Last Minute: Ducati bringt noch vor dem ersten Rennen neue Teile

geteilte inhalte
kommentare
Last Minute: Ducati bringt noch vor dem ersten Rennen neue Teile
Sebastian Fränzschky
Autor: Sebastian Fränzschky
21.02.2018, 14:05

Marco Melandri sorgt sich um die Stabilität auf den Geraden – Chaz Davies wünscht sich mehr Drehmoment und hadert mit der Charakteristik der V2-Panigale.

Chaz Davies, Aruba.it Racing-Ducati SBK Team
Marco Melandri, Aruba.it Racing-Ducati SBK Team
Marco Melandri, Aruba.it Racing-Ducati SBK Team
Chaz Davies, Aruba.it Racing-Ducati SBK Team
Chaz Davies, Aruba.it Racing-Ducati SBK Team

Marco Melandri bescherte Ducati beim finalen Test vor dem Saisonstart in Australien eine Tagesbestzeit, doch im Lager der Roten scheint noch nicht alles vorbereitet zu sein für das erste Rennwochenende des Jahres. Melandri kritisiert nach wie vor die Stabilität der Panigale – ein Problem, das ihn bereits im Vorjahr zurückwarf. Teamkollege Chaz Davies kam beim Phillip-Island-Test überhaupt nicht zurecht und wurde als Elfter gewertet. Taktiert der Vizeweltmeister oder gibt es wirklich große Probleme vor dem Auftakt?

Melandri konnte zumindest auf eine Runde mit den schnellen Kawasakis von Jonathan Rea und Tom Sykes mithalten. Schlussendlich fehlten 0,128 Sekunden zur Testbestzeit. Doch kann Melandri das Tempo auch auf eine komplette Renndistanz fahren?

"Wir hatten vor allem auf der Geraden mit der Stabilität zu kämpfen. Unsere Rundenzeiten sind stark, doch wir müssen die Konstanz bei einer Renndistanz verbessern. Die Rennen hier sind immer sehr taktisch. Es ist schwierig, Prognosen abzugeben, doch ich bin sehr motiviert und bereit, endlich loszulegen", kommentiert der Italiener.

Davies verlor mehr als eine Sekunde auf Spitzenreiter Rea und war demzufolge auch deutlich langsamer als Melandri. "Wir verbesserten uns nicht so, wie wir uns das wünschten. Ich habe das Gefühl, dass wir durch verschiedene Dinge zurückgehalten werden", gesteht der Brite.

Das Drehzahllimit wirkt sich auf den Charakter des ohnehin spitz zu fahrenden Kurz-Hub-V2-Motors aus. "Der Motor wird abgeregelt, wenn er eigentlich noch höher drehen will. Unser Topspeed ist okay, aber ich wünsche mir mehr Drehmoment", erklärt Davies. Die Zeiten beim Test möchte der Ducati-Pilot aber nicht überbewerten.

"Wir konzentrierten uns auf die Konstanz und fuhren die meiste Zeit mit einem Satz Reifen, um die Veränderungen besser zu verstehen. Ich fühle mich wohler auf dem Motorrad, auch wenn das die Rundenzeiten noch nicht zeigen", schildert Davies. "Wir probierten alle Teile des Testprogramms. In einigen Kernbereichen suchen wir noch nach Verbesserungen, doch für das erste Rennwochenende erhalten wir weitere Upgrades. Ich bin optimistisch, dass wir Fortschritte machen und konkurrenzfähig sind am Rennwochenende."

Nächster Superbike-WM Artikel