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WSBK Assen (Lauf 1): Ersatzpilot Nicholas Spinelli sorgt für Sensationssieg!

Barni-Pilot Nicholas Spinelli wird bei der Superbike-WM in Assen als Sieger des ersten Rennens gewertet - Toprak Razgatlioglu und Alvaro Bautista auf dem Podium

WSBK Assen (Lauf 1): Ersatzpilot Nicholas Spinelli sorgt für Sensationssieg!

Barni-Ersatzpilot Nicholas Spinelli hat bei der Superbike-WM in Assen das Samstags-Rennen gewonnen. Der Ersatz von Danilo Petrucci traf bei schwierigen Bedingungen die richtige Reifenwahl und bescherte dem Barni-Team den ersten WSBK-Sieg. Toprak Razgatlioglu (BMW) und Alvaro Bautista (Ducati) komplettierten im ersten Rennen das Podium.

Das Wetter war das gesamte Wochenende über wechselhaft. Die Superpole (zum Bericht) fand auf nasser Strecke statt. Zwischenzeitlich war der Kurs am Vormittag komplett abgetrocknet, doch ein Regenschauer vor dem Rennstart machte die Reifenwahl auf dem schnell abtrocknenden TT Circuit zum Poker.

Obwohl der Kurs beim Rennstart komplett nass war, setzten 21 der 22 Fahrer auf Slicks. Lediglich Barni-Ersatzpilot Nicholas Spinelli verwendete den Intermediate-Hinterreifen. Beim Rennstart setzte erneut Regen ein und Spinelli sollte für seine Reifenwahl belohnt werden.

Chaotische Szenen nach dem Start des ersten WSBK-Rennens

Polesetter Jonathan Rea (Yamaha) behauptete sich beim Start an der Spitze, wurde nach fünf Kurven aber von Andrea Iannone (GoEleven-Ducati) überholt. Wenig später schob sich Nicholas Spinelli an die Spitze. Der Barni-Ersatzpilot hatte zu Rennbeginn die richtigen Reifen und kam mit vier Sekunden Vorsprung aus der ersten Runde.

 

Andrea Iannone war zu Rennbeginn der führende Slick-bereifte Fahrer. Philipp Öttl (GMT94-Yamaha), Sam Lowes (Marc-VDS-Ducati) und Michael Rinaldi (Motorcorsa-Ducati) kamen nach einer Runde zur Box und tauschten ihre Slicks gegen Regenreifen und Intermediates ein.

 

Nach drei Runden führte Nicholas Spinelli bereits mit 15 Sekunden. Der Vorsprung wuchs von Runde zu Runde. Nach vier Runden hatte der Italiener bereits eine Lücke von 22 Sekunden herausgefahren. Axel Bassani (Kawasaki) führte die Slick-bereifte Verfolgergruppe an, die aus elf Fahrern bestand.

Die Rundenzeiten wurden immer schneller, denn der Kurs trocknete stark ab. In Runde fünf stürzte Andrea Iannone. Der Italiener kam auf die Randsteine und verlor schlagartig die Haftung. Iannone lag vor dem Ausfall auf der sechsten Position.

Trockene Linie: Nicholas Spinellis Vorsprung schrumpft

Nach sechs Runden hatte Nicholas Spinelli 24 Sekunden Vorsprung, war zu diesem Zeitpunkt aber nicht mehr schneller als die Fahrer mit Slicks. Der Vorsprung auf die Verfolgergruppe wurde ab der siebten Runde kleiner.

Toprak Razgatlioglu schob sich nach sieben Runden auf die zweite Position und startete die Jagd auf Nicholas Spinelli. Alvaro Bautista zog ebenfalls an Axel Bassani vorbei und folgte Razgatlioglu. Axel Bassani verlor eine weitere Position an Kawasaki-Teamkollege Alex Lowes.

Zu Beginn der neunten Runde schob sich Alvaro Bautista an Toprak Razgatlioglu vorbei und auch Alex Lowes nutzte die Gelegenheit, um an der BMW mit der Nummer 54 vorbeizuziehen. Die Fahrer mit Slicks machten zur Halbzeit des Rennens pro Runde etwa zwei Sekunden gut. Es lief auf einen spannenden Showdown hinaus.

Alvaro Bautista setzte sich nach zwölf Runden leicht von seinen Verfolgern ab. Toprak Razgatlioglu erkannte den Ausreißversuch und überholte Alex Lowes, um Bautista zu folgen. Mittlerweile waren die Slick-bereiften Fahrer pro Runde vier Sekunden schneller als der Führende. Der Vorsprung schrumpfte immer schneller.

