WSBK Argentinien: Redding gewinnt Lauf 2, Rea macht Punkte auf Razgatlioglu gut

Ducati-Sieg im zweiten Rennen: Scott Redding setzt sich klar gegen Jonathan Rea und Toprak Razgatlioglu durch - BMW dank Michael van der Mark in den Top 6

WSBK Argentinien: Redding gewinnt Lauf 2, Rea macht Punkte auf Razgatlioglu gut

Ducati-Werkspilot Scott Redding hat sich bei der Superbike-WM in San Juan (Argentinien) den Sieg im zweiten Hauptrennen gesichert. Der Brite setzte sich klar gegen Jonathan Rea (Kawasaki) und Toprak Razgatlioglu (Yamaha) durch. Vor dem finalen WSBK-Wochenende der Saison führt Razgatlioglu die WM mit 30 Punkten Vorsprung auf Rea an.

In Lauf zwei führte in Argentinien kein Weg an Redding vorbei. Nach einer schwierigen Startphase setzte sich der Brite in der zweiten Rennhälfte klar ab. "Zu Beginn fühlte ich mich nicht richtig wohl. Es gab viele Zweikämpfe und dann schlüpfte auch noch Bassani durch. Ich wollte nicht weiter zurückfallen und kämpfte mich wieder vor. Ich zeigte meine aggressive Seite und fuhr an die Spitze", berichtet der Ducati-Pilot.

"Dann ging es wieder nach hinten. Ich redete mir ein, dass ich schnell genug bin und fand meinen Rhythmus wieder. Ich kämpfte mich erneut an die Spitze, machte dieses Mal aber keinen Fehler. Ich wusste, dass ich in Sicherheit bin, wenn ich es durch die ersten Sektoren geschafft habe. Ich fuhr einen richtig guten Rhythmus. Der Rest ist Geschichte", kommentiert Redding.

30 Punkte trennen Razgatlioglu und Rea vor dem Saisonfinale

Mit Platz zwei kam Rea vier Punkte näher an Razgatlioglu heran. "Die Position war mir heute nicht so wichtig, viel mehr ging es mir um das Gefühl auf dem Motorrad", bemerkt der Kawasaki-Pilot. "Ich möchte meinem Team sehr danken, vor allem Pere (Riba, Crewchief; Anm. d. Red.). Er gibt nie auf, nach den Ursachen für meine Probleme zu suchen."

Jonathan Rea, Toprak Razgatlioglu, Andrea Locatelli

Jonathan Rea machte vier Punkte auf Toprak Razgatlioglu gut

Foto: Motorsport Images

"Ich spürte ab der Einführungsrunde, dass ich ein Motorrad habe, mit dem ich kämpfen kann. Ich danke dem Team. Ich konnte das Rennen genießen. Ein Dank geht auch an die argentinischen Fans", so Rea.

Razgatlioglu muss weiter auf sein erstes Wochenende mit drei Siegen warten. "Ich war nah dran am Triple und gab im Rennen mein Bestes. Ich spürte das Limit. Ich wollte noch Zweiter werden, musste aber anerkennen, dass Platz drei heute das Maximum war. Ich wusste, dass Lauf zwei nicht einfach wird. Dennoch freue ich mich über das Podium und freue mich auf Indonesien", kommentiert der Türke.

Zahlreiche Positionswechsel in der ersten Rennhälfte

Durch den Sieg im Superpole-Rennen durfte Toprak Razgatlioglu von der Pole ins finale Rennen des Argentinien-Wochenendes starten. Scott Redding und Jonathan Rea komplettierten die erste Reihe. Kawasaki-Pilot Alex Lowes verzichtete auf den Rennstart. Der Brite kämpft weiterhin mit seiner Handverletzung, die er sich in Barcelona zuzog.

