Troy Bayliss erklärt: Warum Sohn Oli nicht sofort in die WSBK wechselt

Mit Oli Bayliss kehrt der Name Bayliss in der Saison 2022 zurück ins Fahrerlager der WSBK: Vater Troy Bayliss spricht über den Plan, in der Supersport-WM loszulegen

Troy Bayliss erklärt: Warum Sohn Oli nicht sofort in die WSBK wechselt

Oli Bayliss wechselt im Winter von der Australischen Superbike-Meisterschaft in die Supersport-Weltmeisterschaft. Im Barni-Team wird der Sohn von WSBK-Legende Troy Bayliss eine Ducati Panigale V2 pilotieren. Troy Bayliss wird seinen Sohn begleiten und nach vielen Jahren in Australien nach Europa zurückkehren.

"Es ist richtig aufregend für uns als Familie, aber vor allem für Oli. Er hat in seiner Rennfahrer-Karriere bisher alles richtig gemacht", kommentiert Troy Bayliss. Mit der Entwicklung seines Sohnes ist der Superbike-Champion von 2001, 2006 und 2008 sehr zufrieden.

"Er hat eine starke Lernkurve gezeigt, als er von der Supersport-300-Klasse in die Supersport-Klasse aufgestiegen ist. Das trifft aber auch auf seinen Wechsel in die Australische Superbike-Klasse zu. Es ist richtig aufregend, dass er für Barni in der Weltmeisterschaft eine Panigale V2 pilotieren wird. Ich freue mich sehr darauf, wieder ins Fahrerlager zurückzukehren", erklärt Troy Bayliss.

Troy Bayliss; Oli Bayliss

Troy Bayliss feierte mit Sohn Oli Bayliss bereits Erfolge in der Superbike-Klasse

Foto: DesmoSport Ducati

"Ich werde auf jeden Fall beim Start dabei sein. Er kann sich nicht daran erinnern, wie es bei den Übersee-Rennen war, als ich noch fuhr, weil er gerade erst seinen 18. Geburtstag feierte", so der langjährige Ducati-Werkspilot.

"Ich will nicht, dass er auf sich allein gestellt ist. Ich will ihm meine Hilfe anbieten. Wir fuhren lange Zeit zusammen und ich will kein böser Vater sein. Ich will ihn unterstützen und eine Weile lang seine Mutter und sein Vater sein, weil Kim nicht dabei sein kann beim Auftakt", bedauert der Vater des zukünftigen Supersport-WM-Piloten.

Troy Bayliss

Troy Bayliss beendete seine WSBK-Karriere auf einer V2-Ducati

Foto: Motorsport Images

"Die coolste Sache ist, dass er mit einem Zweizylinder-Bike beginnt und meine Karriere damit zu Ende ging", erinnert sich Bayliss, der in seiner WSBK-Karriere mit drei unterschiedlichen Ducati-Superbikes den Titel feiern konnte und sich damit bei den Ducatisti unsterblich machte.

Warum nicht gleich mit Ducati in die Superbike-WM?

Da Oli Bayliss in der laufenden Saison bereits eine Ducati Panigale V4R pilotiert, wundern sich einige, warum der Australier nicht direkt in die Superbike-WM wechselt. "Ich habe seinen Aufstieg bis zu den Superbikes begleitet. Er kann ohne Zweifel ein Superbike kontrollieren", kommentiert Vater Troy Bayliss.

Oli Bayliss

Der 18-jährige Sohn von Troy Bayliss hat die über 230 PS starke Ducati V4R gut im Griff

Foto: DesmoSport Ducati

Zusammen mit einigen alten Weggefährten hat sich Troy Bayliss beraten und entschieden, dass es für Sohn Oli besser ist, zuerst in der Supersport-WM Erfahrungen zu sammeln und die Strecken zu lernen. Auch Ducati-Sportdirektor Paolo Ciabatti war involviert.

"Wir haben uns darauf geeinigt, ihn nicht sofort in die Superbike-WM zu bringen. Ich behaupte nicht, dass der Weg über die Supersport-Maschine leichter sein wird. Es wird aber ein guter Einstieg in die Weltmeisterschaft sein", ist der 52-Jährige überzeugt.

Mit Bildmaterial von Ducati.

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