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Ducati-Topspeed: Yamaha-Pilot Alex Lowes fordert Anpassung der Drehzahl

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Ducati-Topspeed: Yamaha-Pilot Alex Lowes fordert Anpassung der Drehzahl
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03.03.2019, 10:11

Beim Saisonauftakt überflügelte Ducati mit dem neuen V4-Superbike die Konkurrenz in Sachen Topspeed - Alex Lowes hofft, dass die Verantwortlichen reagieren

Seit Jahren dominiert Ducati die Topspeed-Wertungen in der MotoGP. Nach der Umstellung vom V2- zum V4-Motor verfügen die Italiener nun auch in der Superbike-WM über das stärkste Motorrad. Bereits in der Serie hat die neue Ducati Panigale V4R mehr als 220 PS. Die WSBK-Ducati soll an der 250-PS-Marke kratzen, vermuten Insider. Mehr als 326 km/h erreichte Ducati-Pilot Chaz Davies beim Saisonauftakt auf Phillip Island (Australien).

Die Konkurrenz reagiert verärgert. Yamaha-Pilot Alex Lowes wünscht sich eine Anpassung der Maximaldrehzahl. Aktuell darf Ducatis V4-Motor 16.350 Umdrehungen pro Minute haben. Die Konkurrenz liegt zwischen 14.600 Umdrehungen/Minute (Kawasaki) und 14.900 Umdrehungen/Minute (BMW). Yamahas R1-Motoren dürfen 14.700 Umdrehungen/Minute haben. Diese Werte ergeben sich aus den Leistungskurven der Serienmaschinen. Da Ducati ein extrem radikales Serienmodell anbietet, darf das V4-Triebwerk der WM-Version deutlich höher drehen als die Motoren der Konkurrenz.

"Ich denke, dass die Regeln im Moment nicht richtig sind in Sachen Drehzahlen. Sie brauchen zwei oder drei Wochenenden, bis sie angepasst werden können. Ich hoffe, dass die Geschwindigkeiten ein bisschen angepasst werden", wird Lowes von 'Bikesportnews' zitiert.

"Es ist ziemlich eindeutig bei den TV-Bildern zu sehen. Wenn man mit dem Reifenverbrauch kämpft, dann kann man die Maschine in den Kurven nicht überfahren, um den Topspeed-Nachteil zu kompensieren", schimpft der Yamaha-Pilot.

Alex Lowes

Yamaha-Pilot Alex Lowes war auf den Geraden leichte Beute

Die Konzepte der Konkurrenz sind radikaler

Die R1 ist auf den Geraden nur Durchschnitt. Ducati dominiert und danach folgt Kawasaki, obwohl der Drehzahlbegrenzer der ZX-10RR eher einsetzt als bei der Yamahas R1. "Die Kawasaki ist auch deutlich schneller als im Vorjahr, würde ich behaupten. Vor einem Jahr konnte ich auf den Geraden vorbeiziehen. In diesem Jahr hatte ich Probleme, im Windschatten zu bleiben", schimpft Lowes.

Offensichtlich haben Ducati und Kawasaki im Winter intensiver gearbeitet als Yamaha, um ihre Superbikes auf den Geraden zu verbessern. Im Gegensatz zu Ducati und Kawasaki hat Yamaha für 2019 kein neues Modell homologieren lassen. Kawasaki nahm diverse Änderungen am Reihenvierzylinder der ZX-10RR vor, um eine bessere Basis für die Superbike-WM zu haben. Ducati schickt 2019 ein komplett neues Motorrad an den Start.

Bautistas Vorsprung bereitet Lowes Kopfschmerzen

Doch der Topspeed ist nicht die einzige Sorge von Lowes. Mit Alvaro Bautista verfügt Ducati über einen ehemaligen MotoGP-Top-3-Kandidat. Überrascht ist Lowes vom beeindruckenden Debüt des Spaniers aber nicht. "Der Kerl, der beim MotoGP-Rennen beinahe aufs Podium fuhr und hier immer schnell ist? Es war mir ab den ersten Runden klar. Er fuhr bei seiner fünften Testrunde 320 km/h. Man muss gut fahren und das tat er, vermutlich besser als die anderen", kommentiert Lowes.

"Wenn er in der letzten Runde nicht ausgerollt wäre, hätte er 20 Sekunden Vorsprung gehabt. Ich glaube nicht, dass er 20 Sekunden besser ist als Johnny Rea oder alle anderen. Es ist ein bisschen schade, weil viele Leute in der MotoGP sagen, 'Oh, ein ordentlicher Fahrer wechselt zu den Superbikes und gewinnt mit 20 Sekunden Vorsprung ...' Doch das ist nicht der Fall", ist der WSBK-Laufsieger überzeugt.

Mit Bildmaterial von Ducati.

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Urheber Sebastian Fränzschky