"Fuhr immer V4-Bikes" - Scott Redding fiebert erstem BMW-Test entgegen

Das Reihen-Vierzylinder-Konzept der BMW M1000RR ist für Scott Redding Neuland: Der Brite schaut gespannt auf den ersten Test mit seinem neuen Arbeitsgerät

"Fuhr immer V4-Bikes" - Scott Redding fiebert erstem BMW-Test entgegen

Nach dem Saisonfinale der Superbike-WM in Indonesien gehen Scott Redding und Ducati getrennte Wege. Zu Ende geht eine dreijährige Zusammenarbeit, die 2019 in der Britischen Meisterschaft begann und 2020 und 2021 in der WSBK fortgeführt wurde. Redding startet ab der Saison 2022 für das BMW-Werksteam. Gespannt sein darf man, wie gut der Brite den Umstieg von der Ducati Panigale V4R zur BMW M1000RR meistert.

"Ich hatte mit der Ducati eine tolle Zeit. Es ging ein bisschen hoch und runter. Doch als der Vertrag für kommendes Jahr stand, hatte ich einen guten Lauf", blickt Redding auf die zurückliegende Zeit zurück. "Sicher bin ich jetzt froh, wo ich bin. Ich fühle mich wohl, doch es ist Zeit für einen Wechsel. Man kann die Zukunft nicht voraussagen."

In der Superbike-WM konnte Redding bisher zwölf Rennen gewinnen. Kann der ehemalige MotoGP-Pilot auch mit der BMW um Siege kämpfen? "Sie bewegen sich aktuell im Bereich von Platz sechs. Das ist nicht so schlecht. Kann ich als Fahrer etwas beitragen, damit sie den nächsten Schritt machen? Können sie einen Schritt machen für kommendes Jahr?", grübelt Redding.

Macht BMW mit Scott Redding den nächsten Schritt?

"Ich denke, sie können aus dem Motorrad einen Kandidaten für regelmäßige Podestplätze machen. Dann kann man auch Rennen gewinnen. Es ist ein junges Projekt", stellt der zukünftige BMW-Werkspilot fest. In Sachen Fahrstil wird sich Redding voraussichtlich umstellen müssen. Der Charakter der Ducati Panigale V4R ähnelt dem einer MotoGP-Maschine. Doch die BMW tendiert eher in Richtung konventionelles Superbike mit ihrem Reihen-Vierzylinder.

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Foto: BMW Motorrad

"Der Fahrstil ist für mich die größte offene Frage. Ich bin noch nie einen Reihen-Vierzylinder gefahren. Ich fuhr immer V4-Bikes", bemerkt Redding. "Es wird sich ziemlich anders anfühlen. Darauf bin ich gespannt. Es ist ein großer Wechsel für mich. Der Unterschied ist größer, als die Leute erwarten."

"Das Gefühl für die MotoGP-, BSB und WSBK-Maschine war gleich. Jetzt steige ich auf etwas, von dem ich nicht weiß, wie es sich anfühlen wird", so Redding. "Ich hoffe, dass ich nicht erst Ende Januar testen werde, wenn die Saison Ende Februar oder Anfang März beginnt. Ich würde gern in diesem Jahr testen, doch es hängt von den Regeln ab."

Wann kann Scott Redding die BMW M1000RR zum ersten Mal testen?

"Es wäre sinnvoll, in Indonesien zu testen, weil dort alle vor Ort sind", wirft Redding in den Raum, doch ein Test in Indonesien ist aktuell nicht vorgesehen. Die Testvorschriften erschweren vor allem den Herstellern mit Aufholbedarf die Entwicklungsarbeit.

"Wie sollen BMW und Honda den Anschluss herstellen, wenn sie auch nur zehn Testtage haben, wie Ducati, Kawasaki und Yamaha, die bereits WM-fähige Motorräder haben?", fragt sich Redding und hofft, sein neues Arbeitsgerät noch vor der Winterpause testen zu können.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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