BMW in Navarra: Tom Sykes stellt Michael van der Mark in den Schatten

Tom Sykes fährt bei der Superbike-WM in Navarra in die erste Startreihe und beendet allen drei Rennen in die Top 6 - Michael van der Mark kämpft um den Anschluss

BMW in Navarra: Tom Sykes stellt Michael van der Mark in den Schatten

BMW war beim WSBK-Event in Donington vierte Kraft. Tom Sykes brachte die Münchner am Sonntag im zweiten Hauptrennen in die Top 5. Bereits am Samstag hatte Sykes für BMW die Kohlen aus dem Feuer geholt und stellte in der Superpole einen Startplatz in Reihe eins sicher. Lauf eins beendete er auf Position sechs. Teamkollege Michael van der Mark kam in allen drei Rennen hinter Sykes ins Ziel.

"Es war kein einfaches Wochenende für uns, allerdings konnten wir in allen drei Rennen Tom und Michael in die Punkte bringen", kommentiert BMW-Motorradsport-Direktor Marc Bongers. "Am Sonntagvormittag im Superpole-Rennen waren wir bei den kühleren Bedingungen nicht so stark wie erwartet. Dennoch konnten wir von den Plätzen sechs und acht starten."

"Das war für Michael sicherlich eine Verbesserung im Vergleich zu den letzten Rennen. Das hat sich dann auch im zweiten Rennen ausgezahlt. Nach einem guten Start von beiden lagen wir zunächst auf Platz vier und fünf. Tom ist dann auf die fünfte Position zurückgefallen, konnte sich aber sehr, sehr stark gegen Alex Lowes verteidigen", lobt der BMW-Verantwortliche.

"Michael hatte definitiv mehr zu kämpfen. Dennoch konnten wir im Vergleich zu Samstag den Rückstand auf die Spitze um sieben Sekunden verkürzen. Das reicht noch nicht, aber es ist ein positiver Trend", bilanziert Marc Bongers.

Tom Sykes in allen Rennen bester BMW-Pilot

Tom Sykes musste in Navarra die Nachricht verdauen, im kommenden Jahr durch Scott Redding ersetzt zu werden. Das hielt ihn nicht davon ab, drei gute Ergebnisse einzufahren. "Es war kein schlechtes Wochenende. Mit den hohen Temperaturen war es definitiv eine Herausforderung", erklärt der Ex-Champion.

Tom Sykes

Tom Sykes verlässt Navarra als WM-Siebter

Foto: Motorsport Images

"Für die Motoren und Fahrer waren die Temperaturen im Nachmittagsrennen am Limit. Insgesamt haben wir versucht, das Set-up des Bikes zu verbessern, auch nach dem heißen Test in Barcelona, aber wir hatten noch Einschränkungen. Wir hatten im Rennen einige große Probleme, die wir versucht haben, mit zwei verschiedenen Reifenlösungen zu beheben, aber wir waren noch in verschiedenen Bereichen eingeschränkt", berichtet Sykes.

"Selbst in Rennen zwei hatte ich gewisse Schwierigkeiten beim Einlenken und mit Untersteuern, auch mit der Traktion am Hinterrad", schildert Sykes. "Ich habe einfach hart gearbeitet und versucht, das Bike über Bremsdruck und Gas geben zu handeln und so das mir bestmögliche Rennen zu fahren. Ich stand während des Rennens unter großem Druck, aber wir konnten damit umgehen."

"Runde eins war die beste. Wir hatten an diesem Wochenende Schwierigkeiten beim Überholen, aber es gab etwas Konfusion zwischen Alex Lowes und Andrea Locatelli, und eingangs der Kurve am Ende der Gegengerade bot sich mir eine gute Gelegenheit. Ich habe sie genutzt und hatte so eine gute Ausgangslage für den Rest des Rennens", kommentiert er das zweite Rennen, in dem er Fünfter wurde.

Michael van der Mark harmoniert nicht perfekt mit seiner BMW

Teamkollege Michael van der Mark kam bei den Hauptrennen in Navarra auf Platz sieben und neun ins Ziel. Das Sprintrennen beendete der Niederländer auf der achten Position. "Es war ein harter Sonntag. Im Superpole-Rennen am Vormittag hatte ich einige Schwierigkeiten mit der Front des Bikes. Ich konnte nicht attackieren und auch an niemandem dranbleiben", ärgert sich Van der Mark.

Michael van der Mark

Michael van der Mark konnte sich in Navarra kaum in Szene setzen

Foto: Motorsport Images

"Also war ich etwas enttäuscht, aber dennoch konnte ich für Rennen zwei ein paar Startplätze gutmachen. Ich hatte dann einen guten Start, aber habe schnell gemerkt, dass ich am Kurvenausgang auf die anderen verliere", berichtet der Niederländer.

"Also habe ich versucht, mehr über die Front zu pushen. Aber ich hatte kein gutes Gefühl, und es war ein langes und hartes Rennen. Das müssen wir verbessern, aber wenigstens haben wir Punkte gesammelt. Wir versuchen es weiter. Jetzt freue ich mich auf Magny-Cours", so Van der Mark.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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