung manches "anders gehandhabt hätte" Toto Wolff blickt auf das Duell zwischen Nico Rosberg und Lewis Hamilton zurück und erklärt, dass er mit seiner heutigen Erfahrung manches "anders gehandhabt hätte"

Im November 2026 ist es genau zehn Jahre her, dass Nico Rosberg seinen ersten und einzigen Weltmeistertitel in der Formel 1 gewann. Der Deutsche krönte sich mit einem zweiten Platz beim Saisonfinale 2016 in Abu Dhabi zum Champion und verkündete wenige Tage später seinen Rücktritt aus der Königsklasse.

"Es ist verrückt, wie schnell die Zeit vergeht. Es kommt mir vor, als wäre es vielleicht erst fünf Jahre her", sagt Toto Wolff, der 2016 als Mercedes-Teamchef kein leichtes Jahr hatte, obwohl sein Rennstall damals die Formel 1 dominierte - oder gerade deshalb.

Denn Rosberg und Teamkollege Lewis Hamilton gewannen zusammen 19 der 21 Saisonrennen, wodurch 2016 bis heute die beste Mercedes-Saison in der Geschichte der Formel 1 ist. Doch im Zuge dieser Dominanz entwickelte sich auch ein erbitterter Kampf zwischen Rosberg und Hamilton um den Fahrertitel.

Das hatte zur Folge, dass die beiden in jener Saison gleich mehrfach kollidierten. Den berühmtesten Crash der beiden gab es beim Großen Preis von Spanien in Barcelona, als sich die zwei Mercedes-Fahrer in Führung liegend gegenseitig aus dem Rennen nahmen.

Mit zehn Jahren Abstand erklärt Wolff heute: "Ich wünschte, ich hätte die zehn Jahre mehr Erfahrung gehabt, die ich heute habe, denn es gibt ein paar Dinge, die ich anders gehandhabt hätte. Und vielleicht hätte ich einige der Kontroversen vermeiden können."

Das gelte "insbesondere" auch für das angesprochene Saisonfinale in Abu Dhabi, in das Rosberg mit zwölf Punkten Vorsprung auf Hamilton ging. Dem Deutschen reichte daher bereits ein dritter Platz sicher zum Titel, während sein Teamkollege nicht mehr aus eigener Kraft Weltmeister werden konnte.

Hamilton missachtete Teamorder beim Finale

Als die beiden Mercedes-Fahrer gegen Rennende auf den ersten beiden Plätzen lagen, bremste Hamilton daher das Feld bewusst ein, in der Hoffnung, dass Rosberg noch mindestens zwei Plätze verlieren würde. Das Team war darüber natürlich überhaupt nicht glücklich.

Mehrfach erhielt Hamilton per Funk den Befehl, das Tempo anzuziehen, um den Mercedes-Doppelsieg nicht zu gefährden. Der heutige Rekordweltmeister widersetzte sich der Anweisung, konnte Rosbergs WM-Triumph aber trotz dieser Kontroverse nicht mehr verhindern.

Rückblickend erklärt Wolff, dass man damals versucht habe, "eine Situation bis ins Detail zu steuern, die meiner Meinung nach gar nicht gesteuert werden musste. Und das war meine Schuld", gibt der Teamchef zu, der jedoch auch betont: "Wir haben das hinter uns gelassen."

Während Rosberg wenige Tage nach seinem WM-Triumph ohnehin zurücktrat, gab es zwischen Wolff und Hamilton in den folgenden Wochen ein klärendes Gespräch in der Küche des Teamchefs - und Hamilton gewann von 2017 bis 2020 vier weitere Fahrertitel in Folge mit Mercedes.

"Meine Beziehung und die Beziehung des Teams zu Lewis ist so stark wie nur möglich, obwohl wir auf der Rennstrecke Rivalen sind. Und dasselbe gilt für Nico", verrät Wolff zehn Jahre nach dem kontroversen Saisonfinale in Abu Dhabi.

]]> 3455090-de.motorsport.com Tue, 13 Oct 2026 06:52:13 +0000 Ruben Zimmermann Was Max Verstappen und Red Bull Hoffnung für 2027 macht https://de.motorsport.com/f1/news/was-max-verstappen-und-red-bull-hoffnung-fuer-2027-macht-26101302/3455087/ Auch wenn Max Verstappen noch Verbesserungspotenzial sieht, ist wichtig, dass alle großen Upgrades, die in dieser Saison eingeführt wurden, funktioniert haben Auch wenn Max Verstappen noch Verbesserungspotenzial sieht, ist wichtig, dass alle großen Upgrades, die in dieser Saison eingeführt wurden, funktioniert haben

Mit zwei Siegen in den jüngsten drei Grands Prix und einem Rückstand von nur 0,196 Sekunden in Baku sind Max Verstappen und Red Bull in der Formel 1 wieder fest an der Spitze angekommen. Der Aufschwung kommt allerdings zu spät, um im Titelkampf noch eine bedeutende Rolle zu spielen, obwohl Verstappen nun einen Platz unter den Top 3 in der Fahrerwertung im Visier hat.

