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Machtwort von Akio Toyoda: Der Grund für das Rovanperä-Aus in Japan

Ein spezielles Leiden im Innenohr bremst Kalle Rovanperä aus - Toyota-Chef Akio Toyoda zog die Reißleine und strich die komplette Super-Formula-Saison

Machtwort von Akio Toyoda: Der Grund für das Rovanperä-Aus in Japan

Kalle Rovanperä wird nicht in Japan starten

Foto: Toyota

Toyota hat weitere Details zur Entscheidung bekanntgegeben, Kalle Rovanperä für die laufende Super-Formula-Saison zurückzuziehen. Hintergrund sind anhaltende medizinische Probleme des zweimaligen WRC-Champions.

Anfang des Monats sickerte durch, dass Rovanperä nicht wie ursprünglich geplant für das KCMG-Team in der japanischen Top-Serie an den Start gehen wird. Eigentlich sollte das Engagement dazu dienen, sein fahrerisches Repertoire auf höchstem Formelsport-Niveau zu erweitern. Doch nach einer aktuellen medizinischen Untersuchung folgte die Reißleine.

Die Vorbereitung des Finnen wurde durch das Auftreten eines gutartigen paroxysmalen Lagerungsschwindels (BPPV) massiv gestört. Diese Störung des Innenohrs zwang ihn bereits dazu, den Großteil der Testfahrten in Suzuka im vergangenen Dezember auszulassen.

Zwar bestritt er im Januar die Formula-Regional-Oceania und absolvierte Ende Februar auch den Super-Formula-Test in Suzuka ohne direkte Zwischenfälle, wenn auch nur am Ende der Zeitentabelle, doch für eine volle Saison reichte es nicht.

Ein Machtwort von Akio Toyoda

Gegenüber Autosport erklärt Masaya Kaji, Toyotas globaler Motorsportdirektor, am Rande des Saisonauftakts in Motegi, dass die Entscheidung nicht nur auf ärztlichem Rat basierte, sondern auch auf der Tatsache, dass Rovanperäs Vorbereitung schlichtweg nicht ausreichte.

"Die Entscheidung wurde maßgeblich von Morizo-san [Toyota-Vorsitzender Akio Toyoda] vorangetrieben, der die Verantwortung für diesen Anruf übernahm", so Kaji. "Es war eine schwierige Entscheidung für alle Beteiligten, aber letztlich wurde sie unter seiner Führung mit einem klaren Bewusstsein für die Verantwortung getroffen. Auf diesem Niveau macht es keinen Sinn, ohne die richtige Vorbereitung an den Rennen teilzunehmen."

Kaji betont: "Sobald Kalle physisch und mental voll bereit ist, werden wir die nächste Herausforderung gemeinsam angehen. Es stimmt, dass seine Vorbereitungszeit diesmal kürzer als ideal war, aber ich denke, er wird sich auf die nächste Chance ordentlich vorbereiten können."

Warum die komplette Absage?

Auf die Frage, warum gleich die ganze Saison und nicht nur der Auftakt in Motegi (wo Seita Nonaka bei KCMG einspringt) abgesagt wurde, verwies Kaji auf den notwendigen Regenerationsprozess: "Wir haben viele Szenarien durchgespielt, aber das größte Problem ist: Wenn er sich ausruhen muss, kann er sich nicht vorbereiten. Wir müssen respektieren, was die Ärzte sagen, und ihm ausreichend Zeit zur Erholung geben."

Ob Rovanperä für einen zweiten Anlauf in die Super Formula zurückkehrt oder in einer anderen Formelsport-Kategorie unterkommt, ließ Kaji offen: "Es gibt verschiedene Möglichkeiten für den nächsten Schritt. Wir werden sehen, wie es vorangeht, und die Entscheidung zu einem späteren Zeitpunkt gemeinsam treffen."

Toyota: Super Formula für Jack Doohan keine "Priorität"

Rovanperä ist nicht der einzige prominente Name, der auf dem Grid fehlt. Auch Ex-Formel-1-Pilot Jack Doohan sollte eigentlich für das Toyota-befeuerte Team Kondo Racing starten, machte aber im letzten Moment einen Rückzieher.

Der Australier, der mittlerweile als Reservefahrer bei Haas unterschrieben hat, nahm zwar am Test im Dezember in Suzuka teil, sorgte dort aber mit einer Serie heftiger Unfälle in der Degner-Kurve - an jedem der drei Testtage einer - für Schlagzeilen.

Kaji spielt die Bedeutung der Crashs jedoch herunter. Vielmehr habe er bei Doohan von Anfang an kein echtes Feuer für Japan gespürt. "Sein Ziel war immer die Formel 1", stellt Kaji klar. "Ein Toyota-Werksfahrer zu werden, wäre eine Option gewesen, aber mein Gefühl war, dass die Super Formula für ihn keine Priorität hatte."

Crashs waren nicht der Trennungsgrund

Kondo Racing sei wegen der Unfälle keineswegs verärgert gewesen und hätte Doohan unterstützt. Kaji vermutet andere Gründe für das Aus: "Ich denke, er hatte Zweifel, was der beste Weg für ihn ist. Budgets spielten natürlich auch eine Rolle. Aber ich glaube nicht, dass er jemals die Absicht hatte, ausschließlich Super Formula zu fahren. Die Unfälle in der Degner waren sicher nicht der ausschlaggebende Grund."

Trotz der Absage ist das Tischtuch zwischen Toyota und Doohan nicht zerschnitten - besonders vor dem Hintergrund der technischen Partnerschaft zwischen Toyota und Haas in der Formel 1. "Es besteht immer noch die Chance, dass wir in Zukunft zusammenarbeiten", so Kaji abschließend. "Es ist keine negative Situation."

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