WSBK Barcelona: Redding gewinnt Lauf eins, Razgatlioglu rollt mit Defekt aus

Drei Ducati-Piloten auf dem Podium - Toprak Razgatlioglu verliert durch einen Defekt die WM-Führung - BMW-Pilot Jonas Folger wird im Regen Vorletzter

WSBK Barcelona: Redding gewinnt Lauf eins, Razgatlioglu rollt mit Defekt aus

Ducati-Werkspilot Scott Redding hat sich den Sieg im ersten Barcelona-Rennen gesichert. Der Brite setzte sich auf nasser Strecke gegen seine Ducati-Markenkollegen Axel Bassani (Motocorsa) und Michael Ruben Rinaldi durch.

Jonathan Rea (Kawasaki) übernahm dank der 13 Punkte für Platz vier erneut die Führung in der WM, denn Toprak Razgatlioglu (Yamaha) rollte mit einem Defekt aus. Jonas Folger (Bonovo-BMW) konnte sich im Nassen nicht in Szene setzen und wurde als Vorletzter gewertet.

Bereits im Rennen der Supersport-WM zog ein Regenschauer über den Kurs unweit von Barcelona. Nachdem in allen Trainings und in der Superpole auf trockener Strecke gefahren wurde, sammelten die 22 WSBK-Piloten in der Runde in die Startaufstellung ihre ersten Erfahrungen im Nassen.

Für Yamaha-Pilot Garrett Gerloff endete die Runde in die Startaufstellung in einem Desaster. Der US-Amerikaner kam auf die weiße Linie und flog ab. Im Kiesbett überschlug sich die Yamaha R1 und war damit zu stark beschädigt, um es bis in die Startaufstellung zu schaffen. Somit war Gerloff bereits vor dem Rennstart aus dem Rennen.

BMW-Pilot Tom Sykes stand auf der Poleposition und teilte sich die erste Startreihe mit WM-Leader Toprak Razgatlioglu und Jonathan Rea. Jonas Folger ging von Startplatz 18 aus der sechsten Startreihe ins Rennen. Zum Start des Rennens war der Kurs komplett nass. Alle Fahrer setzten auf Regenreifen.

Jonathan Rea kämpft sich nach schwachem Start an die Spitze

Toprak Razgatlioglu erwischte den besten Start. Tom Sykes und Jonathan Rea verloren bereits beim Sprint zur ersten Kurve viele Positionen. Rea konnte binnen weniger Kurven viele Positionen gutmachen und übernahm bereits in Kurve 5 wieder die zweite Position. Sykes hingegen fuhr nur auf Position zehn.

 

In Kurve 10 attackierte Rea die führende Yamaha mit der Nummer 54 und zog an Razgatlioglu vorbei. Die Reihenfolge nach Runde eins: Jonathan Rea vor Toprak Razgatlioglu, Michael Ruben Rinaldi, Axel Bassani, Michael van der Mark, Andrea Locatelli, Alex Lowes, Kohta Nozane, Tom Sykes und Leon Haslam. Jonas Folger konnte die Bedingungen nicht zu seinem Vorteil nutzen und fuhr auf Position 20.

Axel Bassani duelliert sich mit WM-Leader Toprak Razgatlioglu

Toprak Razgatlioglu versuchte zu Beginn der zweiten Runde, an Jonathan Rea vorbeizugehen. Doch Rea konterte und setzte sich in der zweiten Runde leicht ab. Razgatlioglu geriet unter Druck von Ducati-Privatfahrer Axel Bassani, der auf Position drei fuhr.

 

In Runde drei startete Bassani einen Angriff auf Razgatlioglu und war zwischenzeitlich vorbei. Razgatlioglu konterte und setzte sich gegen den jungen Italiener durch. Doch Bassani gab sich noch nicht geschlagen. Die Fans sahen ein spannendes Duell um Platz zwei. An der Spitze hatte sich Rea bereits klar abgesetzt.

