"Konstanz reicht nicht mehr aus" - Rea erneut von Razgatlioglu geschlagen

Superbike-Weltmeister Jonathan Rea verliert beim ersten Rennen in Magny-Cours weitere Punkte auf Toprak Razgatlioglu, der seinen Sieg mit einem Stoppie feiert

"Konstanz reicht nicht mehr aus" - Rea erneut von Razgatlioglu geschlagen

Kawasaki-Pilot Jonathan Rea muss hart um seinen siebten Titel in der Superbike-WM kämpfen. Im Samstags-Rennen in Magny-Cours (zum Rennbericht) war Platz zwei das Maximum für den Titelverteidiger. In den vergangenen sieben Rennen gelang Rea kein Sieg. Yamaha-Pilot Toprak Razgatlioglu ist durch den Sieg in Frankreich alleiniger WM-Spitzenreiter.

Vor den Augen von Yamaha-Europa-Chef Eric de Seynes überquerte Razgatlioglu die Ziellinie mit einem Stoppie. "Mein Traum war es in diesem Jahr, mit einem Stoppie über die Ziellinie zu fahren. Ich wartete, bis wir hier auf dieser Strecke fahren, denn hier ist der Zielstrich sehr nah", kommentiert der Türke.

"Ich wusste, dass ich vier oder fünf Sekunden Vorsprung dafür benötige. Mir wurden vier Sekunden Vorsprung angezeigt. Deshalb probierte ich es", berichtet Razgatlioglu, der die WM aktuell mit fünf Punkten Vorsprung auf Rea anführt.

 

Ducati-Pilot Scott Redding verlor in der Meisterschaft den Anschluss. Nach einem Sturz kam der Brite nur als Zwölfter ins Ziel. "Es hat mich überrascht, dass er im Qualifying keine gute Rundenzeit fahren konnte", bemerkt Razgatlioglu. Redding musste aus Reihe drei starten. "Er startete von weit hinten. Ich sah, dass er im Rennen gestürzt ist. Er konnte dennoch Punkte holen", so Razgatlioglu.

Redding liegt 59 Punkte zurück. Somit dürfte die Meisterschaft zwischen Razgatlioglu und Rea entschieden werden. Rea gewann zuletzt in Assen ein Rennen. In Most, Navarra und am Samstag in Magny-Cours konnte der Titelverteidiger nicht gewinnen.

Nach einer starken Startphase musste Rea die Yamaha von Razgatlioglu ziehen lassen. "Ich hatte ein paar Schrecksekunden. Ich musste die Position halten", erklärt Rea. "Er fuhr mir davon. Ich gratuliere ihm und seinem Team. Sie arbeiten fantastisch. Ich musste die Platzierung halten und fuhr einem einsamen zweiten Platz entgegen."

Zweite Plätze reichen beim Kampf um den Titel nicht mehr aus

In den vergangenen Jahren gewann Rea auch auf Grund seiner Konstanz Meisterschaften. Gegen Razgatlioglu, der in der laufenden Saison auf allen Strecken schnell war, reicht das nicht mehr aus, vermutet der sechsmalige Weltmeister.

Jonathan Rea

Kawasaki-Werkspilot Jonathan Rea musste sich erneut geschlagen geben

Foto: Motorsport Images

"Wenn die Gegner ebenfalls konstant sind, dann reicht Konstanz nicht aus, um sie zu besiegen. Wir müssen profitieren, wenn es möglich ist. Das war heute nicht möglich", bemerkt Rea. "Ich probierte es zur Halbzeit des Rennens und verringerte den Rückstand ein bisschen. Doch heute war nicht mein Tag."

Das ausgeglichene Feld erschwert es Rea zusätzlich. "In anderen Jahren waren wir ein bisschen besser als der Rest des Feldes", erinnert sich der Champion. "Wenn ich gegen Scott kämpfte war es so, in der Zeit mit Alvaro auch. Doch in diesem Jahr mischt Scott ebenfalls an der Spitze mit und ist an einigen Wochenenden sehr schnell. Zudem leisten Andrea (Locatelli), Alex (Lowes) und (Garrett) Gerloff richtig gute Arbeit."

"Alle sind schnell. Konstanz reicht also nicht mehr aus. Wenn man konstant ist und ein durchschnittliches Wochenende hat, dann holt man fünfte oder sechste Plätze. Das Niveau an der Spitze ist sehr hoch", kommentiert Rea.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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