Jonathan Rea: Toprak Razgatlioglus Vorsprung "entsprach nicht der Realität"

Kein reibungsloser Auftakt in Indonesien für den Superbike-Weltmeister: Jonathan Rea verpasst am Freitag durch einen Defekt wichtige Trainingszeit

Jonathan Rea: Toprak Razgatlioglus Vorsprung "entsprach nicht der Realität"

WSBK-Champion Jonathan Rea fand sich beim Trainingsauftakt der Superbike-WM in Mandalika mit mehr als zwei Sekunden Rückstand auf Position elf wieder. Ein technisches Problem kostete Rea im FT1 viel Trainingszeit. Nach der Mittagspause war der Superbike-Weltmeister aber wieder zur Stelle und beendete das FT2 mit 0,174 Sekunden Rückstand auf WM-Rivale Toprak Razgatlioglu, der in beiden Trainings vorn lag, auf Position zwei.

Im FT1 schockierte Razgatlioglu die Konkurrenz und nahm seinen Verfolgern mehr als 1,5 Sekunden ab. "Ja, das war richtig beeindruckend", staunt auch Rea. "Wir konnten uns nicht allzu gut vertraut machen, weil wir das Problem hatten."

"Ich konnte nur einen Stint fahren und bekam dann das Problem. Zudem bringt der weiche Reifen hier sehr viel. Sie verwendeten am Ende der Session einen weichen Reifen. Ich machte mir in der Mittagspause aber keine Gedanken, wie ich ihn einholen kann", berichtet Rea.

Jonathan Rea steigert sich vom FT1 zum FT2 deutlich

"Sein Vorsprung war groß, entsprach aber nicht der Realität. Er war zwei Sekunden schneller als ich, doch ich verbrachte mehr als die Hälfte der Zeit in der Box", vergleicht Rea. "Wir hatten ein technisches Problem und konnten es leider nicht beheben. Ich hatte nur noch eine Outlap, um zu überprüfen, ob wir das Problem behoben haben."

"Es ist unglücklich gelaufen, denn ich verbrachte mehr als die Hälfte der Session in der Box. Das hatte sich darauf ausgewirkt, die Strecke zu lernen. Doch im FT2 fand ich einen guten Rhythmus. Das Motorrad funktioniert okay, aber es gibt noch Raum für Verbesserungen. Ich bin optimistisch, dass ich am Samstag kämpfen kann", erklärt der Kawasaki-Pilot.

Jonathan Rea

Jonathan Rea hat klare Vorstellungen, was am Set-up verbessert werden muss

Foto: Kawasaki

Was kann an der ZX-10RR noch optimiert werden? "Wir müssen vor allem die Bremsstabilität verbessern. Ich verliere zu viel Zeit im letzten Teil des Bremsvorgangs. Die Front wird zu stark belastet und verliert die Haftung. Ich vermute, dass wir das mit einer geänderten Balance des Fahrwerks lösen können", schildert Rea.

Überholen neben der Ideallinie sehr gefährlich

Am Samstag möchte Rea in der Superpole einen Platz in der ersten Reihe sicherstellen. "Die Superpole ist sehr wichtig, weil die Streckenposition hier von großer Bedeutung ist", spielt er die wenigen Überholmöglichkeiten an.

"Wenn man in einer der schnellen Kurven überholt, dann zeigt das, dass man keinen Respekt vor dem anderen Fahrer hat. In Kurve 10, der engen Kurve, die man im ersten Gang fährt, kann man es versuchen. Im finalen Sektor ist es neben der Ideallinie sehr rutschig. Das ist immer so bei neuen Kursen", bemerkt Rea.

"Ohne den Gummiabrieb ist die Ideallinie sehr schmal. Es wird schwierig, hier zu überholen. Aber ich bin mir sicher, dass ich es hinbekomme", gibt sich der Rekord-Weltmeister gelassen. Auf Grund des Rückstands von 30 Punkten wird es schwierig, die WM noch zu wenden.

"Ich denke nicht zu sehr an die Meisterschaft. Mein Gefühl ist, dass ich die Meisterschaft in diesem Jahr schon einige Male verloren habe, vor allem in Portimao nach dem Superpole-Rennen. Alles, was jetzt noch kommt, sehe ich als Bonus an. Ich konzentriere mich auf den Sieg", stellt Rea klar.

Mit Bildmaterial von Kawasaki.

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