Milwaukee 2019: "Ducati wäre eine sehr gute Alternative"

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Milwaukee 2019:
Autor: Sebastian Fränzschky
19.07.2018, 09:38

Teamchef Shaun Muir liebäugelt mit einem Wechsel zu Ducati und hat große Hoffnung, dass die neue Panigale V4 bereits 2019 konkurrenzfähig sein wird

Im Lager von Shaun Muir Racing (SMR) ist unklar, wie es 2019 weiter geht. Aktuell verhandelt das Milwaukee-Team von Muir mit Aprilia und klärt die Rahmenbedingungen, sollte die Zusammenarbeit mit den Italienern fortgesetzt werden. Aber auch eine Rückkehr zu BMW oder ein Wechsel zu Suzuki würden Muir reizen, dann aber nur mit Werks-Support. Die neue Ducati Panigale V4 wäre aber auch ein Projekt, das SMR reizt.

Priorität haben momentan die Verhandlungen mit Aprilia, BMW und Suzuki. "Wenn nichts davon in Frage kommt, dann würde ich dazu tendieren, von Ducati Motorräder zu leasen", gesteht Muir im Gespräch mit 'Motorsport.com'.

Nach dem schwachen WSBK-Einstand der V2-Panigale in der Saison 2013, schrecken einige Teams vor einem Wechsel zu Ducati ab. Doch SMR traut der neuen V4-Maschine einen erfolgreichen Start in der WM zu. "Es hängt von den Fahrern ab", warnt Muir. "Ducati hat in allen Klassen ein sehr gutes Entwicklungsprogramm – in der MotoGP und auch in der Superbike-WM. Sie fahren mit der V4-Maschine in der italienischen Meisterschaft. Das Motorrad dort befindet sich in einer ähnlichen Konfiguration, hat aber etwas mehr Hubraum."

Shaun Muir

Shaun Muir

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"Soweit ich weiß, muss Ducati noch ein paar Hürden bei der Entwicklung meistern, doch sie werden ein starkes Paket haben. Ducati könnte für mich eine sehr gute Alternative sein, wenn man sich anschaut, was Barni mit Xavi (Fores) macht. Die Entwicklung ist eng verbunden mit der des Werksteams", analysiert Muir und bremst: "Ich müsste meinen Sponsoren aber diesen Vorschlag erst verkaufen."

Ducati hat bereits klar gemacht, dass die V4-Maschine erst im Januar 2019 an die Kundenteams ausgeliefert wird. Ist das für die Teams ein Problem? "Es wäre ein großes Problem, wenn das Motorrad nicht besonders gut entwickelt ist. Es ist kein großes Problem, wenn es beim ersten Test im Januar rennfertig ist. In diesem Fall würden wir unsere gewohnten sechs Testtage absolvieren, bevor es nach Australien geht", so Muir.

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Artikelsorte News