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Redding über Rea: "Erwarte, dass er im Laufe der WSBK-Saison stärker wird"

Die Probleme von Rekord-Weltmeister Jonathan Rea überraschen auch seinen ehemaligen WM-Herausforderer Scott Redding, der Rea aber noch nicht abschreibt

Redding über Rea: "Erwarte, dass er im Laufe der WSBK-Saison stärker wird"

Jonathan Reas Start in die Superbike-WM 2024 mit Yamaha kann zweifellos als Fehlstart bezeichnet werden. Nachdem der sechsmalige Champion beim Saisonauftakt in Australien komplett leer ausging, kassierte er beim Europaauftakt in Barcelona lediglich acht WM-Zähler.

Aktuell findet sich Rea in der Fahrerwertung auf P17 wieder. Ex-WM-Rivale Scott Redding (Bonovo-BMW), der ebenfalls keinen guten Start in die WSBK-Saison 2024 hatte und aktuell nur WM-16. ist, staunt, warum Rea so stark hadert.

"Es überrascht mich schon ein bisschen", bemerkt Redding im Gespräch mit Motorsport-Total.com. "In Barcelona fuhr er im Superpole-Rennen die ganze Zeit hinter mir. Ich bin schon überrascht und wundere mich, ob es auf den Sturz auf Phillip Island zurückzuführen ist."

Verfälschten die Strecken und Umstände die Ergebnisse?

Andererseits möchte Redding die bisher enttäuschenden Ergebnisse von Rea nicht überbewerten. Denn Phillip Island und Barcelona sind besondere Strecken im Kalender der Superbike-WM, die oft ungewöhnliche Ergebnisse erzeugen.

Der neue Asphalt auf Phillip Island brachte die Kräfteverhältnisse durcheinander, weil er extrem viel Grip bot. Und Barcelona kann auf Grund der speziellen Reifensituation nur bedingt als Gradmesser herangezogen werden. Auf der Low-Grip-Strecke mussten sich die Piloten ihre Reifen einteilen, um im finalen Renndrittel nicht komplett einzubrechen.

Jonathan Rea

Jonathan Rea war bisher weit vom Podium entfernt

Foto: Motorsport Images

"Die Ergebnisse wurden stark durchgemischt. In diesem Jahr war es bisher sehr gemischt, was auch an den Reifen liegen kann. Diese Reifen helfen vielleicht einem Fahrer mehr und bereiten einem anderen gewisse Probleme", vermutet Redding und schreibt Rea noch nicht vorzeitig ab: "Ich erwarte aber, dass er im Laufe der Saison stärker wird."

Keine Überraschung für Redding: Auch große Fahrer mit der Ducati stark

Ducati wurde der Favoritenrolle bisher gerecht. Aktuell führen die beiden Werkspiloten Nicolo Bulega und Alvaro Bautista die Fahrerwertung an. GoEleven-Ducati-Pilot Andrea Iannone ist als Gesamtfünfter bester Independent-Pilot und auch bei den Herstellern liegt Ducati vorn.

Jonathan Rea, Scott Redding

Scott Redding (45) duellierte sich zwei Jahre lang mit Jonathan Rea (1)

Foto: Motorsport Images

In der Vergangenheit war Bautista meist im Alleingang für die Erfolge verantwortlich. Doch in diesem Jahr hat der Spanier mit Bulega einen starken Herausforderer. Harmonierte die Ducati Panigale V4R in den zurückliegenden Jahren mit leichten Fahrern besser als mit schweren, so scheint sich diese Grundregel in diesem Jahr komplett verflüchtigt zu haben.

Was sagt Scott Redding zu den Erfolgen der verschiedenen Ducati-Piloten? "Ich bin nicht überrascht", bemerkt der Brite, der von 2020 bis 2021 für das Ducati-Werksteam fuhr, in dieser Zeit zwölf Rennen gewann, aber das angestrebte Ziel vom WM-Titel verpasste.

Scott Redding

Scott Redding ist nicht überrascht, dass mehrere Ducati-Piloten vorne mitmischen

Foto: Motorsport Images

"Das Motorrad funktionierte bereits, als ich für sie fuhr. Und ich bin der größte Fahrer. Jetzt gibt es ein Gewichtslimit. Der Unterschied zwischen den kleinen und großen Fahrern ist geringer. Das Motorrad funktioniert gut. Es überrascht mich nicht, dass auch die privaten Ducati-Piloten so schnell sind", erklärt Redding.

Deutlich größer war die Überraschung für Redding im eigenen Lager. Dass Markenkollege Toprak Razgatlioglu in Barcelona zwei Rennen gewinnt, hätte Redding nicht erwartet (was er zu den Erfolgen von Razgatlioglu sagt).

Mit Bildmaterial von Yamaha.

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