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Superbike-WM Phillip Island

Neues Bimota-Superbike statt Kawasaki ZX-10RR: Chance oder Risiko?

Kawasaki bleibt der Superbike-WM voraussichtlich nur als Motoren-Lieferant treu: Doch wie viel ungenutztes Potenzial gibt es für Bimota beim Chassis?

Neues Bimota-Superbike statt Kawasaki ZX-10RR: Chance oder Risiko?

Im April verkündete Kawasaki, dass das Superbike-Werksteam in der WSBK-Saison 2025 zu Bimota wechselt (was das für Kawasaki bedeutet). Die italienische Edelschmiede Bimota gehört mittlerweile zu Kawasaki und soll über die Superbike-WM wieder an Bekanntheit zulegen. Zum neuen Bimota-Superbike gibt es noch nicht viele Informationen. Klar ist nur, dass es vom bewährten Motor der Kawasaki ZX-10RR angetrieben werden soll.

Doch betrachtet man die Performance der Kawasaki ZX-10RR, dann ist der Motor die offensichtliche Schwachstelle. Mit seiner in die Jahre gekommenen langhubigen Konstruktion und den fehlenden Innovationen hat er in Sachen Leistung den Anschluss an die Konkurrenz verloren. Über die Zugeständnisse im Reglement wird die fehlende Spitzenleistung zum Teil kaschiert.

Das Fahrverhalten der Kawasaki hingegen überzeugt nach wie vor, wie die Siege beim Saisonauftakt auf Phillip Island belegen. Deshalb stellt sich die Frage, wie schlagkräftig das neue Bimota-Superbike werden kann, wenn man die offensichtliche Schwäche der Kawasaki beibehält und das ausgereifte Chassis durch eine Neukonstruktion ersetzt? Wir haben mit Kawasaki-Werkspilot Alex Lowes über Bimota und die Zukunft gesprochen.

"Das Fahrverhalten der Kawasaki ist gut. Es geht aber ums Gesamtpaket", bemerkt Lowes beim Treffen mit Motorsport-Total.com. "Das Chassis der Kawasaki ist nicht schlecht. Aber andererseits wurde es vor langer Zeit entwickelt. Ich bin mir sicher, dass es möglich ist, weitere Verbesserungen zu erzielen, wie es im Rennsport immer der Fall ist."

Wechsel zu Bimota ermöglicht das Nachahmen der Ducati-Philosophie

Mit dem Wechsel von Kawasaki zu Bimota bietet sich die Chance, die Philosophie zu ändern. Denn Kawasaki hatte bisher die Vorgabe, aus einem Serien-Superbike ein Rennmotorrad zu bauen.

Kawasaki ZX-10RR

Der Motor der Kawasaki ZX-10RR lebt in der WSBK-Saison 2025 weiter

Foto: Kawasaki

Bei Bimota ergibt sich auf Grund der deutlich geringen Stückzahlen die Chance, den Ansatz von Ducati zu kopieren und ein reines Homologationsmodell zu bauen, das lediglich die vorgegebene Stückzahl und den maximalen Verkaufspreis einhalten muss, um dann als Basis für die Superbike-WM zu dienen.

Ducati Panigale V4R

Ducati Panigale V4R: Edle Technik für die Superbike-WM

Foto: Ducati

"Es ist eine Entwicklung, die wir jetzt im Bereich der Sportmotorräder immer mehr sehen", kommentiert Lowes den neuen Ansatz und beschreibt die Situation: "Der Markt für diese Art von Motorrädern wird immer kleiner. Es geht mehr ums Image, das diese Motorräder kreieren. Mit diesen Motorrädern können die Hersteller auf der Strecke zeigen, welche Technologien sie einsetzen."

Blüht Alex Lowes als Bimota-Werkspilot auf?

Im Rahmen des WSBK-Wochenendes in Misano bestätigte Kawasaki, dass man auch nach dem Wechsel zur Marke Bimota mit Alex Lowes und Axel Bassani weitermachen wird. Die Meldung kam wenig überraschend, denn Bassani hatte ohnehin einen Vertrag und Lowes ist aktuell der Fahrer, der für Kawasaki die Ergebnisse sicherstellt.

Alex Lowes

Alex Lowes hat sich als neuer Kawasaki-Teamleader etabliert

Foto: Motorsport Images

"Mein Gefühl ist, dass ich jetzt ein viel besserer Fahrern bin als vor drei Jahren", vergleicht Lowes und begründet: "Ich habe die Erfahrung und kann bestimmte Situationen besser handeln. Zudem bin ich nach wie vor jung und habe Spaß. Ich bin schnell und einer der schnellsten Fahrer im Feld."

"Die Saison 2019 war mein bestes Jahr, als ich WM-Dritter wurde. Doch mein Gefühl ist, dass ich jetzt besser fahre als damals. Die Meisterschaft ist jetzt aber stärker und bestimmte Dinge haben sich verändert. Ich fahre aber besser als je zuvor", gibt sich Lowes selbstbewusst.

Im September feiert Lowes seinen 34. Geburtstag. Wie viele Jahre sehen wir den sympathischen Briten noch in der WSBK? "Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass ich mit 40 Jahren noch Rennen fahre, wie es bei Alvaro (Bautista) und vielleicht bei Jonathan (Rea) der Fall sein wird", grübelt er.

Hat sich etwas geändert, seitdem er Vater ist? "Der Rennsport ist mir nicht mehr so wichtig", kommentiert er überraschend und erklärt: "Früher habe ich mir Gedanken gemacht, was die Journalisten denken, was die Leute im Team denken und was die Teamkollegen denken. Doch das ist mir mittlerweile egal. Ich gebe mein Bestes und fertig. Wichtig ist mir, ein guter Vater zu sein."

Einige Fahrer werden langsamer, sobald sie eine Familie haben und Verantwortung für ihren Nachwuchs übernehmen. "Es ist immer riskant, Motorräder zu fahren. Das war immer so und wird immer so sein. Ich muss das akzeptieren", bemerkt Lowes.

Seinen Ehrgeiz hat er dennoch nicht verloren. "Bei meinem Bruder und mir war es oft so, dass wir es zu sehr wollten und deshalb zu hart pushten. Manchmal muss man die Situation akzeptieren. Ich fühle mich nicht mehr so gestresst. Natürlich versuche ich jeden Tag, besser zu sein und die Situation gut zu analysieren", schildert Lowes, der aktuell WM-Vierter ist.

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