Jonas Folger wird seinem Ruf als Regenspezialist nicht gerecht

Jonas Folger fuhr im ersten Drittel des Rennens pro Runde etwa fünf Sekunden langsamer als die Spitze. Folger, der zu seiner Zeit als Grand-Prix-Pilot einige Erfolge im Regen einfuhr, hatte nur noch Debütant Lachlan Epis (Pedercini-Kawasaki) hinter sich und fuhr auf der vorletzten Position. Nach einem Drittel der Renndistanz hatte Folger bereits über 40 Sekunden Rückstand.

An der Spitze verwaltete Jonathan Rea einen Vorsprung von etwas mehr als zwei Sekunden. Axel Bassani fuhr auf Position zwei vor Toprak Razgatlioglu. Das Duo wurde nur durch wenige Zehntelsekunden voneinander getrennt.

Dahinter hatte sich BMW-Pilot Michael van der Mark gegen Alex Lowes (Kawasaki) und Michael Ruben Rinaldi (Ducati) durchgesetzt und startete die Jagd auf die Podest-Platzierungen. Van der Mark war zu diesem Zeitpunkt der schnellste Fahrer im Feld.

Führungswechsel und Drama an der Spitze

Jonathan Reas Vorsprung schmolz vor der Renn-Halbzeit auf weniger als eineinhalb Sekunden. Zu Beginn der zehnten Runde übernahm Toprak Razgatlioglu wieder die zweite Position und verringerte den Rückstand zu Jonathan Rea immer weiter. Die Top 4 - Rea, Razgatlioglu, Bassani und Van der Mark - rückten immer enger zusammen und lagen nach der Hälfe der Renndistanz innerhalb von 1,9 Sekunden.

 

In Runde elf übernahm Razgatlioglu die Führung. Der WM-Leader ging mühelos an Rea vorbei, konnte sich aber nicht sofort absetzen. Auf der Geraden zog Bassani an Rea vorbei und übernahm die zweite Position. Binnen einer Runde hatte Rea zwei Positionen verloren. Von hinten kam Van der Mark immer näher.

In Runde 14 kam es zu einem erneuten Führungswechsel. Spitzenreiter Toprak Razgatlioglu rollte mit einem Defekt aus. Dadurch übernahm Axel Bassani kampflos die Führung. Jonathan Rea geriet unter Druck von der Verfolgergruppe, die im finalen Renndrittel deutlich schneller fuhr als der Titelverteidiger.

Ducati-Trio an der Spitze, Führungswechsel in der WM

Michael Ruben Rinaldi zog fünf Runden vor Rennende an Jonathan Rea vorbei. Michael van der Mark wurde auf die fünfte Position durchgereicht. Scott Redding ging ebenfalls an Michael van der Mark und Jonathan Rea vorbei. Drei Ducati-Piloten führten das Rennen an.

Scott Redding setzte sich in Runde 17 gegen Teamkollege Michael Ruben Rinaldi durch und hatte nur noch Axel Bassani vor sich. Redding kam in großen Schritten näher. Drei Runden vor Rennende betrug der Rückstand nur noch 0,3 Sekunden. In Runde 18 übernahm Redding die Führung und setzte sich sofort von Bassani ab.

 

Redding holte sich den Sieg im ersten Rennen. Seine Ducati-Markenkollegen Bassani und Rinaldi komplettierten das Podium. Rea setzte sich gegen Van der Mark durch und übernahm durch den Ausfall von Razgatlioglu die Führung in der Meisterschaft.

Alex Lowes, Leon Haslam, Tom Sykes, Alvaro Bautista und Chaz Davies komplettierten in Lauf eins die Top 10. Jonas Folger beendete das Rennen auf der 19. Position und entging knapp einer Überrundung. Folger ließ lediglich einen Fahrer hinter sich.

Am Sonntag folgen mit dem Superpole-Rennen und dem zweiten Lauf zwei weitere Rennen (zur TV-Übersicht).

Mit Bildmaterial von Aruba.it Racing - Ducati.

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