Remy Gardner in der Superbike-WM: Jack Miller hat große Erwartungen

MotoGP-Laufsieger Jack Miller spricht über Remy Gardners Wechsel in die Superbike-WM und hofft, dass sein Landsmann an der Spitze fährt

Remy Gardner in der Superbike-WM: Jack Miller hat große Erwartungen
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Die MotoGP-Karriere von Moto2-Weltmeister Remy Gardner endete nach nur einer Saison. Im Tech-3-KTM-Team, das ab sofort als GasGas-Werksteam antritt, war für die Saison 2023 kein Platz mehr für den Australier, der wie Teamkollege Raul Fernandez eine schwierige Debütsaison erlebte.

Jack Miller bedauert das MotoGP-Aus von Remy Gardner, freut sich aber bereits darauf, seinen Landsmann in der Superbike-WM zu verfolgen. "Australische Fahrer haben in der Superbike-WM eine lange Geschichte. Ich erinnere mich an Troy Corser, Troy Bayliss und Chris Vermeulen. Es ist toll, einen weiteren Spitzenfahrer dort zu haben", kommentiert Miller.

In der MotoGP konnte Gardner nicht in die Top 10 fahren. Ein elfter Platz beim Grand Prix in Barcelona war das beste Ergebnis der Saison. Mit der unterlegenen KTM RC16 beendete er die MotoGP-Saison 2022 auf der 23. Position.

Das Format und die Duelle in der Superbike-WM begeistern Jack Miller

"Es ist schade, dass Remy dieses Fahrerlager verlässt, doch es ist fantastisch, einen weiteren Australier in der Superbike-WM auf einem konkurrenzfähigen Motorrad zu sehen", erklärt Miller, der sich als Fan der WSBK outet.

"Ich liebe es, die Superbike-WM zu verfolgen, vor allem das Format mit drei Rennen gefällt mir. Zudem sorgen die Jungs an der Spitze für Spannung", zeigt sich Miller vom Dreikampf von Alvaro Bautista, Toprak Razgatlioglu und Jonathan Rea beeindruckt.

Remy Gardner erhält bei GRT eine Yamaha R1. Das GRT-Team geht seit der Saison 2019 an den Start und schaffte es bereits beim Debüt-Wochenende mit Marco Melandri aufs Podium. Später sorgte Garrett Gerloff für weitere Podestplätze

Wie gut harmoniert Remy Gardner mit dem Superbike und den Reifen?

"Ich hoffe, dass Remy gut mit dem Motorrad harmoniert und schnell ist. Es wäre toll, wenn er mit Toprak, Johnny und Alvaro kämpfen kann", bemerkt Miller. "Er ist ein großer Kerl und ich könnte mir vorstellen, dass es ein Vorteil ist, stärker zu sein und mehr Muskeln zu haben, um das schwerere, weniger steife Superbike zu kontrollieren."

Neben der Charakteristik des Superbikes muss sich Gardner an die Pirelli-Reifen gewöhnen, die einen ganz anderen Charakter haben als die Michelin-Reifen in der MotoGP. "Er muss nur noch die Reifen verstehen, die viel weicher sind als die in der MotoGP. Doch ich denke, das wird kein Problem für ihn sein", grübelt Miller.

Bisher konnte Gardner die Yamaha R1 noch nicht testen. Beim privaten Jerez-Test vor einer Woche nahmen nur Kawasaki und BMW teil zum Testbericht.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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