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Danilo Petrucci: Warum er lieber Superbike-WM als MotoAmerica fährt

Mit Warhorse-Ducati hätte Danilo Petrucci eine zweite MotoAmerica-Saison fahren können - Aber der Italiener hat bessere Gründe für die Superbike-WM gefunden

Gerald Dirnbeck

Bearbeitet: 26.11.2022, 10:58

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Danilo Petrucci: Warum er lieber Superbike-WM als MotoAmerica fährt

Danilo Petrucci hat sich gegen eine zweite Saison in den USA in der MotoAmerica entschieden. Stattdessen wird der ehemalige MotoGP-Fahrer 2023 in der Superbike-WM an den Start gehen. Der Italiener kehrt zu Barni-Ducati zurück. Mit diesem Team hat er schon in der Vergangenheit zusammengearbeitet.

Im Jahr 2011 trat "Petrux" mit Barni im Superstock-1000-Cup an. Er feierte vier Saisonsiege und wurde Vizemeister. Mit einer Ducati verlor er den Titel um lediglich zwei Punkte an Davide Giugliano. Dafür gewann Petrucci die italienische Superstock-1000-Meisterschaft.

In den vergangenen Wochen hat es danach ausgesehen, dass der 32-Jährige erneut mit Warhorse-Ducati in den USA an den Start gehen würde. In der abgelaufenen Saison wurde Petrucci hinter Yamaha-Fahrer Jake Gagne Vizemeister.

Ducati hätte gerne gesehen, wenn Petrucci in den USA geblieben wäre, denn aus Marketingsicht ist das ein wichtiger Markt für die italienische Marke. Die Entscheidung lag aber letztendlich bei Petrucci selbst.

"Sie haben mir sogar mehr geboten, als ich in diesem Jahr verdient habe", verrät er unseren italienischen Kollegen von 'GPOne.com'. "Sie wollten mich, aber ich hatte nicht die technischen Garantien, um sagen zu können: 'Ich gehe dorthin und habe Spaß'."

"Diese Meisterschaft kann bestimmt gewonnen werden, aber in diesem Jahr war Gagne stärker. Wir haben es bis zum letzten Rennen offengehalten, weil er mehr Fehler machte als ich. Das Motorrad hat großes Potenzial, aber man bräuchte andere Reifen."

Dunlop ist der offizielle Reifenpartner der MotoAmerica. In der Superbike-WM wird mit Pirelli gefahren. Aber was hat schlussendlich den Ausschlag für Petrucci gegeben, es in der Superbike-WM zu versuchen?

Danilo Petrucci

In den USA wurde der ehemalige MotoGP-Pilot auf Anhieb Vizemeister

Foto: Ducati

"Ich muss sagen, dass es eine sehr schwierige Entscheidung war. Was mich mehr für die Superbike-WM begeistert hat, ist, dass ich dort noch nie gefahren bin. Diese Chance ergab sich für mich mit einem sehr, sehr konkurrenzfähigen Reifen."

"Mir hat die Idee gefallen, es dort zu versuchen, wo es am besten ist. Dieses Motorrad hat in diesem Jahr die Weltmeisterschaft gewonnen. Ich liebe Motorradfahren. Wenn ich entscheiden kann, dann wähle ich das konkurrenzfähigste Motorrad."

"Aber ich habe lange für diese Entscheidung gebraucht", hält der zweimalige Grand-Prix-Sieger fest. Petrucci kehrt damit ins Fahrerlager zurück, wo seine Karriere durchgestartet ist. Nach der Superstock-Saison 2011 ging es für ihn damals direkt in die MotoGP.

In der Superbike-WM trifft Petrucci auf einige Fahrer, gegen die er schon gefahren ist. Wie zum Beispiel Iker Lecuona und Alvaro Bautista. Aber es sind auch viele neue Gegner dabei. Im Barni-Team hat er die gleiche Panigale V4 R wie das Werksteam zur Verfügung.

Barni erlebte eine schwierige Saison 2022. Luca Bernardi schaffte im Laufe der ersten neun Rennwochenenden mit einem zehnten Platz sein bestes Ergebnis. Dann wurde er gegen Xavi Fores ersetzt. Fores erzielte einen neunten Platz als bestes Resultat.

Mit Bildmaterial von Ducati.

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