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Kawasaki ZX-10RR vs. Ducati Panigale V4R: Warum Leistung nicht alles ist

Im Vergleich zur aufwendig konstruierten V4-Ducati ist Kawasakis Superbike simpel, aber effektiv: Crewchief Pere Ribe deckt auf, was Kawasaki besser macht

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Kawasaki ZX-10RR vs. Ducati Panigale V4R: Warum Leistung nicht alles ist

In der WSBK-Saison 2019 debütierte mit der Ducati Panigale V4R das wohl radikalste Superbike der Geschichte. Mit MotoGP-Technologien, wie abtriebsfördernden Winglets, und einem von der Desmosedici abgeleiteten V4-Motor, der bereits in der Serie um die 230 PS leistet, legte Ducati die Messlatte aus technischer Sicht höher.

In Kombination mit Alvaro Bautista fuhr Ducati zu Saisonbeginn in einer eigenen Welt. Doch bisher gelang den Italienern mit der V4-Maschine kein Titelgewinn. Auch Scott Redding konnte Rekord-Weltmeister Jonathan Rea und Kawasaki nicht vom Thron stoßen.

Kawasaki-Crewchief Pere Riba macht die unausgewogene Basisabstimmung der Panigale V4R dafür verantwortlich. "Wenn man ein Motorrad hat, bei dem die Änderungen von Strecke zu Strecke riesig sind, dann hat man kein gutes Motorrad", stellt der Crewchief von Weltmeister Jonathan Rea im Gespräch mit 'Motorsport.com' klar.

Jonathan Rea

Jonathan Rea mit Crewchief Pere Riba

Foto: LAT

Deutlich wird das, was Riba meint, wenn man sich die Kräfteverhältnisse im Laufe eines WSBK-Wochenendes anschaut. Kawasaki gibt freitags meist das Tempo vor. Bis zum zweiten Hauptrennen am Sonntag kommt Ducati näher oder ist sogar stärker. Der Grund: Die Ducati-Piloten benötigen mehr Zeit, um die Abstimmung zu verbessern.

"Am Freitag sind wir meist weit voraus. Bis zum Sonntag können wir uns nicht mehr so stark steigern wie Ducati, weil wir bereits eine sehr gute Basis haben. Das hat natürlich auch andere Gründe. Unser Motorrad ist vergleichsweise alt. Jonathan kennt das Motorrad sehr gut. Doch wenn man um eine Meisterschaft kämpfen möchte, dann braucht man ein Paket mit einer guten Basis", erklärt Crewchief Pere Riba.

Auch Kawasaki passt die Abstimmung der ZX-10RR über das Wochenende an. "Natürlich muss man Änderungen vornehmen. Doch man muss clever sein. Das ist nicht einfach", bemerkt Riba. "Man muss ein Motorrad so abstimmen, dass man eine gute Basis hat."

Jonathan Rea, Kawasaki Racing Team

Jonathan Rea, Kawasaki Racing Team
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Foto: Gold and Goose / Motorsport Images

Jonathan Rea, Kawasaki Racing Team

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Jonathan Rea, Kawasaki Racing Team

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Foto: Kawasaki Racing Team

Jonathan Rea, Kawasaki Racing Team

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Foto: Gold and Goose / Motorsport Images

"Die Basisabstimmung muss gut sein", betont der Spanier. "Von dieser Basis ausgehend kann man die Elektronik anpassen. Das erfolgt abhängig von der Strecke und der Haftung. Dann muss man sich natürlich auch mit den Federelementen beschäftigen."

Zusammen mit Jonathan Rea konnte Crewchief Pere Riba in den vergangenen Jahren Erfolge in Serie feiern. Der Ex-Racer begleitete Rea bei allen sechs WM-Titeln als Crewchief und wird auch in der WSBK-Saison 2021 die Geschicke in der Box des Weltmeisters leiten.

Für die WSBK-Saison 2021 hat Kawasaki die ZX-10RR in einigen Bereichen nachgeschärft. Die neue Ninja verfügt über einen überarbeiteten Motor, der höher drehen kann. Zudem wurde die Aerodynamik überarbeitet. In die Kanzel des neuen Kawasaki-Superbikes generiert mehr Abtrieb als die der Vorgängerversion.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Artikel-Info

Rennserie Superbike-WM
Fahrer Pere Riba , Jonathan Rea
Urheber Sebastian Fränzschky