Rennabbruch rettet Barni: Nicholas Spinelli gelingt die Sensation

Nicholas Spinellis Puffer war nach 14 Runden nur noch gut drei Sekunden groß. Toprak Razgatlioglu schob sich in der Schikane an Alvaro Bautista vorbei und kam in großen Schritten näher an Nicholas Spinelli heran.

Doch ein Rennabbruch sieben Runden vor Schluss auf Grund einer Ölspur machte die Sensation perfekt. Da zwei Drittel der Renndistanz absolviert waren, wurde Spinelli als Sieger gewertet. Das Barni-Team jubelte zusammen mit den Ducati-Verantwortlichen über den ersten Sieg der Teamgeschichte.

Nicholas Spinelli

Nicholas Spinelli sorgte für eine Sensation

Foto: Motorsport Images

"Es ist unglaublich, ich bin sehr glücklich!", erklärt der Sieger. "Gestern bin ich zum ersten Mal mit einem Superbike gefahren. Mein erstes Gefühl war, wow! Dieses Motorrad ist unglaublich! Ich habe mein erstes Rennen gewonnen. Vielleicht war es Glück, aber ich habe gewonnen. Ich freue mich sehr für das Team."

Toprak Razgatlioglu wurde durch den Abbruch um die Chance gebracht, das Rennen zu gewinnen. Dank dem Manöver gegen Alvaro Bautista kassierte Razgatlioglu aber 20 wichtige Punkte und liegt jetzt nur noch einen Punkt hinter WM-Leader Nicolo Bulega (Ducati).

Toprak Razgatlioglu

Toprak Razgatlioglu wurde durch den Abbruch um einen möglichen Sieg gebracht

Foto: Motorsport Images

"Gratulation an Barni", schickt Razgatlioglu seine Glückwünsche an die Sensationssieger. "Ich hätte noch eine Runde gebraucht, aber das Rennen ist so ausgegangen. Ich habe das Rennen genossen. In den ersten Runden war die Strecke im ersten Sektor komplett nass. Alle sind herumgerutscht. Ich hätte hier einen Sieg mit BMW gebraucht. Wir werden es morgen sehen. Jeder arbeitet hart für die beste Platzierung."

Alvaro Bautista mit seiner Leistung zufrieden

Alvaro Bautista hatte trotz der chaotischen Bedingungen seinen Spaß. "Es war ein verrücktes Rennen", kommentiert der Spanier. "Im ersten Streckenabschnitt musste man ruhig bleiben und vorsichtig fahren, damit man keine Fehler macht. Im zweiten Abschnitt musste man 120 Prozent attackieren. Es war verrückt. Am Anfang gab es auch überall Überholmanöver."

"Ich habe dieses Rennen genossen", erklärt Bautista. "Schade, dass die letzten sieben Runden gefehlt haben, weil es zwischen Toprak und mir ein gutes Duell um den Sieg geworden wäre. In den letzten Runden hätten wir Spinelli eingeholt."

"Ich bin glücklich. Gratulation an Spinelli, er hat eine sehr gute Reifenwahl getroffen. Ich hatte erwartet, dass die Strecke schneller auftrocknen würde. Ich habe mein Bestes gegeben und bin damit zufrieden", so Bautista.

Jonathan Rea erneut außerhalb der Top 5

Platz vier ging an Remy Gardner (GRT-Yamaha), der damit bester Yamaha-Pilot war. Alex Lowes bescherte Kawasaki ein Top-5-Ergebnis. Jonathan Rea kam nicht über P6 hinaus und muss weiter auf sein erstes Podium mit Yamaha warten. Lokalmatador Michael van der Mark (BMW) wurde als Siebter gewertet. Scott Redding (Bonovo-BMW), Axel Bassani (Kawasaki) und Xavi Vierge (Honda) komplettierten die Top 10.

WM-Leader Nicolo Bulega kam nicht über P11 hinaus und hatte 25 Sekunden Rückstand. In der Meisterschaft verlor er den Großteil seines Vorsprungs und liegt nur noch einen Punkt vor Alvaro Bautista und Toprak Razgatlioglu.

Ein Motorschaden an der Yamaha R1 von Werkspilot Andrea Locatelli verursachte den Abbruch. Der Italiener wurde dennoch auf P12 gewertet, weil er das Motorrad aus eigener Kraft an die Box brachte. Dominique Aegerter (GRT-Yamaha) wurde als 13. gewertet. Philipp Öttl (GMT94-Yamaha) ging als 18. leer aus.

Am Sonntag folgen bei der Superbike-WM in Assen das Sprintrennen (11:00 Uhr) und das zweite Hauptrennen (14:00 Uhr) (zur TV-Vorschau).

Mit Bildmaterial von Circuitpics.de.

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