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Ducati in Topform: Redding, Davies und Rinaldi geben in Aragon das Tempo vor

Beim WSBK-Test in Aragon behauptet sich Ducati an der Spitze: Scott Redding und Chaz Davies holen Bestzeiten, aber auch Michael Rinaldi überzeugt

Ducati in Topform: Redding, Davies und Rinaldi geben in Aragon das Tempo vor

Ducati holte sich an den beiden Testtagen in Aragon die Bestzeiten. Am ersten Tag (zum Testbericht mit Rundenzeiten) lag GoEleven-Neuzugang Chaz Davies vorn. Scott Redding schob sich bei der finalen Zeitenjagd am Dienstag (zum Testbericht mit Rundenzeiten) an die Spitze und kratzte am Pole-Rekord von Weltmeister Jonathan Rea.

Alles in allem scheint Ducati gut für die WSBK-Saison 2021 gerüstet zu sein. "Das erste Renn-Wochenende rückt näher. Deshalb haben wir das Tempo etwas angezogen und härter attackiert", kommentiert Scott Redding bei 'WorldSBK.com'.

"Bei Tests bevorzuge ich es, einen Schritt nach dem anderen zu machen und alle Bereiche zu verbessern, um dann am Ende des Tests zu attackieren. Ich bin mit den Fortschritten am Motorrad zufrieden", bilanziert der Brite, der 2021 den Titel nach Bologna holen möchte. Seit 2011 konnte sich Ducati keinen WM-Titel mehr sichern.

Redding ist zuversichtlich, denn Aragon war in der vergangenen Saison eine der größten Herausforderungen. "Ich bin happy, denn das ist eine der schwierigsten Strecken für mich. Rinaldi war im vergangenen Jahr gut hier. Ich hatte dadurch eine gute Referenz", bemerkt Redding.

Redding bedauert die Abwesenheit von Kawasaki

Da Kawasaki nicht in Aragon testete, sind Ducatis Fabelzeiten mit Vorsicht zu genießen. Das weiß auch Redding. "Es ist schade, dass die anderen Hersteller nicht mit dabei waren. Es ist immer gut, zusammen mit den Besten der Besten zu testen, damit man weiß, wo man steht. Doch wir konnten sehen, dass wir stark sind", kommentiert der Vize-Champion von 2020.

Jonathan Rea, Scott Redding

Jonathan Rea (1) ist für Scott Redding (45) die Orientierung

Foto: Motorsport Images

Am zweiten Tag zog Ducati das Interesse auf sich, als Redding und Rinaldi einige Runden zusammen fuhren und sich an der Spitze abwechselten. Was hatte es damit auf sich? "Das war Taktik, damit wir bereit sind, sollten wir gegeneinander kämpfen (lacht; Anm. d. Red.)", scherzt Redding und erklärt: "Wir kontrollierten, wie die Aerodynamik der Maschine funktioniert. Es war nichts Besonderes. Aber es machte Spaß, mit einem anderen Fahrer zu fahren."

Rinaldi mit starken Longruns, aber Problemen auf eine schnelle Runde

Teamkollege Michael Ruben Rinaldi beendete beide Testtage auf der zweiten Position. Bei der finalen Zeitenjagd lag der junge Italiener eine halbe Sekunde zurück, doch das Renntempo sorgt für große Zuversicht. Bereits in der vergangenen Saison hatte Rinaldi Probleme, sein Potenzial im Qualifying zu zeigen.

Michael Ruben Rinaldi

Michael Ruben Rinaldi will weiter an seiner Qualifying-Schwäche arbeiten

Foto: Ducati

"Ich bin mit diesen beiden Testtagen zufrieden. Wir arbeiteten gut zusammen und konnten das Motorrad und meinen Fahrstil verbessern", erklärt Rinaldi. "Beim Renntempo sind wir stark. Mit gebrauchten Reifen läuft es nicht schlecht. Das ist unsere Stärke, denke ich. Mit frischen Reifen müssen wir uns noch verbessern. Scott kann den Qualifying-Reifen viel besser nutzen als ich."

Davies schwärmt von der Performance der neuen Brembo-Bremssättel

GoEleven-Pilot Chaz Davies landete am finalen Tag nur auf Position vier, nachdem er den ersten Tag als Spitzenreiter beenden konnte. Davies gilt nicht als Fahrer, der sich bei Tests mit starken Rundenzeiten in Szene setzt. Viel mehr kümmerte sich der Waliser um Vergleichstests mit neuen Komponenten.

"Es lief richtig gut. Es waren zwei sehr positive Testtage. Ich bin sehr zufrieden mit dem Verlauf. Wir konnten auf dem Barcelona-Test aufbauen und dort weitermachen, wo wir vor ein paar Wochen aufgehört haben", erklärt der ehemalige Ducati-Werkspilot.

Chaz Davies

Chaz Davies fuhr beim Aragon-Test konstant schnelle Rundenzeiten

Foto: WorldSBK.com

"Ich absolvierte keine Rennsimulation am Stück, legte aber mit allen Reifensätzen die Renndistanz zurück. Sowohl mit frischen als auch gebrauchten Reifen waren wir konstant. Wir konzentrierten uns nicht auf die komplette Renndistanz, denn solange ich mich wohl fühle, ergibt sich der Rest von selbst", schildert Davies.

In Aragon testete der GoEleven-Neuzugang erstmals die neuen Bremssättel von Brembo mit Kühlfinnen. "Es war interessant. Sie sehen anders aus und funktionieren anders. Sie sind sehr kräftig und funktionieren sehr gut", berichtet Davies.

"Dieser Kurs war zu dieser Jahreszeit nicht der perfekte Test für die Bremsen. Doch wenn wir mehr Hitze haben und das Material auf Strecken mit härteren Bremszonen stärker beansprucht wird, dann kommen diese Sättel richtig zur Geltung. Unterm Strich fühlte ich mich sehr gut mit den neuen Sätteln", erklärt Davies, der für seine harten Bremsmanöver bekannt ist.

Die WSBK-Saison 2021 startet Ende Mai in Aragon. Davor wird es weitere private Tests geben.

Mit Bildmaterial von Ducati.

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