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"Dummer Fehler" - Wie der Sieg beim WSBK-Debüt für Bulega zur Last wurde

Zweite Plätze fühlen sich mittlerweile selbstverständlich an: Ducati-Pilot Nicolo Bulega spricht über die hohen Erwartungen und die Kräfteverhältnisse in der WSBK

"Dummer Fehler" - Wie der Sieg beim WSBK-Debüt für Bulega zur Last wurde

Am 24. Februar absolvierte Nicolo Bulega auf Phillip Island (Australien) sein erstes Rennen in der Superbike-WM. Der WSBK-Rookie beendete sein Debütrennen auf der Ducati Panigale V4R als Sieger, nachdem er zuvor bereits die Superpole-Session für sich entschieden hatte.

Doch der Erfolg im ersten Superbike-Rennen seiner Karriere sollte bisher der einzige Laufsieg von Bulega sein. Beim Heimspiel in Misano sprach der Italiener über die hohen Erwartungen und erklärte, wie der Sieg beim Saisonauftakt zur Last wurde.

Denn die zweiten Plätze beim Heimrennen in Misano fühlten sich nicht unbedingt als Erfolg an, obwohl Bulega seinen Teamkollegen, den amtierenden Superbike-Weltmeister Alvaro Bautista, klar hinter sich ließ und eine erstklassige Leistung zeigte.

"Ich denke, dass ich stolz sein kann, was ich an meinem ersten Wochenende hier mit dem Superbike erreicht habe", bemerkt Bulega. "Ich war an diesem Wochenende immer die beste Ducati. Es wäre schwierig gewesen, mehr zu erreichen."

Zu hohe Erwartungen nach dem Sensations-Debüt in Australien

In den Aussagen schwingt aber eine gewisse Unzufriedenheit mit. "Leider habe ich mein erstes Rennen in Australien gewonnen. Wenn ich jetzt Zweiter werde, dann sind alle froh, aber nicht zu 100 Prozent happy", lässt der 24-jährige Italiener durchblicken.

Nicolo Bulega

Pole und Sieg beim Debüt: Nicolo Bulega schrieb am 24. Februar 2024 Geschichte

Foto: Motorsport Images

"Ich machte diesen dummen Fehler, mein erstes Rennen zu gewinnen", scherzt der Ducati-Pilot. "Zweite Plätze machen das Team jetzt nicht mehr vollkommen happy." Doch mit seinen Leistungen kann Bulega mehr als zufrieden sein. Nach vier von zwölf Events liegt er auf P2 der Meisterschaft und ist damit erster Verfolger von BMW-Neuzugang Toprak Razgatlioglu.

Nicolo Bulega

Nicolo Bulega ließ sich in Misano feiern, war aber nicht komplett happy

Foto: Ducati

"Wenn ich ehrlich zu mir bin, dann sollte ich happy sein. Toprak fuhr bereits viele Jahre in der Superbike-WM und war bereits Weltmeister. Wenn ich in meinem ersten Jahr Zweiter werde und die anderen Ducatis besiege, dann muss ich happy sein", schaut Bulega auf die Fakten.

Fluch und Segen: Der Fahrstil von Nicolo Bulega hat Vor- und Nachteile

Im Vergleich zu Ducati-Teamkollege Alvaro Bautista hat Bulega einen anderen Fahrstil. Bulega hat noch den Supersport-Stil verinnerlicht und fährt somit höhere Kurvengeschwindigkeiten. Das ist zu Rennbeginn ein Vorteil, doch mit abbauenden Reifen wird er gegen Rennende langsamer.

Nicolo Bulega

Runder Fahrstil: Nicolo Bulega fährt hohe Kurvengeschwindigkeiten

Foto: Ducati

In Misano schob sich Bulega zu Rennbeginn an die Spitze, konnte die erste Position aber nicht halten. "Ich versuchte, eine Lücke herauszufahren. Nachdem Toprak mich überholt hatte, war Platz zwei mein Maximum", blickt er auf das Heimrennen zurück und lobt Razgatlioglu: "Toprak ist überall stark."

Bereits bei den Wintertests fiel auf, dass Bulega kein Problem damit hat, eine schnelle Runde rauszupressen. Bei beinahe allen Vorsaisontests unterbot er die bestehenden Rundenrekorde. "Mit frischen Reifen bin ich schnell genug. Doch wenn die Reifen abbauen, fehlt mir die Erfahrung. Ich muss meinen Fahrstil noch anpassen. Toprak hat mehr Erfahrung als ich", ist sich Bulega bewusst.

Ducati muss nachlegen, um BMW zu bezwingen

Dass Razgatlioglu bereits so schnell mit der BMW harmoniert und sich zu einem WM-Anwärter mausert, ahnten nur die wenigsten Experten. Selbst im Lager des Türken sah man einige überraschte Gesichter. Bulega steigert zusammen mit Teamkollege Bautista (was sich der Champion von Ducati wünscht) den Druck auf Ducati und hofft auf Fortschritte: "Ducati muss arbeiten."

BMW-Siege in Barcelona und Assen sowie zuletzt auf der Ducati-Heimstrecke in Misano sorgen im Lager von Ducati für besorgte Gesichter. "Wir wissen nicht, wo Toprak stark sein wird. Wir rechneten nicht damit, dass er hier so stark sein wird. Er war hier richtig schnell. Wir müssen arbeiten und versuchen, den Rückstand aufzuholen", kommentiert Bulega, der aktuell 21 Punkte Rücktand auf den Spitzenreiter hat.
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