Liam Lawson: Diese fünf Situationen kosteten den Super-Formula-Titel
Liam Lawson überzeugte in seiner Debütsaison in der Super Formula mit einer starken Leistung - Welche fünf Situationen, ihm den möglichen Titel kosteten
In seiner Debütsaison in der japanischen Super Formula machte Red-Bull-Junior Liam Lawson einen starken Eindruck: Im letzten Rennen des Jahres reichte ein zweiter Platz allerdings nicht, um sich gegen den neuen Meister Ritomo Miyata durchzusetzen.
Nichtsdestotrotz sorgte der Neuseeländer auf Anhieb für Aufsehen: Schon beim Auftakt in Fuji feierte Lawson seinen ersten Sieg in der Super Formula, dem im weiteren Saisonverlauf zwei weitere Siege folgten. Allerdings, so sagt es der Red-Bull-Junior selbst, fehlte in diesem Jahr die Konstanz.
Während Miyata bei fast allen Rennen auf dem Podium stand, war Lawson nicht immer vom Glück verfolgt. Am Ende war es eine Mischung aus eigenen Fehlern von Lawson und dem Team sowie unglücklichen Rennsituationen, die womöglich den Titel kosteten. Diese fünf Szenen aus der Saison 2023 waren entscheidend.
Saisonrennen 2 in Fuji: Safety-Car und Strafenfrust
Nur einen Tag nach seinem Auftaktsieg musste Lawson den ersten Rückschlag einstecken. Zwar beendete er das zweite Saisonrennen hinter Tomoki Nojiri und Sho Tsuboi auf dem dritten Platz, allerdings wurde er im Anschluss wegen eines Safety-Car-Verstoßes bestraft. Dadurch fiel er hinter Miyata auf die fünfte Position zurück.
Was war passiert? Lawson hatte das Pech, hinter seinem Mugen-Teamkollegen Nojiri das zweite Auto des Teams auf der Strecke zu sein, als in der achten Runde das Safety-Car auf die Strecke kam. Weil das gesamte Feld zum Boxenstopp kam, versuchte der Neuseeländer, eine Lücke aufzureißen, damit sein Mugen-Team beide Autos ohne Zeitverlust abfertigen konnte.
In Fuji hatte Lawson Pech mit dem Safety-Car Foto: Red Bull Content Pool
Fazit: Pech gehabt!
Saisonrennen 3 in Suzuka: Safety-Car-Glück für Toyota
Auch beim dritten Saisonrennen in Suzuka hatte Lawson kein Glück mit dem Safety-Car, das zum ungünstigen Zeitpunkt auf die Strecke kam. Der Red-Bull-Junior lag hinter Tsuboi auf dem zweiten Platz und hatte seinen Pflichtstopp bereits absolviert, während Miyata, Ryo Hirakawa und andere Piloten den Reifenwechsel unter Safety-Car-Bedingungen absolvieren konnten.
Nach dem Restart hatte Lawson mit seinen alten Reifen keine Chance, sich gegen die Konkurrenz zu verteidigen. Miyata ging erst am Neuseeländer vorbei, später auch am führenden Tsuboi und feierte seinen ersten Saisonsieg. Lawson fiel sogar hinter Hirakawa auf den vierten Platz zurück.
Lawson hatte häufiger Pech mit dem Safety-Car Foto: Red Bull Content Pool
Fazit: Mehrheitlich Pech
Saisonrennen 5 in Sugo: Kommunikationsprobleme & Strategiefehler
Der Enttäuschung aus Suzuka folgte der zweite Saisonsieg im vierten Rennen in Autopolis. Doch schon beim fünften Rennen des Jahres war Lawson wieder vom Pech verfolgt - diesmal allerdings zum Großteil selbstverschuldet. Im Qualifying landete der Rookie lediglich auf dem sechsten Platz.
Im Rennen überraschte Miyata die Konkurrenz mit einem frühen Stopp, als er in der 17. von 51 Runden an die Box kam. Lawson hing zu diesem Zeitpunkt hinter Tsuboi fest. Er reagierte allerdings nicht auf die Strategie von Miyata, weil er dachte, dass der Japaner ebenfalls im Verkehr festhängen würde. Das war jedoch nicht der Fall.
Auch Kommunikationsprobleme mit dem Team verhinderten bessere Ergebnisse Foto: Red Bull Content Pool
Fazit: Fehler von Team und Fahrer
Saisonrennen 7 in Motegi: Heftiger Startunfall, Vorteil für Miyata
Im sechsten Saisonrennen in Fuji feierte Lawson seinen dritten Erfolg. Beim siebten Rennen in Motegi sorgte der Neuseeländer mit seinem eigenen Fehler für die mögliche Vorentscheidung im Titelkampf. Bei einem gewagten Überholmanöver nach dem Start kam der Red-Bull-Junior zu weit auf die Randsteine, sodass er sich drehte und von der Konkurrenz torpediert wurde.
Während Lawson seinen ersten und einzigen Nuller des Jahres verzeichnen musste, hatte Miyata allen Grund zur Freude: Der Japaner hatte sich lediglich als Achter qualifiziert und beim Start des Rennens auch noch den Motor abgewürgt, sodass er an das Ende des Feldes zurückgefallen war.
Miyata profitierte von der Rennunterbrechung, zumal vier schnellere Piloten vor ihm, darunter auch Lawson, durch den Unfall ausschieden. Der Japaner fuhr ein sauberes Rennen, dass er auf dem vierten Platz beenden konnte und damit wichtige Zähler im Meisterschaftskampf sammelte, während der Mugen-Pilot punktelos blieb.
Fazit: Fehler von Lawson
Saisonrennen 8 in Suzuka: Rennabbruch zur falschen Zeit
Beim Finale in Suzuka hatte Lawson noch Chancen, denn sein Rückstand auf den führenden Miyata betrug lediglich acht Zähler. Zwar konnte der Neuseeländer beim ersten Suzuka-Rennen in April schon einmal beweisen, dass ihm die Strecke liegt, allerdings war er beim Finale im Nachteil, weil er durch den Motegi-Unfall einen Satz frischer Reifen weniger hatte.
Das Qualifying wurde nach einem Unfall von Ren Sato unterbrochen, was Lawson zum Verhängnis wurde: Der Neuseeländer hatte für den zweiten Versuch keine frischen Reifen mehr und kam somit nicht über den siebten Startplatz hinaus. Auch im Rennen, das nach einem schweren Unfall zwischen Ukyo Sasahara und Hiroki Otsu abgebrochen wurde, hatte Lawson keine Chance, sich zu verbessern.
Das Suzuka-Rennen wurde nach einem schweren Unfall abgebrochen Foto: Masahide Kamio
Mit Bildmaterial von Red Bull Content Pool.
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