WSBK Donington: Kawasaki und BMW in Reihe eins, Jonas Folger Vorletzter

Jonathan Rea holt sich die Pole - Beide Werks-BMWs in der ersten Startreihe - Jonas Folger und Toprak Razgatlioglu im Nassen nicht konkurrenzfähig

WSBK Donington: Kawasaki und BMW in Reihe eins, Jonas Folger Vorletzter

Kawasaki-Werkspilot Jonathan Rea hat sich bei der Superbike-WM in Donington in der verregneten Superpole die Bestzeit gesichert. Rea wird das Samstags-Rennen und das Superpole-Rennen am Sonntagvormittag von der Pole starten.

Neben der Kawasaki mit der Nummer 1 stehen die beiden Werks-BMWs von Michael van der Mark und Tom Sykes. BMW-Pilot Jonas Folger beendete die Superpole auf Position 20 und war damit Vorletzter.

Rea freut sich über eine weitere Poleposition: "Mein Team stellte mir ein tolles Motorrad für diese Bedingungen bereit. Ich fühlte mich gestern im Trockenen wohl. Als ich heute wach wurde, hörte ich den Regen. Wir gingen am Morgen Schritt für Schritt vor. Mein Team stellte mir ein Motorrad bereit, mit dem ich die Bedingungen gut verstehen konnte."

BMW-Werksduo im Nassen sehr konkurrenzfähig

BMW jubelte über das gute Teamergebnis. "Im FT3 fühlte ich mich nicht richtig wohl. Wir machten eine große Änderung" kommentiert Michael van der Mark. "Ich genoss das Fahren und freue mich auf das Rennen."

Tom Sykes komplettierte als Dritter das gute BMW-Ergebnis. "Ich bin relativ zufrieden", bemerkt Sykes. "Die Bedingungen waren schwierig. Die Reifenwahl war entscheidend. Zu Beginn der Session erhielt ich keine gute Rückmeldung vom Motorrad. Wir machten einen kleinen Stopp und wechselten den Hinterreifen. Für den Wechsel des Vorderreifens fehlte uns die Zeit."

 

"Wir trafen eine gute Entscheidung und sicherten einen Platz in der ersten Reihe. Es war eine gute Performance von der neuen M1000RR bei diesen Bedingungen. Langsam geht es in eine gute Richtung. Für die Rennen sind wir nicht schlecht aufgestellt", so Sykes.

Jonathan Rea riskiert im Nassen von Beginn an sehr viel

Bereits im FT3 (zum FT3-Bericht) fanden die Fahrer schwierige Bedingungen vor. Jonathan Rea war im Nassen der schnellste Fahrer. Die Streckenbedingungen in der Superpole waren ähnlich. Die Qualifying-Reifen von Pirelli wurden nicht benötigt, Regenreifen waren die logische Wahl.

Jonathan Rea erlebte bei seiner ersten gezeiteten Runde eine Schrecksekunde. In der Schikane nach der Gegengerade wurde die Kawasaki mit der Startnummer 1 unruhig, doch Rea konnte einen Sturz verhindern. Eine Runde später schob sich der Champion mit einer 1:41.550er-Runde an die Spitze der Wertung.

 

Ducati-Pilot Scott Redding kam im FT3 zu Sturz und war auch zu Beginn der Superpole nicht schnell genug. Der Brite ärgerte sich über jeden Rutscher und wirkte angespannt und frustriert. Zur Halbzeit der Superpole lag der Vize-Weltmeister außerhalb der Top 10.

Weltmeister Jonathan Rea ging deutlich souveräner zu Werke. Der WM-Leader verbesserte seine Bestzeit weiter und lag deutlich vorn, als er drei Minuten vor dem Ende an die Box kam. Zu diesem Zeitpunkt führte Rea die Wertung mit einer 1:40.101er-Runde an und war damit über eine Sekunde schneller als seine Gegner.

Donington-Spezialist Leon Haslam riskierte in den finalen fünf Minuten Intermediate-Reifen, doch dieses Experiment scheiterte. Der Honda-Pilot stürzte und konnte seine Zeit somit nicht weiter verbessern. Zum Zeitpunkt des Sturzes lag Haslam in den Top 5.

Die BMW-Werkspiloten scheitern knapp an Jonathan Reas Zeit

In der finalen Minute purzelten die Zeiten. Reas Bestzeit blieb bestehen, doch die BMW-Werkspiloten schoben sich bei der finalen Attacke in die erste Reihe. Michael van der Mark kam bis auf 0,525 Sekunden heran und wurde Zweiter, Tom Sykes schob sich auf Platz drei und hatte 0,662 Sekunden Rückstand.

Alex Lowes (Kawasaki), Garrett Gerloff (GRT-Yamaha) und Scott Redding (Ducati) bilden die zweite Startreihe. In Reihe drei stehen Leon Haslam (Honda), Michael Ruben Rinaldi (Ducati) und Chaz Davies (Go-Eleven-Ducati). Davies musste beim finalen Versuch in die Auslaufzone ausweichen.

Jonas Folger

Jonas Folger konnte seine Regen-Fähigkeiten nicht in eine gute Runde umsetzen

Foto: Motorsport Images

Enttäuschend verlief die Superpole für WM-Anwärter Toprak Razgatlioglu (Yamaha), der im Nassen deutlich weniger konkurrenzfähig war als im Trockenen. Razgatlioglu muss von Startplatz 13 in das erste Rennen und das Superpole-Rennen starten.

Und auch Jonas Folger (Bonovo-BMW) enttäuschte in der Superpole. Der Deutsche, der normalerweise ein guter Regenfahrer ist, landete auf dem vorletzten Platz und konnte lediglich Pedercini-Pilot Loris Cresson hinter sich lassen. Folger verpasste die Bestzeit um 6,559 Sekunden.

Lauf eins in Donington wird um 15:00 Uhr (MESZ) gestartet (zur TV-Übersicht).

Mit Bildmaterial von WorldSBK.com.

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