Nach dem Rennwochenende in Singapur liegt der Red-Bull-Pilot nur noch acht Punkte hinter Lewis Hamilton, während George Russell lediglich 17 Punkte vor dem Niederländer liegt. Der Vizetitel ist für Verstappen somit eine realistische Aussicht.

Auf die Frage, ob er sich bereits Gedanken über den 12. Dezember macht - der Tag, an dem die jährliche FIA-Gala in Shanghai stattfindet -, scheint ein Lächeln auf seinem Gesicht. "Ist das die Preisverleihung? Nun, vergangenes Jahr war ich wirklich krank! Aber wir werden sehen, was passiert", grinst er.

Ein zweiter oder dritter Platz in der Endwertung würde Verstappen nichts bedeuten, wie er den niederländischen Medien im Paddock von Singapur sagte. Nach dem extrem schwierigen Start in die Saison 2026 und der anschließenden Wende könnte ein solches Ergebnis jedoch mehr Bedeutung haben als sonst.

Doch Verstappen sieht das anders. "Nein, denn letztlich gewinnst du nicht. Du wirst nicht Weltmeister, und das ist das Einzige, was für mich zählt", betont er.

Der Aspekt, der Verstappen am meisten Zuversicht gibt

Auch wenn der Titel in dieser Saison außer Reichweite liegt, gibt der Aufschwung von Red Bull Zuversicht für das kommende Jahr. "Das Wichtigste ist, sich anzuschauen, wo wir zu Beginn der Saison standen und wo wir jetzt sind", sagt Verstappen mit Blick darauf, dass Red Bull in China und Japan noch mit Haas und Alpine kämpfte.

"Alle Upgrades, die seitdem am Auto eingeführt wurden, und auch die Probleme, die wir mit bestimmten Teilen unseres Autos hatten, konnten wir alle lösen. Das ist sehr wichtig mit Blick auf das nächste Jahr", betont er und ergänzt: "Wenn man sieht, dass einige Teams noch Zweifel an bestimmten Aspekten ihrer neuen Upgrades haben, funktioniert bei uns alles."

"Und das ist wirklich positiv", so Verstappen, der zuvor erklärt hatte, dass bestimmte Einschränkungen des Autos 2026 nicht mehr beseitigt werden können, weshalb für das Auto der nächsten Saison noch grundlegendere Änderungen nötig sein werden.

Auf die Frage, ob die Entwicklungsrichtung in dieser Hinsicht ebenfalls bereits zu 100 Prozent klar sei und ob ihm das Zuversicht gebe, antwortet er: "Man weiß es nie sicher. Es ist immer sehr schwierig, das bei Dingen zu sagen, die man gerade entwickelt und die bisher noch nie in der Realität existiert haben, sondern nur auf Zeichnungen."

"Aber alles, was wir dieses Jahr am Auto eingeführt haben, hat funktioniert. Das ist sehr positiv, und hoffentlich können wir das für das nächste Jahr nutzen", so Verstappen, der außerdem einen weiteren, eher versteckten Faktor ins Spiel brachte, der Red Bull im Verlauf der Saison 2027 helfen könnte.

Weiterer Vorteil durch neuen Windkanal?

"Natürlich werden wir nächstes Jahr auch über einen neuen Windkanal verfügen. Das ist eine andere Sache, aber natürlich hoffen wir, dass er ordentlich funktioniert und uns ebenfalls hilft", erklärt er. Der Windkanal, den Red Bull derzeit nutzt, ist der älteste im Formel-1-Feld.

Während seiner Zeit als Teamchef beschrieb Christian Horner den Windkanal wiederholt als "Relikt aus dem Kalten Krieg" und sagte, die Arbeit mit der 70 Jahre alten Anlage nahe Bedford sei wie der Blick auf "zwei unterschiedliche Uhren". Damit verwies er darauf, dass die Korrelation zwischen Windkanal und Leistung auf der Strecke mehr als einmal nicht gestimmt hatte.

Dass die Korrelation 2026 offenbar gut funktioniert, ist daher nicht selbstverständlich, wobei Verstappen ergänzt, dass auch die neuen Regeln und die Abmessungen der Autos helfen könnten.

"Diese früheren Probleme könnten auch teilweise an der Breite und Länge des Autos gelegen haben [und daran, was man mit dem Modell nachbilden kann]. Natürlich haben wir jetzt andere Autos, aber das Wichtigste ist, dass wir nächstes Jahr den neuen Windkanal nutzen können."

Verstappen räumt ein, dass der neue Windkanal für die anfängliche Entwicklung des RB23 noch nicht genutzt werden kann, schließlich läuft dieser Entwicklungsprozess bereits. Für die weitere Entwicklung des Autos im Laufe der Saison kann er jedoch eingesetzt werden.

Das wird weiterhin entscheidend sein, denn auch im zweiten Jahr unter diesen Regeln steht ein intensiver Entwicklungskampf bevor. Pierre Wache hatte zuvor erklärt, dass der Windkanal Anfang 2027 in Betrieb genommen werden soll, möglicherweise im Februar, wie Red Bull in Singapur andeutete.

Der genaue Zeitpunkt im ersten Quartal 2027 hängt jedoch weiterhin von Faktoren wie der Kalibrierung ab, damit Red Bull vollständiges Vertrauen in die neue Anlage haben kann.

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