BMW-Kurs Magny-Cours: Stellt die M1000RR die Erfolge der S1000RR ein?

Die BMW S1000RR funktionierte 2019 und 2020 sehr gut auf dem Circuit de Nevers: Kann BMW mit der neuen M1000RR den nächsten Schritt machen?

BMW-Kurs Magny-Cours: Stellt die M1000RR die Erfolge der S1000RR ein?

Die Superbike-WM gastiert an diesem Wochenende in Frankreich auf dem Circuit de Nevers. Die 4,4 Kilometer lange Strecke in Magny-Cours kam BMW in den beiden vergangenen Jahren entgegen. Tom Sykes fuhr 2019 auf das Podium. Im Vorjahr holte Eugene Laverty die Poleposition vor Teamkollege Tom Sykes. Kann BMW mit der leistungsstärkeren M1000RR noch eins drauflegen?

"Magny-Cours ist mit seinem Layout, das von allem etwas bietet, eine interessante Herausforderung für Teams und Fahrer", kommentiert BMW-Motorradsport-Direktor Marc Bongers. "Wir waren dort in den vergangenen beiden Jahren recht konkurrenzfähig: 2019 ist Tom Sykes auf das Podium gefahren, 2020 haben Eugene Laverty und Tom in einer tollen Superpole die Doppelpole geholt."

"Aber dieses Jahr sind wir ein paar Wochen früher in Magny-Cours zu Gast, und entsprechend könnten die Bedingungen anders sein - es wird wärmer sein, auch wenn wieder mit dem einen oder anderen typischen Regenschauer zu rechnen ist", bemerkt der BMW-Motorradsport-Direktor.

Tom Sykes, Eugene Laverty

BMW-Erfolg im Vorjahr: Tom Sykes und Eugene Laverty standen in Reihe eins

Foto: Motorsport Images

"Wir müssen bei der Abstimmung unserer BMW M1000RR für alle Eventualitäten gerüstet sein", stellt Marc Bongers klar. "Unser Ziel lautet, uns im Qualifying eine gute Ausgangslage zu schaffen und in den Rennen den Rückstand auf die absolute Spitze weiter zu reduzieren."

Kann Tom Sykes an den Erfolg von 2019 anknüpfen?

Tom Sykes reist als WM-Siebter nach Magny-Cours ist damit der bestplatzierte BMW-Pilot in der Meisterschaft. "Ich freue mich schon sehr auf das Frankreich-Gastspiel der Superbike-WM in Magny-Cours. Auf dieser Strecke gab es in der Vergangenheit bereits einen Podiumserfolg für BMW", erinnert sich Sykes an das Wochenende in der Saison 2019.

Tom Sykes

Tom Sykes fuhr in Frankreich mit der S1000RR bereits aufs Podium

Foto: Motorsport Images

"Mein Ziel lautet natürlich, daran anzuknüpfen. Wir möchten auch unsere jüngsten Fortschritte fortsetzen, die wir zum Beispiel in Navarra gemacht haben. Dies ist das Ziel für das Wochenende. Natürlich haben wir noch Arbeit mit der BMW M1000RR vor uns, also werden wir unser Bestes geben, um am Rennwochenende die optimale Balance und den besten Kompromiss zu finden", so der Brite.

Michael van der Mark hofft auf konstantes Wetter

Teamkollege Michael van der Mark kam in Magny-Cours auch immer gut zurecht. "Magny-Cours ist eine Strecke, auf der ich wirklich sehr gern fahre. Sie liegt mir immer gut", erklärt der Niederländer. "Der Kurs bietet ein bisschen von allem: schnelle und flüssige Abschnitte ebenso wie Stop-&-Go-Kurven. Es ist also eine Mischung aus allem."

"Weil die Strecke all diese unterschiedlichen Kurven hat, muss man bei der Abstimmung des Bikes auch hier und da einen Kompromiss finden", nennt Van der Mark die Herausforderung. "Ich liebe den ersten Sektor, das ist einer meiner Lieblingsteile der Strecke. Aber auch der letzte Sektor ist klasse und bietet immer Überholmöglichkeiten. Ich freue mich schon auf das Wochenende."

Michael van der Mark

Michael van der Mark reist als WM-Neunter nach Magny-Cours

Foto: Motorsport Images

"Wir haben unsere BMW M1000RR enorm verbessert, und in Navarra hatten wir mehr Probleme mit den hohen Temperaturen. Ich denke, dass wir diese in Magny-Cours nicht haben werden", grübelt Van der Mark. "Hoffentlich haben wir also ein etwas konstanteres Wochenende."

"In Navarra haben wir bei den Rundenzeiten im Qualifying einen großen Schritt nach vorn gemacht. Das Pech für mich war, dass es so eng zuging und ich trotzdem nur Zehnter wurde. Aber wenn man sich die Rundenzeiten anschaut, habe ich einen großen Schritt gemacht. Wir haben die Performance in diesem Bereich verbessert, und das muss uns auch in Magny-Cours gelingen", so der Niederländer.

Jonas Folger absolvierte in Magny-Cours bereits einen Gaststart

Jonas Folger ist beim WSBK-Gastspiel in Frankreich der einzige BMW-Satelliten-Pilot. Ob Eugene Laverty und sein RC-Squadra-Corse-Team noch einmal zurückkehren, wird bezweifelt. Für Folger ist der Kurs unweit von Nevers kein Neuland. Im vergangenen Jahr absolvierte der Deutsche einen Gaststart, damals aber noch mit einer Yamaha R1.

Jonas Folger

Jonas Folger fuhr im Vorjahr mit der Yamaha R1 in Magny-Cours

Foto: Motorsport Images

"Magny-Cours ist eine tolle Strecke", bemerkt Folger. "Dort sind wir bereits im vergangenen Jahr als Wildcard-Starter in der Französischen Meisterschaft angetreten. Ich bin froh, dass wir das gemacht haben, denn so kenne ich die Strecke."

"Es ist ein sehr anspruchsvoller Kurs, es sind viele verschiedene Kurven eingebaut. Es gibt eine ganz lange Gerade, es gibt ganz langsame Kurven, es ist mal flüssig, dann hat man wieder etwas Stop & Go - es ist alles mit dabei. Ich hoffe, dass wir gut in das Wochenende starten, von Anfang an mit der BMW gut zurechtkommen und dann mit den Rennergebnissen an die letzten Rennen anknüpfen können", so der IDM-Champion.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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