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WSBK 2025: Wie Kawasaki der Superbike-WM voraussichtlich doch erhalten bleibt

Laut aktuellem Stand wird Marke Kawasaki auch in der Superbike-WM 2025 vertreten sein: Pilotiert Garrett Gerloff im kommenden Jahr eine Puccetti-Kawasaki?

Sebastian Fränzschky

Bearbeitet: 20.07.2024, 06:20

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WSBK 2025: Wie Kawasaki der Superbike-WM voraussichtlich doch erhalten bleibt

Nach der Bekanntgabe, dass das Kawasaki-Werksteam in der Superbike-WM ab der kommenden Saison unter dem Label Bimota antritt (mehr Hintergründe), war ungewiss, ob die Marke Kawasaki aus der seriennahen Meisterschaft verschwindet. Doch im Rahmen des WSBK-Wochenendes im tschechischen Most sickerte durch, dass das Kundenteam von Manuel Puccetti weiterhin mit dem japanischen Hersteller zusammenarbeiten möchte.

Puccetti kündigte große Neuigkeiten an. Der Italiener plant, bis zum kommenden WSBK-Event im portugiesischen Portimao Gewissheit zu haben. Es wird erwartet, dass das italienische Kawasaki-Team das Material der Werksmannschaft übernimmt und weiterhin Werksunterstützung erhält. Offen ist, ob das Puccetti-Team nur mit einem Fahrer antritt oder ob das Team auf zwei Fahrer ausgedehnt wird.

In der laufenden Saison sammelte Puccetti mit Tito Rabat bisher nur vier magere WM-Zähler. Der Spanier, der in der Saison 2014 die Moto2-Weltmeisterschaft gewann, belegt aktuell die 22. Position der Fahrerwertung.

 

Wie konkurrenzfähig die Kawasaki ZX-10RR nach wie vor ist, stellt Werkspilot Alex Lowes eindrucksvoll unter Beweis. Der Brite gewann in diesem Jahr bereits zwei Rennen, stand beim Heimspiel in Donington in beiden Hauptrennen auf dem Podium und belegt die vierte Position der Meisterschaft.

Unterschreibt Garrett Gerloff bei Puccetti-Kawasaki?

Als Kawasaki-Vorzeigeteam braucht Puccetti einen guten Fahrer. Im Fahrerlager der Superbike-WM sagt man sich aktuell, dass Gerrett Gerloff gute Chancen hat, bei Puccetti unterzukommen. Der US-Amerikaner verliert seinen Platz bei Bonovo-BMW, weil sich das Team zurückzieht.

Garrett Gerloff

Garrett Gerloff sucht noch nach einem Job für die WSBK-Saison 2025

Foto: Motorsport Images

"Ich will in Europa bleiben und weiterhin in der Weltmeisterschaft fahren", berichtet Gerloff gegenüber Motorsport-Total.com. Sein Manager führt aktuell Gespräche und versucht, seinen Schützling in der Superbike-WM zu halten. "Ich denke, ich habe gute Chancen, in einem Spitzenteam unterzukommen. Ich muss mit meinem Manager nur noch die Details herausfinden", bemerkt Gerloff.

Garrett Gerloff

Aktuelle nur WM-14.: Garrett Gerloff erlebt eine schwierige Saison

Foto: Motorsport Images

Mit Yamaha schaffte es Gerloff bereits aufs Podium. Dass er mit der BMW M1000RR auch schnell sein kann, sah man im Vorjahr, als er eine Pole holte, am Podium kratzte und schlussendlich bester BMW-Pilot war. "Ich will für ein Team fahren, das in der Lage ist, an der Spitze zu fahren. Das ist mir wichtig. Ich will vermeiden, dass ich wegen Dingen zu kämpfen habe, die außerhalb meiner Kontrolle sind", stellt Gerloff klar.

Garrett Gerloff

Garrett Gerloff ist seit 2020 Stammpilot in der Superbike-WM

Foto: BMW Motorrad

In der Superbike-WM ist Gerloff der einzige US-Pilot und damit für Sponsoren interessant. Sieht er seine Herkunft als Hilfe an? "Ich denke, dass mein Pass durchaus einige Vorteile mit sich bringt", grübelt er. "Doch ich möchte nicht, dass ich deshalb von einem Team ausgewählt werde. Ich will, dass die Teams mich wegen meinen Leistungen wollen."

Vom Bonovo-Aus erfuhr Gerloff am Sonntagabend in Misano. "Ich hörte in der Woche zuvor einige Gerüchte, doch bis Misano hatten wir keine Gewissheit. Es ist wirklich enttäuschend", bedauert der US-Amerikaner, der gern mit Michael Galinskis Team weitergemacht hätte. "Ich habe ein sehr gutes Verhältnis zu den Leuten im Team. Wir erlebten gute Zeiten und feierten einige Erfolge, während die laufende Saison ziemlich schwierig ist."

Toprak Razgatlioglus Erfolge motivieren Garrett Gerloff

In der laufenden Saison tat sich Gerloff schwer, die Leistungen der WSBK-Saison 2023 zu wiederholen. "Wir haben einige Änderungen am Motorrad gemacht. Ich fühle mich nicht unbedingt schlecht auf dem Motorrad. Ich denke auch, dass ich gut fahre. Doch die Rundenzeiten kommen nicht zustande. Das ist wirklich seltsam", grübelt er.

Toprak Razgatlioglu, Nicolo Bulega

Toprak Razgatlioglu fährt aktuell in einer eigenen Welt

Foto: Motorsport Images

Gerloff wundert sich, warum er gegen Rennende nicht so schnell ist wie im Vorjahr. Die 2024er-Version bereitet ihm einige Probleme. "Es verwirrt uns etwas", gesteht er. "Man sieht, dass das Motorrad in der Lage ist, gute Ergebnisse sicherzustellen. Deshalb übernehme ich eine gewisse Verantwortung für die fehlenden Resultate."

BMW-Neuzugang Toprak Razgatlioglu zeigt momentan auf, was mit der M1000RR möglich ist. "Es motiviert mich sehr, was er da zeigt", kommentiert Markenkollege Gerloff. "Ich muss sagen, dass es wirklich beeindruckend ist, was er anstellt und wie groß sein Vertrauen und seine Kontrolle sind. Ich will natürlich näher an ihm dran sein. Deshalb gibt es eine gewisse Erwartungshaltung. Wenn er so gut ist, fragt man sich, warum man es selbst nicht hinbekommt."

Zwei Italiener kommen für Puccetti ebenfalls in Frage

Neben Gerloff gibt es für Puccetti noch einige weitere potenzielle Kandidaten. Michael Rinaldi, der bei Motocorsa-Ducati eine enttäuschende Saison erlebt, könnte für den Wechsel zu Kawasaki zu begeistern sein. Aktuell ist der fünffache WSBK-Laufsieger nur WM-18. und hat lediglich 24 Punkte auf seinem Konto.

Michael Ruben Rinaldi

Wechselt Michael Rinaldi von Motocorsa-Ducati zu Puccetti-Kawasaki?

Foto: Motorsport Images

Puccetti zeigt aber auch Interesse an Andrea Iannone, der sich geschmeichelt fühlt, aber weiterhin das Ziel verfolgt, ab 2025 für ein Werksteam zu fahren. Durch Alvaro Bautistas jüngste Fortschritte beim Gefühl für die Ducati (mehr Informationen) haben Iannones Chancen auf einen Aufstieg ins Ducati-Werksteam aber einen Dämpfer erlitten.

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