Superbike-WM in Portimao: Rea souverän, Davies mit Schwierigkeiten

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Superbike-WM in Portimao: Rea souverän, Davies mit Schwierigkeiten
Autor: Gerald Dirnbeck
14.09.2018, 18:28

Jonathan Rea kehrt mit der Freitagsbestzeit aus der Sommerpause zurück. Chaz Davies stürzt spektakulär und muss am Samstag in Superpole 1 angreifen.

Nach einer langen Sommerpause kehrt die Superbike-WM an diesem Wochenende in Portimao zurück in den Wettbewerb. Bei Sonnenschein und besten Bedingungen an der portugiesischen Algarve setzte Weltmeister Jonathan Rea seine bestechende Form fort. Der Kawasaki-Werksfahrer war schon vor drei Wochen beim Test auf dieser Strecke der Schnellste gewesen. Mit 1:41.817 Minuten setzte sich der Nordire heute an die Spitze der Zeitenliste.

Schwierig verlief der erste Trainingstag für Chaz Davies. Der Ducati-Werksfahrer hatte in der Sommerpause mit Schlüsselbeinverletzungen zu kämpfen. Topzeiten konnte er heute nicht zeigen. Im dritten Freien Training stürzte Davies außerdem nach einem technischen Defekt. Im Kiesbett loderten einige Flammen aus seiner Panigale R. Davies blieb unverletzt, aber er konnte nicht weiterfahren. Als 15. der kombinierten Zeitenliste der drei Trainings muss er am Samstag in Superpole 1 angreifen.

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"Wir erwartet war es kein einfacher Tag", atmet Davies durch. "Leider hatten wir in FP3 ein technisches Problem. Das hat uns zurückgeworfen, aber glücklicherweise habe ich mich nicht am Schlüsselbein verletzt. Körperlich fühle ich mich nicht zu schlecht, aber ich bin noch nicht bei 100 Prozent. Ich werde jetzt meine Schulter behandeln lassen und dann gehe ich mit meiner Crew die Daten durch, damit wir morgen der Spitze näherkommen."

Marco Melandri nahe an Jonathan Rea dran

An der Spitze machte es sein Ducati-Teamkollege Marco Melandri besser. Der Italiener, der im nächsten Jahr durch Alvaro Bautista ersetzt wird, konnte am späten Nachmittag noch eine starke Runde fahren und damit Rea in FP3 von der Spitze verdrängen. Trotzdem war Melandri etwas langsamer als Reas FP1-Zeit. Somit beendete Rea den ersten Trainingstag an der Spitze. Der einige Wermutstropfen war ein kleiner Ausrutscher in der zweiten Session. Rea konnte aber nach einer kurzen Reparaturpause weiterfahren.

"Es war ein guter Tag", nickt Rea zufrieden. "Durch den Test haben wir die meiste Arbeit schon erledigt. Das Griplevel war heute viel besser als beim Test. Ohne etwas beim Motorrad zu ändern, fühlte es sich großartig an. Dann wollte ich in den nächsten beiden Trainings Rennsimulationen machen, aber durch Unterbrechungen konnte ich nicht so viele Runden fahren. Aber wir haben gut am Motorrad gearbeitet. Im Qualifying will ich in die erste Startreihe kommen."

Chaz Davies, Aruba.it Racing-Ducati SBK Team

Chaz Davies, Aruba.it Racing-Ducati SBK Team

Foto: Gold and Goose / LAT Images

Mit einer halben Sekunde Rückstand folgte Jordi Torres (MV Agusta) an der dritten Stelle. Und auch Toprak Razgatlioglu (Puccetti-Kawasaki) setzte sich in Szene. Der Türke war über weite Strecken des Tages weit hinten zu finden. In FP3 griff er dann an und schob sich auf Rang vier. Routinier Eugene Laverty (Milwaukee Aprilia) rundete die Top 5 ab. Xavi Fores (Barni-Ducati) folgte an der sechsten Stelle. Die Zeitabstände waren im Verfolgerfeld sehr eng.

Tom Sykes musste den Test vor drei Wochen verletzungsbedingt auslassen. Nun meldete sich der Kawasaki-Fahrer zurück. Mit seinem Teamkollegen Rea konnte er aber nicht mithalten. Mit 0,6 Sekunden Rückstand landete Sykes auf Platz sieben. Dahinter folgten die beiden Yamaha-Fahrer Michael van der Mark und Alex Lowes. Van der Mark verzeichnete in FP3 einen Sturz, blieb aber unverletzt. Lowes feierte am Freitag seinen 28. Geburtstag. Ducati-Junior Michael Ruben Rinaldi rundete die Top 10 ab.

In der Supersport-Klasse beendete Sandro Cortese (Yamaha), der als WM-Führender nach Portugal gekommen ist, den ersten Trainingstag an der dritten Stelle. Im Superstock-1000-Cup sicherte sich Markus Reiterberger mit seiner BMW die Tagesbestzeit.

Am Samstag beginnt die Superpole um 11:30 Uhr deutscher Zeit. Das erste Rennen steht dann ab 14:00 Uhr auf dem Programm.

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