Beim Start setzte sich erneut Toprak Razgatlioglu durch. Jonathan Rea übernahm die zweite Position, Scott Redding fuhr auf Position drei. Durch einen kleinen Fehler von Razgatlioglu öffnete sich eine Lücke, die Rea nutzte. Razgatlioglu konterte wenig später. Es gab einen Kontakt zwischen den beiden WM-Anwärtern.

 

In Runde zwei wiederholte sich das Schauspiel. Razgatlioglu machte einen weiteren Fehler und ermöglichte Rea ein Manöver. Rea führte das Feld in die dritte Runde. Dahinter hatte sich Axel Bassani gegen Ducati-Markenkollege Scott Redding durchgesetzt und fuhr auf Position drei in Schlagdistanz zu den Führenden. Die Top 4 setzten sich leicht vom Rest des Feldes ab.

Razgatlioglu übernahm in Runde drei erneut die Führung, doch Rea konterte in Runde vier. Lange durfte sich der Weltmeister nicht über die Führung freuen. Razgatlioglu und Redding zogen vorbei. Rea war nur noch Dritter. Redding setzte Razgatlioglu stark unter Druck. Rea hatte Mühe, zu folgen.

Redding übernahm zwischenzeitlich die Führung, verlor diese durch einen Fehler aber und rutschte auf die dritte Position zurück. Durch die Positionswechsel an der Spitze stellten die Verfolger den Anschluss an die Top 4 her. Michael van der Mark fuhr auf Position fünf vor Michael Rinaldi. Die Top 6 lagen innerhalb von 1,4 Sekunden.

Scott Redding übernimmt die Führung und setzt sich ab

An der Spitze wurde hart gekämpft. Die Top 3 - Razgatlioglu, Rea und Redding - konnten sich leicht absetzen. Zur Halbzeit des Rennens startete Redding einen Angriff, setzte sich an die Spitze und versuchte, Razgatlioglu und Rea zu entkommen.

Redding fuhr binnen weniger Runden einen Vorsprung von über einer Sekunde heraus. Razgatlioglu und Rea duellierten sich um Platz zwei. Axel Bassani kämpfte sich wieder etwas an Rea heran und konnte sich noch Hoffnungen auf ein Podium machen.

 

Razgatlioglu und Rea wechselten acht Runden vor Rennende erneut die Positionen. Redding hatte bereits über 2,5 Sekunden Vorsprung herausgefahren. Rea kämpfte hart, um seinen WM-Rivalen hinter sich zu lassen.

Keine Überraschungen in den finalen Runden

Scott Redding holte sich souverän den Sieg in Lauf zwei. Der Ducati-Pilot musste in der zweiten Rennhälfte keine Angriffe befürchten und kassierte 25 Punkte für den Sieg. Jonathan Rea setzte sich in der Schlussphase klar gegen Toprak Razgatlioglu durch und machte vier Punkte gut.

Platz vier ging an Axel Bassani, der erneut bester Nicht-Werksfahrer war. Michael Ruben Rinaldi wurde als Fünfter gewertet. Michael van der Mark brachte BMW in die Top 6. Andrea Locatelli (Yamaha), Garrett Gerloff (GRT-Yamaha), Chaz Davies (GoEleven-Ducati) und Alvaro Bautista (Honda) komplettierten die Top 10. Lokalmatador Leandro Mercado (MIE-Honda) kassierte als 15. den finalen Punkt. BMW-Ersatzpilot Eugene Laverty ging als 16. leer aus.

Das Saisonfinale der Superbike-WM findet in fünf Wochen in Indonesien statt.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

geteilte inhalte
kommentare
WM-Titel für die Schweiz: Dominique Aegerter ist Supersport-Weltmeister!
Vorheriger Artikel

WM-Titel für die Schweiz: Dominique Aegerter ist Supersport-Weltmeister!

Nächster Artikel

Michael van der Mark in Argentinien in den Top 6: "Müssen weiter nach vorn"

Michael van der Mark in Argentinien in den Top 6: "Müssen weiter nach vorn"
Kommentare laden