BMW M1000RR vs. Yamaha R1: Wie sich Michael van der Mark umstellen muss

Michael van der Mark bringt wertvolle Erfahrungen von Yamaha mit: BMW erkennt dadurch besser, welche Bereiche an der M1000RR noch verbessert werden müssen

BMW M1000RR vs. Yamaha R1: Wie sich Michael van der Mark umstellen muss

Mit der Verpflichtung von Michael van der Mark gelang BMW im vergangenen Jahr ein großer Coup. Der Holländer brachte im Winter wertvolle Erfahrungen von Yamaha zu BMW und half den Ingenieuren damit bei der Entwicklung der M1000RR. Van der Mark erreichte in Donington sein erstes Top-3-Ergebnis mit BMW. Zudem zeigte er auf, woran es momentan noch hapert und was bei der M1000RR gut funktioniert.

"Jedes Motorradkonzept hat Vorteile, aber auch Nachteile", bemerkt BMW-Motorradsport-Direktor Marc Bongers im Gespräch mit 'Motorsport.com' und deckt auf, welche Eindrücke Van der Mark weitergegeben hat.

"Er hat zum Beispiel gemeint, dass man die Yamaha auf der Bremse besser in die Kurven laufen lassen kann. Das hat ihm bei der BMW gefehlt, doch da kann man mit der Geometrie und der Abstimmung der Dämpfer viel erreichen. Das hat er an der Yamaha geliebt", schildert Bongers und fügt hinzu: "Wir müssen das für ihn reproduzieren."

Michael van der Mark

Michael van der Mark fuhr von 2017 bis 2020 für Yamaha

Foto: Motorsport Images

"Er muss sich natürlich auch leicht anpassen an die BMW. Andererseits hat er gesagt, dass es sehr schön ist, wenn man auf den Geraden auch mal überholen kann", deutet Bongers den Leistungsvorteil der BMW im Vergleich zur Yamaha an.

Van der Marks Start in die erste Saison mit BMW war von einigen Hindernissen geplagt. Bei den Tests vor dem Saisonstart konnte sich der ehemalige Yamaha-Pilot nicht mit Spitzenzeiten in Szene setzen. Die Vorbereitungszeit vor dem Auftakt in Aragon war auch auf Grund der Testbeschränkungen sehr begrenzt.

Marc Bongers

Motorradsport-Direktor Marc Bongers will BMW an die Spitze bringen

Foto: BMW Motorrad

"Michael hatte vor Aragon nicht viel Zeit auf dem Motorrad gehabt. Er testete nur an sieben Tagen vor dem ersten Event. Er hatte das Problem, Vertrauen für das Vorderrad aufzubauen. In Aragon unter den Mischbedingungen konnten wir ihm das Motorrad so hinstellen, dass er Vertrauen aufbauen konnte. Er hat dieses Vertrauen auch auf abtrocknender Strecke erhalten können", berichtet BMW-Motorradsport-Direktor Marc Bongers.

"Im zweiten Rennen sah es überhaupt nicht so aus, als hätte er kein Vertrauen zum Motorrad", verweist Bongers auf das Top-5-Ergebnis bei schwierigen Bedingungen. "Wir sind da schon ziemlich weit gekommen. Im Vergleich mit Tom Sykes mussten wir mit Michael van der Mark aber bei den ersten Tests viele Probleme beheben, die wir mit Tom bereits erledigt hatten."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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