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"Ein großer Schritt ist nötig" - Jonathan Rea nach Misano-Pleite niedergeschlagen

Auch bei der Superbike-WM in Misano kann sich Jonathan Rea in den Rennen kaum in Szene setzen: Es gibt keine Antworten für die Probleme mit der Yamaha R1

"Ein großer Schritt ist nötig" - Jonathan Rea nach Misano-Pleite niedergeschlagen

Die Umstellung zur Yamaha R1 bereitet Superbike-Legende Jonathan Rea weiterhin große Schwierigkeiten. Auch beim vierten WSBK-Wochenende der laufenden Saison konnte sich der sechsmalige Weltmeister nicht besonders stark in Szene setzen. In den drei Misano-Rennen sammelte Rea magere acht Punkte.

Dabei waren die Hoffnungen nach dem Test an gleicher Stelle groß. Rea beendete das Kräftemessen in Reichweite zur Spitze. Doch nach dem Rennwochenende relativiert er das gute Testergebnis: "Der Test war okay, aber nicht richtig gut. Die Rundenzeiten wurden mit dem Qualifying-Reifen gefahren. Bevor ich auf Zeitenjagd ging, lag ich außerhalb der Top 10."

In Misano wurde Rea erneut mit der harten Realität konfrontiert. In der Superpole landete er auf P15. Der erste Lauf endete zeitig mit einem Highspeed-Crash in Curvone. Platz acht im Sprint war das Highlight. Im zweiten Hauptrennen kam er mit 27,2 Sekunden Rückstand als Zehnter ins Ziel. Bitter: Teamkollege Andrea Locatelli kam 15 Sekunden vor Rea über den Zielstrich.

Rea macht das schlechte Qualifying zum Teil mitverantwortlich: "Es ist nicht gut, wenn man nur in der fünften Startreihe steht. Toprak (Razgatlioglu) ist aktuell richtig stark. Auch die zweite Gruppe mit den beiden Werks-Ducatis war sehr schnell. Man muss vorne stehen, um mitzuhalten. Das war bei mir nicht der Fall."

Sturz mit mehr als 200 km/h: Rea hat Glück im Unglück

Das Selbstvertrauen von Rea wurde durch den Crash am Samstag erneut angekratzt. Es war nicht der erste schwere Sturz mit der Yamaha R1. Bereits beim Saisonauftakt flog Rea zwei Mal via Highsider ab. Beim Sturz in Misano hatte der Ex-Champion großes Glück.

"Es war ein sehr schneller Sturz. Ich muss den Herstellern meiner Schutzausrüstung danken, Alpinestars und Arai. Sie sind dafür verantwortlich, dass ich hier sitze", berichtet Rea. "Ich stürzte bei 212 km/h. Ich war mir nicht sicher, ob ich die Rennen beenden kann, nachdem ich am Morgen untersucht wurde. Es war bereits sehr schmerzvoll, jemandem die Hand zu schütteln."

Weiterhin kein gutes Gefühl für das Limit der Yamaha R1

Der Sturz im Samstags-Rennen hatte zur Folge, dass Rea keine Daten sammeln konnte. Er ging mehr oder weniger unvorbereitet in das zweite Hauptrennen. "Ich wollte das Rennen nur beenden, um eine Basis zu erhalten, von der wir uns verbessern können. Mein Vertrauen für das Motorrad ist momentan sehr gering", gesteht er.

"Ich habe kein gutes Gefühl. Das Motorrad liefert mir kein gutes Feedback. Ich mache keine Fortschritte. Deshalb müssen wir bei Null beginnen", erklärt der Yamaha-Pilot, der sich bemüht, die schwachen Resultate auszublenden.

Jonathan Rea

Jonathan Rea harmoniert noch nicht mit seinem neuen Arbeitsgerät

Foto: Yamaha

"Ich versuche, mich von den Ergebnissen nicht zu sehr runterziehen zu lassen. Sie sind nicht gut genug, 27 Sekunden zum Sieger sind viel zu viel. Ich war aber auch weit von der besten Yamaha entfernt. Natürlich können wir uns verbessern. Doch es ist ein großer Schritt nötig", ist sich Rea bewusst.

Bisher konnte Yamaha keine Lösungen für Jonathan Reas Probleme finden

Im Rennen fiel es Rea schwer, sich an den Gegnern vorbei zu kämpfen. "Ich versuchte es, doch mit frischen Reifen war ich nicht schnell genug. Man muss ein gutes Gefühl haben und das habe ich nicht", gibt sich Rea keinen Illusionen hin.

Jonathan Rea

Jonathan Rea mit Crewchief Andrew Pitt

Foto: Yamaha

Die Gesichter im Lager von Yamaha werden immer länger. "Mein Team kann mir offensichtlich nicht dabei helfen. Ich habe wirklich zu kämpfen. Es ist nicht so, dass wir es nicht versuchen. Sie versuchen alles, doch wir finden einfach nicht heraus, was ich benötige. Es ist frustrierend für mich, frustrierend für sie", bemerkt Rea.

Der einzige Hoffnungsschimmer des Misano-Wochenendes war der achte Platz im Sprint. Doch im Superpole-Rennen gab es einige Stürze. Aus eigener Kraft wäre Rea voraussichtlich nicht in die Punkte gefahren.

"Das Rennen mit dem SCQ-Reifen war pures Chaos", kommentiert Rea. "Ich hatte in Kurve 1 viel Glück, als sich eine kleine Lücke öffnete und ich viele Positionen gutmachte. Ich wurde Achter, was sehr positiv war. Doch ich hatte viel Rückstand auf die Spitze."

Nach vier WSBK-Wochenenden ist Rea nur WM-14. und hat magere 31 Punkte auf seinem Konto. Der aktuell bestplatzierte Yamaha-Pilot ist Teamkollege Andrea Locatelli auf Position fünf der Fahrerwertung.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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