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Suzuki, Aprilia und Co.: Hersteller, die nicht mehr in der WSBK dabei sind

Aktuell sind in der Superbike-WM fünf Hersteller vertreten: Sieben weitere Hersteller mit teilweise beeindruckenden Statistiken zogen sich über die Jahre zurück

Suzuki, Aprilia und Co.: Hersteller, die nicht mehr in der WSBK dabei sind

In der WSBK-Saison 2021 werden mit Kawasaki, Ducati, Yamaha, Honda und BMW fünf Hersteller werksseitig vertreten sein. Bereits in der abgelaufenen Saison kämpften diese fünf Hersteller gegeneinander. Zu Saisonbeginn war Aprilia mit Wildcard-Pilot Christophe Ponsson mit dabei. Doch nach dem Aragon-Event war Schluss.

Aprilia erreichte in der Superbike-WM zahlreiche Erfolge. Mit der RSV4 holten die Italiener drei WM-Titel. Max Biaggi gewann 2010 und 2012 die Meisterschaft. Sylvain Guintoli setzte sich 2014 beim Saisonfinale in Katar gegen Tom Sykes durch und bescherte Aprilia den bisher letzten Titel in der Superbike-WM.

Auf Grund der MotoGP-Rückkehr in der Saison 2015 sperrte Aprilia das WSBK-Werksteam zu. In den Jahren darauf gab es nur noch sehr wenig Entwicklung. Von Jahr zu Jahr verlor die RSV4 immer mehr den Anschluss an die Spitze.

Eugene Laverty

WSK 2018: Eugene Laverty auf der Milwaukee-Aprilia

Foto: LAT

Ende 2018 entschied sich die Mannschaft von Shaun Muir dazu, mit BMW zu kooperieren und beendete die Zusammenarbeit mit Aprilia. Danach gab es nur noch Gaststarts mit dem V4-Superbike aus Noale. Insgesamt 52 Laufsiege konnte Aprilia in der Superbike-WM einfahren. Troy Corser sorgte 2000 für den ersten Sieg - damals noch mit der V2-Maschine.

Suzuki zeigt kein Interesse an einer WSBK-Rückkehr

WSBK-Routinier Troy Corser bescherte einem weiteren mittlerweile nicht mehr aktiven Hersteller den größten Erfolg seiner WSBK-Geschichte. In der Saison 2005 gewann der Australier mit der Suzuki GSX-R1000 die Meisterschaft. Zuletzt war Suzuki in der Saison 2015 vertreten.

Leon Haslam

WSBK 2010: Leon Haslam wird mit der GSX-R1000 Vize-Weltmeister

Foto: Pacepix.com

Der bisher letzte Sieg liegt über sechs Jahre zurück: Eugene Laverty gewann 2014 beim Saisonstart auf Phillip Island. Das Crescent-Team von Paul Denning wechselte Ende 2015 von Suzuki zu Yamaha und bildet seit diesem Wechsel das Yamaha-Werksteam. Suzuki zeigte auch mit der Präsentation der jüngsten GSX-R1000 kein Interesse, in die Superbike-WM zurückzukehren.

 

Italienische Edelmarken in der Superbike-WM

Bimota ist eine weitere geschichtsträchtige Marke, die nicht mehr in der Superbike-WM vertreten ist. Insgesamt elf Siege erzielte die italienische Edelschmiede. Davide Tardozzi, aktuell Teamdirektor bei Ducati in der MotoGP, bescherte Bimota 1988 den Sieg beim allerersten WSBK-Rennen der Geschichte. Den bisher letzten Sieg konnte Anthony Gobert 2000 auf Phillip Island feiern.

MV Agusta verabschiedete sich nach der Saison 2018 aus der Serie. Leon Camier und Jordi Torres erzielten mit der F4 einige Achtungserfolge. In der Saison 2004 brachte Andrea Mazzali die Marke beim Renn-Wochenende in Imola in die Meisterschaft, schaffte es aber nicht in die Punkteränge.

 

Foggy Petronas FP1

Foggy Petronas FP1: Der Dreizylinder-Exot holte keinen einzigen Laufsieg

Foto: Motorsport Images

WSBK-Ikone Carl Fogarty wechselte nach seiner aktiven Karriere an den Kommandostand und gab dem Foggy-Petronas-Team seinen Namen. Mit der exotischen Dreizylinder-Maschine konnte das Team aber keine großen Erfolge feiern. Von 2003 bis 2006 war die Petronas FP1 vertreten, holte aber keinen einzigen Sieg.

 

Benelli und EBR sind zwei weitere Marken, die sich nach überschaubaren Erfolgen aus der Meisterschaft verabschiedeten. Benelli war Anfang der 2000er kurz vertreten. EBR mischte 2014 und 2015 mit, erzielte genau wie Benelli keine Top-10-Ergebnisse.

Mit Bildmaterial von Aprilia.

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Rennserie Superbike-WM
Urheber Sebastian Fränzschky