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Ducati Panigale V4R: Die technischen Daten des WM-Superbikes für 2019

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Ducati Panigale V4R: Die technischen Daten des WM-Superbikes für 2019
Autor:
04.02.2019, 17:02

V4-Motor, Trockenkupplung und Winglets: Das neue Arbeitsgerät von Chaz Davies und Alvaro Bautista verfügt über eine Reihe an Alleinstellungsmerkmalen

Nach 31 Jahren endete beim Saisonfinale 2018 Ducatis Zweizylinderära in der Superbike-WM. Ab der Saison 2019 setzen die erfolgsverwöhnten Italiener in der WSBK auf eine V4-Maschine: die Panigale V4R. Obwohl die Ducati-Produktpalette in der Serie beinahe komplett aus V2-Maschinen besteht, haben die Italiener viele Erfahrungen mit dem V4-Motor, denn seit 2003 gehen sie damit in der MotoGP an den Start. Und der V4-Motor ist nicht die einzige Gemeinsamkeit, die sich das neue Superbike mit dem MotoGP-Prototyp Desmosedici teilt.

Fotos: Ducati präsentiert die Panigale V4 R für die Superbike-WM 2019

Nach wie vor ist Ducati der einzige Hersteller, der in der MotoGP eine desmodromische Ventilsteuerung einsetzt. Auch bei der Panigale V4R kommt diese Technologie zum Einsatz. Somit ist Ducati der einzige Hersteller, der in der MotoGP und in der Superbike-WM identische Lösungen verwendet. Zum Vergleich: Die japanische Konkurrenz vertraut in der MotoGP auf pneumatisch gesteuerte Ventile und in der Serie/Superbike-WM auf klassische Ventilfedern. Ducatis Lösung hat vor allem bei hohen Drehzahlen mehr Reserven. Und der V4-Motor der Panigale dreht hoch. Ducati gibt 16.000 Umdrehungen pro Minute an.

Bikes von Chaz Davies Alvaro Bautista für die Superbike-WM 2019

Bikes von Chaz Davies Alvaro Bautista für die Superbike-WM 2019

Foto: Ducati Corse

Im Bereich Chassis brach Ducati mit dem Debüt der V2-Panigale mit den eigenen Traditionen. Die 1098/1198-Reihe war das letzte Ducati-Superbike mit einem Stahl-Gitterrohrrahmen. Bei der V2-Panigale, die von 2013 bis 2018 eingesetzt wurde, übernahm der Motor einen großen Teil des Rahmens. Eine Art Monocoque verband den Motor mit dem der Gabel. Es dauerte seine Zeit, bis Ducati das Konzept im Griff hatte und die Fahrer ein gutes Gefühl für die Front der Maschine aufbauen konnten.

Bei der V4-Panigale weicht das Monocoque der Vorgängermaschine einem Alurahmen. Mit Ausbohrungen im Bereich des Lenkkopfes bei der R-Version wurde die Steifigkeit angepasst, um das Gefühl für das Vorderrad zu verbessern. Bei der WSBK-Variante sehr auffällig ist, dass der Tank bis unter den Sitz verlängert wurde, um die Gewichtsverteilung für den Rennsport zu verbessern.

Traditionalisten dürften sich freuen, dass Ducati bei der V4R die Trockenkupplung zurückbringt. Dieses Feature fehlte der V2-Panigale. Die V4R ist das einzige Modell in Ducatis aktueller Produktpalette, das mit einer Trockenkupplung ausgerüstet ist. In der MotoGP setzen alle Hersteller auf diese Lösung, die im Vergleich zu einer Nasskupplung leichter ist und weniger Leistung kostet.

Keine Experimente wagt Ducati in Sachen Lieferanten. Die Bremsen der 2019er-Maschine stammen von Brembo, die Federelemente von Öhlins, der Auspuff von Akrapovic und die Räder von Marchesini. Die Leistung des WSBK-Bikes soll bei über 235 PS liegen. Da bereits das Serienmodell mit offenem Auspuff 234 PS an die Kurbelwelle schickt, darf Ducatis Leistungsangabe als sehr zurückhaltend eingestuft werden.

Die technischen Daten der Ducati Panigale V4R (WSBK 2019):

Motor: flüssigkeitsgekühlter V4-Motor mit desmodromischer Ventilsteuerung
Ventile pro Zylinder: vier
Hubraum: 998 Kubikzentimeter
Bohrung x Hub: 81 mm x 48,4 mm
Leistung: > 235 PS bei 16.000 Umdrehungen
Höchstgeschwindigkeit: > 315 km/h
Auspuff: Akrapovic-Titananlage
Getriebe: 6 Gänge
Kupplung: STM Trockenkupplung mit hydraulischer Betätigung
Kette: D.I.D.
Chassis: Aluminiumrahmen
Federelemente vorn: Öhlins Upside-Down-Gabel RVP2530, 46 Millimeter
Federelemente hinten: Öhlins Federbein RSP40, Einarmschwinge aus Aluminium
Felgen vorn: Marchesini Schmiederäder aus Alumium, 3,5 x 17 Zoll
Felgen hinten: Marchesini Schmiederäder aus Alumium, 6,0 x 17 Zoll
Bremsen vorn: Brembo P4X30-34 Bremssättel mit zwei 336-Millimeter-Scheiben
Bremsen hinten: Brembo P2X34 Bremssattel mit 230-Millimeter-Scheibe
Reifen vorn: Pirelli Slicks, 120/70-R17
Reifen hinten: Pirelli Slicks, 200/60-R17
Länge: 2.070 Millimeter
Breite: 670 Millimeter
Radstand: 1.450 Millimeter
Tankinhalt: 23,9 Liter
Gewicht: 168 Kilogramm mit Wasser und Öl

Mit Bildmaterial von Ducati.

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Urheber Sebastian Fränzschky