Toprak Razgatlioglu: MotoGP nur mit gutem Vertrag und Werksmaschine

WSBK-Pilot Toprak Razgatlioglu spricht exklusiv über den bevorstehenden Test der MotoGP-Yamaha und erklärt, welchen Plan er für die kommenden Jahre hat

Toprak Razgatlioglu: MotoGP nur mit gutem Vertrag und Werksmaschine

Im September sickerte durch, dass Yamaha einen MotoGP-Test mit Superbike-Pilot Toprak Razgatlioglu plant. Der Türke soll sich voraussichtlich in Jerez einen ersten Eindruck von der M1 verschaffen und für sich entscheiden, ob er sich vorstellen kann, von der WSBK in die MotoGP zu wechseln.

Wir haben exklusiv beim Türken nachgehakt und hinterfragt, welchen Plan er verfolgt. "Geplant war ein Test zum Zeitpunkt des Indonesien-Wochenendes. Ich sollte die MotoGP-Yamaha am gleichen Wochenende testen. Da Indonesien verlegt wurde, gibt es diese Chance nicht mehr. Es wird später passieren", erklärt Razgatlioglu.

"Ich unterhielt mich mit Yamaha und teilte ihnen mit, dass der MotoGP-Test im Moment nicht so wichtig ist und ich mich auf die Superbike-WM konzentriere. Ich hoffe, dass wir die Meisterschaft gewinnen. Bei einem Wintertest werde ich das MotoGP-Bike probieren. Ich weiß noch nicht wann, aber es wird wohl ein Test im Winter sein. Vielleicht in Jerez mit dem Crutchlow-Bike", bemerkt der Yamaha-Pilot.

Toprak Razgatlioglu

Wie gut harmoniert Toprak Razgatlioglus Fahrstil mit dem GP-Bike?

Foto: Yamaha

In der Superbike-WM begeistert Razgatlioglu vor allem mit seinen spektakulären Bremsmanövern. Offen ist, ob sein aggressiver Stil auch mit einem MotoGP-Bike harmoniert. "Ich freue mich, einen MotoGP-Test zu absolvieren, weil ich das Motorrad kennenlerne, bevor ich damit Rennen fahre. Vielleicht mag ich es, vielleicht aber auch nicht. Jeder andere Fahrer meint, dass ich es mögen werde. Aber warten wir es ab", so Razgatlioglu.

"Das WSBK-Bike und das MotoGP-Bike unterscheiden sich. Die Reifen sind anders, die Bremsen auch. Ich benötige Zeit, um mich anzupassen", bemerkt der WM-Führende der Superbike-WM, der vor seinem ersten Titel steht.

Franco Morbidelli

Ein Wechsel in die MotoGP kommt für Razgatlioglu nur in Frage, wenn er eine Werksmaschine bekommt

Foto: Motorsport Images

Der Wechsel in die MotoGP muss nicht um jeden Preis erfolgen. "Wenn es mir nicht gefällt, dann bleibe ich in der Superbike-WM. Wenn ich keinen guten Vertrag bekomme, dann werde ich nicht in die MotoGP wechseln. Ich brauche auch in der MotoGP einen guten Vertrag. Ich will eine Werksmaschine", stellt Razgatlioglu klar.

Der Fokus des 25-jährigen Türken richtet sich aber im Moment voll auf die Superbike-WM. "Ich hoffe, dass wir in diesem Jahr die Meisterschaft gewinnen und das im kommenden Jahr wiederholen. Dann wechsle ich im darauffolgenden Jahr vielleicht in die MotoGP", erklärt der bis Ende 2023 bei Yamaha unter Vertrag stehende Ausnahmekönner aus Alanya.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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