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Sykes-Disqualifikation: Sture Regeln siegen über gesunden Menschenverstand

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Sykes-Disqualifikation: Sture Regeln siegen über gesunden Menschenverstand
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Co-Autor: Lewis Duncan

Der Großteil der WSBK-Fahrerkollegen reagiert empört über die Entscheidung in Donington: Jonathan Rea bezeichnet die Disqualifikation von Tom Sykes als "brutal"

BMW-Pilot Tom Sykes wurde nach dem Superpole-Rennen beim WSBK-Rennwochenende in Donington disqualifiziert, weil er sein Motorrad nicht innerhalb von fünf Minuten nach dem Abbruch zurückbrachte (zur Reaktion des Briten). Im Fahrerlager der Superbike-WM hatten die meisten Fahrerkollegen nur ein Kopfschütteln für diese Entscheidung übrig.

Selbst Ex-Teamkollege und Erzfeind Jonathan Rea empfand Mitgefühl für Sykes: "Es tut mir sehr leid für Tom. Er kämpfte um den Sieg." Kurz vor Sykes' Sturz rettete Rea einen Vorderradrutscher. "Ich hatte viel Glück, dass ich nicht stürzte. Ich musste meinen Fuß ausstrecken, damit das Vorderrad nicht einklappt", erklärt der Weltmeister die Schrecksekunde.

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Sturz: Tom Sykes, BMW Motorrad WorldSBK Team

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Foto: Gold and Goose / Motorsport Images

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Sturz: Tom Sykes, BMW Motorrad WorldSBK Team

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Sturz: Tom Sykes, BMW Motorrad WorldSBK Team

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"Ich sah bis zum Bremspunkt keine Ölflaggen. In der Kurve wurde innen eine Ölflagge gezeigt. Doch bis zur der Schikane sah ich keine Ölflaggen", kritisiert Rea, der sich im Sprintrennen mit Sykes duellierte.

"Es war brutal für Tom. Er stand nach einem harten Kampf im Parc Ferme - vor allem nach dem Superpole-Rennen, in dem man zehn Runden lang alles gibt", kommentiert der Weltmeister die Strafe.

Leon Haslam zeigt wenig Mitgefühl für Tom Sykes

Kawasaki-Nachfolger Leon Haslam profitierte von Sykes' Disqualifikation und rückte aufs Podium vor. Im Vergleich zu Rea hält sich das Mitgefühl bei Haslam in Grenzen. "Das ist es, was die Regeln besagen", kommentiert er die Entscheidung der Verantwortlichen.

Leon Haslam

Leon Haslam schaffte durch Tom Sykes' Disqualifikation den Sprung aufs Podium

Foto: LAT

"Es spielt keine Rolle, ob es keine Flaggensignale gibt. Wenn man das Motorrad nicht innerhalb von fünf Minuten zurückbringt, dann wird man nicht gewertet. Selbst wenn jemand über die Strecke laufen und dir das Motorrad klauen würde - man muss innerhalb von fünf Minuten das Motorrad zurückbringen", bemerkt Haslam nüchtern.

"Es ist unglücklich gelaufen. Tom hatte Platz zwei verdient. Er fuhr gut, doch die Regeln schreiben nun einmal vor, dass das Motorrad innerhalb von fünf Minuten zurückgebracht werden muss", so der BSB-Champion.

In der Auslaufrunde musste auch Haslam auf die außergewöhnlichen Bedingungen reagieren. "Jeder, der aufs Öl kam, hatte zu kämpfen. Ich musste eine weite Linie fahren", berichtet der Brite. "Es war offensichtlich, dass es ein Problem gibt. Es gab Flaggensignale und überall lagen Fahrer. Wir wussten natürlich nicht, was passiert ist, bis wir an diese Stelle kamen."

Alex Lowes wünscht sich mehr gesunden Menschenverstand

Yamaha-Pilot Alex Lowes reagierte verärgert auf die Entscheidung der Regelhüter. "Der Sturz passierte nicht im Rennen. Das Rennen war bereits unterbrochen. Also wenn einem in der Auslaufrunde der Sprit ausgeht, dann wird man disqualifiziert?", fragt sich der WSBK-Laufsieger.

"Das ist der Punkt, an dem ich die Regeln hasse. Tom fuhr ein tolles Rennen. Dann kam es zum Abbruch. Es war nicht seine Schuld", betont Lowes und wünscht sich, dass sich die Verantwortlichen in solchen Sonderfällen nicht stur an die Regeln klammern: "Ein bisschen gesunder Menschenverstand wäre nicht falsch gewesen."

Tom Sykes

Pechvogel Tom Sykes wurde nicht für seine starke Leistung belohnt

Foto: LAT

Sykes kritisierte, dass die Ölflaggen viel zu spät zum Einsatz kamen. Erst auf dem Weg zur Haarnadelkurve registrierte der Brite die Signalen der Streckenposten, doch da war es bereits zu spät. Lowes bestätigt, dass die Flaggensignale nicht optimal waren.

"Ich sage nichts Negatives über die Streckenposten. Ohne sie könnten wir nicht fahren. Ich schätze deren Unterstützung sehr. Es ist harte Arbeit nötig, damit wir fahren können. Doch es gab nicht genügend Hinweise. Man sieht das Öl nicht, wenn man fährt. Sie hätten uns zur Innenseite der Strecke leiten müssen", erklärt der Yamaha-Pilot und fügt hinzu: "Tom fuhr ziemlich langsam."

Ausgerechnet der BMW-Teamkollege kreierte die Situation

Der Motorschaden an Peter Hickmans BMW S1000RR war der Auslöser der Kettenreaktion im Superpole-Rennen. Nach dem zweiten Hauptrennen am Sonntag trafen wir uns mit dem Isle-of-Man-TT-Rekordhalter und sprachen ihn auf die Disqualifikation des Teamkollegen an.

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Peter Hickman, BMW Motorrad WorldSBK Team

Peter Hickman, BMW Motorrad WorldSBK Team
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"Es ist hart", bemerkt Hickman. "Es ist eine Sache, dass er gestürzt ist. Die Ursache dafür ist eine weitere Sache. Doch ich verstehe nicht, warum ihm das Ergebnis gestrichen wurde, obwohl er bereits das Rennen beendet hatte. Ich verstehe es nicht."

"Ich würde es verstehen, wenn man derjenige ist, der die rote Flagge verursacht hat", wundert sich Hickman über die Disqualifikation. Regeln sind Regeln meinen einige Kollegen. "Ja, aber einige Regeln sind Schrott", reagiert Hickman. "Sie fuhren kein Rennen mehr und waren auf dem Weg in die Box. Es war sehr seltsam."

Mit Bildmaterial von LAT.

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